Artikel vom/über das Berliner Bündnis für Mumia

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Gerichtsentscheidung über Mumia Abu-Jamal
Der US Supreme Court hat vor wenigen Stunden eine Entscheidung des 3. Bundesberufungsgerichtes von 2008 aufgehoben, die damals die Todesstrafe gegen Mumia ausschloss. Damit hat das Gericht einen "Mittelweg" zwischen sofortiger Todesstrafe oder aber Abweisung derselben gewählt, zugleich aber auch die Position der Staatsanwaltschaft gestärkt.
Der US Supreme Court wies das 3. Bundesberufungsgericht an, seine Entscheidung unter Würdigung des Falles Smith v. Spisak neu zu würdigen. Darin sei es laut Medienmeldungen auch um die Manipulation bei der Juryanweisung gegangen. Gegen den Angeklagten Smith war die Todesstrafe letzte Woche vor dem US Supreme Court bestätigt worden. Allerdings weist Mumias Verteidigung darauf hin, dass etliche juristische Details hier anders liegen als bei Mumia.
Das heisst konkret: sie geben der Staatsanwaltschaft insofern Recht, als dass sie es für richtig halten, die Todesstrafe gegen Mumia zu fordern. Das 3. Bundesberufungsgericht muss jetzt erneut die Arbeit machen, die Todesstrafe gegen Mumia zu verhängen oder nicht. Die jeweils unterlegene Partei zieht dann vermutlich wieder vor die höchste Instanz, den US Supreme Court, der dann abschliessend über die Verfassungsmässigkeit der falschen Juryinstruktionen entscheiden muss.
In einer ersten Stellungnahme von Anwalt Robert R. Bryan über Mumia Abu-Jamal heisst es dazu: "Er ist nun in noch grösserer Gefahr als zuvor..." Aber er betont auch, dass es nicht die schlimmste mögliche Entscheidung war.
Noch ist überhaupt nicht klar, in welcher Form das 3. Bundesberufugnsgericht mit der ihm aufgebürdeten Aufgabe umgehen wird, noch in welchem Zeitrahmen. Auf jeden Fall hat Mumia Abu-Jamal weitere Zeit gewonnen. Es könne viele Monate vergehen, bis diese Frage vor dem 3. Bundesberufungsgericht geklärt ist. Ob es dann irgendwann mal einen Juryprozess allein um das Strafmass gibt, aus dem heraus bei einem Erfolg von Mumia eine Begnadigungskampagne denkbar wäre, ist allerdings in ungewisse Ferne gerückt.
Klar ist jedoch, dass die Position der Staatsanwaltschaft gestärkt wurde, wenn auch der schlimmste Fall nicht eingetreten ist. Sie haben an ihrer jahrzehntelangen Praxis festgehalten und Mumia selbst in der Auswahl an negativen Optionen keine gute Ausgangslage gelassen.
Aber es ist auch deutlich, dass sie sich nicht trauen, ihn sofort einfach umzubringen.
Anton Mestin vom Berliner Free Mumia Bündnis dazu: "Das ist ein Erfolg des massiv öffentlich wahrnehmbaren Druckes, den die Solidaritätsbewegung in den letzten Monaten aufbauen konnte. Internationale Parlamentsbeschlüsse, Medienberichte und das hohe Interesse über die politische Linke hinaus sind eine sehr gute Grundlage. Jetzt müssen wir die Nerven bewahren und den aufgebauten Druck in Ruhe ausbauen. Wir können Mumias Leben retten und wir haben nun weitere Zeit gewonnen. Daher werden wir weiter mit unserer Arbeit machen und die angekündigten Notfallproteste vorerst nicht ausrufen."
Die heutige Entscheidung ist nicht wie von vielen erwartet ausgefallen. Aber die Todesstrafe kann noch kommen, auch wenn heute noch kein Mensch weiss, wann das der Fall sein wird.
Deutlich wurde aber erneut der Wille der Justiz, Mumia bis an sein Lebensende inhaftiert zu lassen: so oder so
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Macht euch bereit für die Notfallproteste!
Sie wollen Mumia Abu-Jamal umbringen - wir alle gemeinsam können das verhindern!

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Seit 27 Jahren bereits sitzt der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA). Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz - der vorsitzende Richter verweigerte ihm das Geld für die Verteidigung und bezeichnete ihn als "N....r", dem schlimmsten rassistischen Schimpfwort nach US-Standards. Der Staatsanwalt siebte sich eine Jury, die fast nur aus konservativen Weissen bestand und zeichnete dann vom Angeklagten das Bild eines eiskalten, linksradikalen Killers. In diesem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der völlig chancenlose ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt. Die lebensfeindlichen Haftbedingungen im Todestrakt haben Mumia jedoch weder gebrochen noch zum Schweigen gebracht. Auch aus der Todeszelle gibt er nicht auf und schreibt gegen die Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Gesellschaft.
Warum wir Mumia Abu-Jamal unterstützen:
Die Todesstrafe ist rassistisch: Mehr als die Hälfte aller InsassInnen in den Todestrakten der USA sind "Afro-Amerikaner". Die Todesstrafe richtet sich gegen die Armen - mehr als 90% der Gefangenen sind arm.
Mumia Abu-Jamals Fall ist einer von vielen. Er war arm und konnte sich keine wirkliche Verteidigung leisten. Er ist Afroamerikaner.
Mumias Fall ist beispielhaft für Tausende.
Dazu kommt: er ist politischer Aktivist und den Machthabenden ein Dorn im Auge.
Mumia kämpft in all den Jahren nicht nur für seine Freiheit, sondern setzt sich unermüdlich ein - für die zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Als "Voice Of The Voiceless" (Stimme der Unterdrückten), wie er schon vorher wegen seiner Arbeit als Radiojournalist genannt wurde, gibt er Gefangenen und allen, die keine Zugang zu medialer Darstellung haben, eine Stimme und ein Gesicht.
Anfang April 2009 zeigte das höchste Gericht erneut, was in den USA bereits bei vielen als "Mumia-Ausnahme" bekannt ist : jedes geltende Recht wird umgedeutet oder einfach ignoriert, wenn es der Absicht der Justiz und Politik im Weg ist, Mumia dafür zu bestrafen, dass er nicht klein bei gibt.
Der Oberste Gerichtshof der USA fand gerade mal zwei Worte, um diesen seit beinahe drei Jahrzehnten öffentlich bekannten Justizskandal um den politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal zu kommentieren: "Antrag abgelehnt". Sie wollen Mumia also entweder hinrichten oder für den Rest seines Lebens im Knast begraben.
Nachdem also mit der Entscheidung im April 2009 endgültig abgesegnet wurde, dass ihm kein neues Verfahren gewährt wird, steht für den Herbst 2009 nur noch eine Entscheidung des höchsten US-Gerichts aus: ob das Todesurteil von 1982 bestätigt wird oder eine neue Jury darüber befinden soll, ob es in lebenslange Haft umgewandelt wird.
Die Staatsanwaltschaft von Philadelphia will Mumias Hinrichtung um jeden Preis und macht grossen Druck, um dieses Ziel zu erreichen. Nach Aussagen seines Anwalts R. Bryan befindet sich Mumia in der grössten Lebensgefahr seit seiner Festnahme 1981.
Schon zweimal haben weltweite Proteste die angeordnete Hinrichtung verhindern können (1995 und 1999) - nur eine breite internationale Protest- und Solidaritätsbewegung wird es auch diesmal fertig bringen können, dass der geplante staatliche Mord nicht durchgeführt werden kann.
Natürlich werden auch weiterhin alle möglichen rechtlichen Schritte von seinem Anwaltsteam ausgeschöpft, um ihn vor der Hinrichtung zu retten. Doch unabhängig von der juristischen Lage haben Mumia selbst, seine Verteidigung, sowie auch die weltweiten UnterstützerInnen immer wieder klar gesagt, dass politische Verfahren eben nicht im Gerichtssaal, sondern vor allem auf der Strasse gewonnen werden.
Die Solidaritätsbewegung in den USA versucht derzeit, politischen Druck auf die Obama-Regierung zu entwickeln. Natürlich ist allen klar, dass genau wie von der rassistischen US-Justiz auch von der Regierung keine Fairness gegenüber politischen Gefangenen zu erwarten ist. Trotzdem will die Bewegung in den USA die Regierung öffentlich in die Verantwortung nehmen und sie gerade in Bezug auf ihre (hohlen) Wahlversprechen von "Change" (=Veränderung/Wandel) auf ihre Haltung zum Rassismus in den Gerichten zu einer Stellungnahme zwingen. Ausdruck findet das u.a. in der Forderung der grossen Bürgerrechtsorganisation NAACP nach einer "Civil Rights Investigation" – einer Untersuchung durch die Regierung über den Rassismus in der Justiz am Beispiel von Mumia Abu-Jamals Fall.
Was kann die weltweite Solidaritätsbewegung dazu beitragen, den Forderungen der US-AktivistInnen Nachdruck zu verleihen? Wie können wir von hier den politischen Druck auf die Obama-Regierung erhöhen?
Schreibt Mumia in den Knast!
Es ist wichtig, dass Mumia möglichst viel Post aus vielen verschiedenen Ländern erhält. Da sämtliche Post an ihn von den Behörden kontrolliert wird, bedeutet jeder gefüllte Postsack an ihn eine stille Protestkundgebung, die von Justiz und Regierung registriert wird. Damit können wir ihnen zeigen, dass Mumia Abu-Jamal auch nach 27 Jahren Isolationshaft im Todestrakt nicht vergessen ist und dass wir genau wissen und beobachten, was die Gerichte vorhaben.
Es gibt zahlreiche weitere gute Vorschläge wie Mumia individuell geholfen werden kann. Es ist jedoch klar, dass wir gemeinsame starke Proteste brauchen werden, sollte die rassistische US-Justiz es wagen, die Todesstrafe gegen Mumia erneut in Kraft zu setzen.
Bundesweite Demonstration bei Todesstrafe
Die Rote Hilfe e.V. ruft gemeinsam mit den zahlreichen Mumia-UnterstützerInnengruppen und Bündnissen dazu auf, am letzten Samstag vor einem möglichen Hinrichtungstermin eine bundesweite Demonstration in Berlin für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal sowie für die Abschaffung der Todesstrafe durchzuführen.
Im Unterschied zu 1995 und 1999, als die beiden damals gegen Mumia angesetzten Hinrichtungstermine durch ein Zusammengehen von gerichtlichen Einsprüchen seitens der Verteidigung und Protesten der weltweiten Solidaritätsbewegung erfolgreich verhindert werden konnten, kommt es diesmal vor allem auf Massenproteste vor den US Botschaften und anderen US-Einrichtungen in aller Welt an, denn auf der juristischen Ebene werden wir die Hinrichtung – anders als in den 1990er Jahren - nicht stoppen oder aufhalten können, da der Weg vor die Berufungsgerichte versperrt ist.
"Mumia 3+12"
Sollten US Justiz und Politik ihre Todesdrohung gegen Mumia wirklich in die Tat umsetzen wollen, hat die FREE MUMIA Bewegung
darüber hinaus einen dezentralen Aktionstag ausgerufen. So sollen
am 3. Tag nach der Bestätigung des Todesurteils um 12 Uhr (oder auch später) Einrichtungen der US Regierung sowie von US-amerikanischen Konzernen Ziel von Protesten und Aktionen des zivilen Ungehorsams sein.
Niemand weiss, wann genau eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die Vollstreckung des Todesurteils oder lebenslange Haft gegen Mumia fallen wird. Aber ab dem 5. Oktober 2009 kann sie fallen. Sollte es eine Bestätigung des Todesurteils geben, wird möglicherweise nur wenig Zeit bleiben, bis der Gouverneur von Pennsylvania den Hinrichtungsbefehl unterzeichnet und einen Hinrichtungstermin anordnet. Wenn wir uns erst dann über Widerstand gegen diesen staatlich angekündigten Justizmord Gedanken machen, wird es zu spät sein.
Wenn die Vorbereitungen aber bereits jetzt beginnen, entwickelt sich auch der notwendige politische Druck schon jetzt! - worauf warten wir also?
Ohne Euch wird es nicht laufen:
Organisiert die Notfallproteste: Werdet laut, werdet aktiv!
Sobald eine Hinrichtung angesetzt ist, muss alles ganz schnell gehen, müssen massenhafte Proteste durchgeführt, muss dafür schon alles vorbereitet sein. Nur sollte allen klar sein, dass eine solche Mobilisierung die Unterstützung und Beteiligung von vielen tausend Menschen benötigt. Daher appellieren wir an alle:
Macht den Kampf für das Leben und Freiheit von Mumia Abu-Jamal und für die Abschaffung der Todesstrafe zu Eurer Sache!
Vom Ausgang des Verfahrens hängt nicht allein das Leben Mumia Abu-Jamals ab. Es wird ein entweder positives oder negatives Signal - für den Kampf gegen die Barbarei der Todesstrafe - weltweit - sein. Es geht hier also nicht nur um das Leben eines Einzelnen sondern um die Abschaffung der Todesstrafe generell und um die Freiheit der politischen Gefangenen - weltweit.
Sollte es bis zum Winter noch keine Entscheidung vom Gericht geben, hat die Free Mumia Bewegung bereits jetzt an Mumias 28. Haftjahrestag, dem 9. Dezember 2009 einen weltweiten Aktionstag für seine Freiheit ausgerufen.
Kein Staat hat das Recht, Gefangene zu ermorden -
weg mit der Todesstrafe überall!
"Mumia 3 + 12" dezentraler Aktionstag am
3 Tag nach Bekanntgabe eines Hinrichtungsbefehls um 12.00 Uhr
(oder später)
Bundesweite Demonstration zur US-Botschaft:
am letzten Samstag vor geplanter Hinrichtung!
14.00 Uhr / Oranienplatz / Berlin
Achtet auf Ankündigungen! Verbreitet Ankündigungen weiter!
YES WE CAN - FREE MUMIA - ABOLISH
THE DEATH PENALTY!
andere Sprachen / other languages
Aufrufunterstützerr_innen
- Rote Hilfe.ev Bundesvorstand
- VVN-BdA Bundessprecherkreis & VVN-BdA Bundesausschuss
- Rolf Becker, Schauspieler, Hamburg
- Sabine Kebir, Autorin, Berlin
- Antifaschistische Linke Berlin (ALB)
- Free-Mumia-Bündnis Bremen
- Internationales Verteidigungskomitee (IVK) Bremen
- Kampagne: Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
- Freiheit für Mumia Abu-Jamal Heidelberg e.V.
- Berliner FREE MUMIA Bündnis
- ¡Basta ya! - Komitee
- arab - Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin
- Peter Schrott, Stellvertretender Vorsitzender ver.di Bezirk Berlin
- Victor Grossman, Autor, Berlin
- Stiftung Haus der Demokratie, Berlin
- Hans-Litten-Archiv e.V.
- Rote Hilfe OG Hannover
- Rote Hilfe OG Bonn
- Rote Hilfe OG Hamburg
- Rote Hilfe OG Magdeburg
- VVN-BdA KV Osnabrück
- AbaKuZ e.V., Aschaffenburg
- UBI-KLIZ Mieterladen, Berlin
- Bürengruppe Paderborn
- Suzanna, Sängerin, Berlin
- Gipfelsoli
- B.A.N.G. Berliner Anti Nato Gruppen
- Ya-Basta-Netzwerk
- Tierra y Libertad
- Gruppe B.A.S.T.A.
- Radikale Linke (RL) Nürnberg
- Jugend Antifa Aktion (JAA)Braunschweig
- Antifaschistische Plenum Braunschweig
- Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen (bundesweit) www.political-prisoners.net
- Gefangeneninfo www.gefangenen.info
- Komitee gegen §§129 und Repression (Stuttgart)
- Zusammen kämpfen (Magdeburg) www.zusammen-kaempfen.tk
- DIE LINKE Landesvorstand Berlin
- Netzwerk gegen die Todesstrafe
- Mauerfall (Gefangenen Rundbrief)
- Monika Morres AZADÎ e.V., Düsseldorf
- FAU-IAA Bonn
- FAU Lokalföderation Hannover
- Infoladen Salzburg
- Jürgen Rump, Bremen
- Lea Kühn, BezirksschülerInnensprecherin Essen
- Heike Weingarten, Berlin
- Andreas Hartle, Architekt, Hannover
- Antifaschistische Linke Fürth (ALF)
- Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen
- Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V.
- Freundeskreis "Ernst-Thälmann-Gedenkstätte" e.V., Ziegenhals
- Max Renkl (Vorsitzender des Freundeskreises "Ernst-Thälmann-Gedenkstätte" e.V., Ziegenhals)
- Dirk Borrmann, Köln
- Phoney Tapes (Record Label)
- Drake Records (Record Label)
- Ernest Drake
- DJ Phoney
- Angelika Spell
- Brigitte Heilenz, Grossröhrsdorf
- Konstantin Brandt, Buchhändler, Berlin
- Prof.Dr.Med Sophia Sepperer
- Dr.Ursula Joseph, Berlin
- Prof. Dr. Detlef Joseph, Berlin
- Prof. Dr. Wolfgang Richter - Bundesvorsitzender der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V., amt. Präsident des Europäischen Friedensforums (european peace forum epf)
- Jutta Kausch, Schauspielerin
- Laura Freiin von Wimmersperg, Moderatorin der Berliner Friedenskoordination
- PD Dr. Johannes M. Becker
- Dr. Diether Dehm, MdB
- Hans Bauer, Rechtsanwalt, Berlin
- Dr. sc. Gerhard Feldbauer, Historiker, Publizist, Poppenhausen
- Dr. Angelika Haas, Berlin
- Doris Pumphrey, Berlin
- George Pumphrey, Berlin
- Revolutionäre Perspektive Berlin
- SALZ - Bildungskreis Köln www.salz-köln.de
- DAS ANTIEISZEITKOMITEE, Berlin
- Gisela Ringwald
- Anja Röhl, Rosa Luxemburg Freundeskreis Stralsund
- Inge und Kurt Gutmann, Berlin
- Dieter Kempe, Berlin
- Ina Edelkraut, United Nation Network, Berlin
- Ursula Austermann, Berlin
- Tokata - LPSG RheinMain e.V. (Rodgau)
- Claudia Weigmann-Koch (Rodgau)
- Dr. Michael Koch (Rodgau)
- Marianne Reiff-Hundt, Internationale Liga für Menschenrechte (Vorstand)
- Ilsegret Fink, Berlin
- Rosel Müller, Berlin
- Erich Freisleben, Berlin
- Gudrun Wischeidt, Berlin
- Klaus Koch, Glöwen
- Ahmad Majd Amin, Berlin
- Heike Hänsel, MdB, Linksfraktion im Bundestag
- Dr. Alexander King, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Büro Heike Hänsel (MdB) Linksfraktion im Bundestag
- Birgit Bock-Luna, Berlin
- Heidi Kloor, BundessprecherInnen der AG Betrieb&Gewerkschaft in und bei der Partei DIE LINKE
- Birgit Bock-Luna, Berlin
- Redaktion Anderslautern
- Carsten Ondreka (freier Journalist & DJ)
- Linker Block Rostock
- Cor u. Gon Steinvoort
- Rainer Dittrich (ehem. pol. Gefangener)
- Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes, Freising
- Sigrid Becker-Wirth (MediNetzBonn e.V., Medizinische Beratungs- und Vermittlungsstelle für Flüchtlinge)
- Rote Hilfe International
- Rote Hilfe des Revolutionären Aufbau Schweiz
- Barbara Fuchs
- Johannes M. Becker, PD Dr. Marburg, RFA/FRG
- KPD (Alfred Fritz stellv. Vors.)
- Monika Kneiseler
- Bettina Lübeling
- SSK - Sozialistische Selbsthilfe Köln e.V.
- Dipl. Päd. Josie Michel-Brüning und Dipl. Ing. Dirk Brüning, Jülich
- Stephanie Laimer, Bremen
- Internationalistischer Abend / im Schnarup-Thumby - Frustschutz e.V., Berlin
- Tobias Schubert, Berlin
- Rote Hilfe OG München
- Mumia Bündnis München
- Rotdorn, Polit Folk Gruppe, Hamburg
- Peter Schenzer, Sozialarbeiter, Hamburg
- Christiane Schmied, Künstlerin und Musikerin von EWO2
- Schallplattenversand JUMP UP, Bremen
- KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
- The VOICE Refugee Forum
- Hildegard Heinemann, Hamburg
- Mülayim Hüseyin, Rechtsanwalt, Hamburg
- Goetz Steeger, Musiker, Autor, Hamburg
- Gruppe Gutzeit, Hamburg
- Matthias Kaul, Winsen
- Birgit Gärtner, Journalistin, Hamburg
- Lisa Politt & Gunter Schmidt, Kabarett-Duo Herrchens Frauchen, Polittbüro, Hamburg
- Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V., Hamburg
- Nicole Gohlke, MdB, Linksfranktion im Bundestag
- Bernd Köhler (Musiker, Grafiker) http://www.ewo2.de/berndkoehler
- ewo2 (das kleine elektronische weltorchester) http://www.ewo2.de/
- Bundesausschuss Friedensratschlag, Kassel
- Dr. Peter Strutynski, Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag, Kassel
- Lühr Henken, Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag, Hamburg
- Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e. V.
- Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), Kassel
- Robert Krause, Abgeordneter der Bezirksfraktion DIE LINKE HH-Altona
- Dr. Heinz Jürgen Schneider, Rechtsanwalt, Autor, Vorstandsmitgleid von MAFDAD, Verein für Demokratie und internationales Recht, Hamburg
- Flüchtlingsrat Hamburg
- Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten, München
- Bruno Mahlow, Berlin
- Prof. Dr. Günter Wilms, Eichwalde
- Hermann Klemser, Berlin
- Edeltraur Felfe, Greifswald-Riemserort
- Hans Watzek, Berlin
- Manfred Coppik, Offenbach
- Gretchen Binin, Berlin
- Harri Czeprick, Berlin
- Elfriede Juch, Berlin
- Reiner Nowitzki, Berlin
- Evelin Nowitzki, Berlin
- Prof. Dr. Gregor Schirmer, Woltersdorf
- Graswurzelrevolution - Redaktion und Verlag
- DKP Kreisgruppe, Schwäbisch Hall
- Eva Gagel, Berlin
- Unruhe stiften - Netzwerk KünstlerInnengegen rechts
- Jürgen Reuter, Vorsitzender der Fachgruppe Gymnasien Bezirk Braunschweig, Stellv. Kreisvorsitzender DGB Braunschweig
- Tini Reichardt, social worker
- Julia Rozek, social worker
- Susanne Schmedt, Braunschweig
- Dr.Christian Gaedt, Wolfenbüttel
- Karin Kelz, Hamburg
- DKP Bremen-Nord
- Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg
- Ursula Stöger, München
- Holger Burner, Musiker
- Dipl.Kfm. Axel Köhler-Schnura, Vorstand ethecon - Stiftung Ethik & ökonomie,
Düsseldorf
- Marie Orquin, Berlin
- Seyed Daniel Amir Ahyaz, Berlin
- Anna Schmitt, Berlin
- Alexandra Bebeuek, Berlin
- Andreas Behrendt, Berlin
- Michael Philips, Berlin
- Jürgen Buchholz, Bad Sooden-Allendorf
- Inga Bennecke, Ziegenhagen
- Adrian Baumert, Berlin
- Silke Baum, Berlin
- Martin Gaube, Berlin
- Elke Hahn (GEW Bayern), München
- Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV)
- Unsere Zeit (UZ), Zeitung der DKP
- Antifaschistisches Aktionsbündnis (AAB), Nürnberg
- Banda Sinistra, Erlangen
- FAU-IAA, Nürnberg
- Nürnberger Mumia-Bündnis
- Nürnberger Bündnis für Güler Zere und die pol. Gefangenen in der Türkei
- Nürnberger Sozialforum
- Organisierte Autonomie (OA), Nürnberg
- SDAJ Franken
- Speak Netzwerk
- Maria and Dr. Josef Winiger, Kaltental
- Hannes Henjes
- rote hilfe des revolutionären aufbau schweiz und kommission für eine rhi
- Thomas Trüten, Mitglied IG Metall VKL FESTO AG & Co KG, Esslingen, IG Metall Delegiertenversammlung Esslingen
- Stadtkommune Alla Hopp, Bremen
- NoLager Bremen
- Esther Bejarano, Shoa-Überlebende, Vorsitzende des Auschwitz-Komitess in der BRD e.V., Künstlerin, Hamburg
- Peggy Parnass, Shoa-Überlebende, Autorin, Mitherausgeberin von Mumias erstem Buch "...aus der Todeszelle", Hamburg
- Tim Engels, Düsseldorf
- Taina Gärtner, Bü 90 / Die Grünen, Mitglied der BVV Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
- Ariane Müller, Krankenschwester, Bassum
- Ökologische Linke, BundessprecherInnenrat
- Antiquariat Leseratte, Bassum
- Sozialforum Fürth
- Walter Kaufmann, Schriftsteller
- Einstellungsbündnis Berlin
- Anarchist Black Cross (ABC), Berlin
- I.v.I. (Interessenvertretung Inhaftierter)
- NaturFreunde Berlin, OG Adelante
- Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands e.V.
- Marxistischer Forum
- VVN/BdA - Kreisvereinigung Wuppertal
- Liesel Bauer, Dormagen
- Annette Groth, MdB, Menschenrechtspolitische Sprecherin Fraktion DIE LINKE
- Jan van Aken, stellv. Fraktionsvorsitzender Fraktion DIE LINKE
- DIE LINKE Berlin, BO Schillerpark
- DIE LINKE Berlin, BO Ostwind
- Rote Hilfe Ortsgruppe Mainz
- Pauline Ponzelar
- Gaby Küppers, DIE LINKE.Hessen, Kreisverband Giessen, RH-OG-Giessen
- Maria Petzsch
- Ursula Krause
- Brigitte Oftner, Komitee Austria "Free The Five"
- Andreas Krüger
- Stefan Mutt, Bitxidenda
- Ramina Katzor
- Raffael Schöberl, Kommunistische Jugend Oberösterreichs (KJÖ OÖ)
- Nadine Veilauer, KJÖ
- Dr. Carola Schramm, Berlin
Bundesweite Infotour 2009
Hier geht es zu den Terminen
Kein Sommerloch im Kampf für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal!
Seit 27 Jahren bereits sitzt der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA). Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz –
der vorsitzende Richter verweigerte ihm das Geld für die Verteidigung und nannte ihn einen Nigger, der Staatsanwalt wählte sich eine Jury, die fast nur aus konservativen Weissen bestand und zeichneten dann vom Angeklagten das Bild eines eiskalten, linksradikalen Killers. In diesem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der völlig chancenlose ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt. Die lebensfeindlichen Haftbedingungen im Todestrakt haben Mumia jedoch weder gebrochen noch zum Schweigen gebracht. Auch aus der Todeszelle gibt er nicht auf und schreibt gegen die Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Gesellschaft. Er kämpfte in all den Jahren nicht nur für seine Freiheit, sondern setzt sich unermüdlich ein - für die "im Namen Gottes" zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Aus gutem Grund ist Mumia deshalb auch als "Voice of the voiceless" (Stimme der Stimmlosen) bekannt. Mumias Fall ist beispielhaft für Tausende.
Jetzt ist Mumias Leben erneut bedroht. Anfang April 2009 zeigte das höchste Gericht erneut, was in den USA
bereits bei vielen als "Mumia-Ausnahme" bekannt ist : jedes geltende Recht wird umgedeutet oder einfach ignoriert, wenn es der Absicht der Justiz und Politik im Weg ist, Mumia dafür zu töten, dass er nicht klein bei gibt. Nach Aussagen seines Anwalts R. Bryan befindet sich Mumia in der lebensgefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981.
Mumia hat stets seine Unschuld beteuert: Alle möglichen rechtlichen Schritte werden von seinem Anwaltsteam ausgeschöpft um ihn vor der Hinrichtung zu retten. Doch unabhängig von der juristischen Lage haben Mumia selbst , seine Verteidigung wie auch die weltweiten Unterstützer_innen immer wieder klar gesagt, dass politische Verfahren eben nicht nur im Gerichtssaal, sondern vor allem auf der Strasse zu gewinnen sind. Schon zweimal haben weltweite Proteste die angeordnete Hinrichtung verhindern können (1995 und 1999) - nur eine breite internationale Protest- und Solidaritätsbewegung wird es auch diesmal fertig bringen können, dass der geplante staatliche Mord nicht durchgeführt werden kann.
Für Mumias Unterstützungsbewegung ergeben sich daraus folgende Schlüsse:
Für Mumias Unterstützungsbewegung ergeben sich daraus folgende Schlüsse:Es gilt jetzt erneut Mumias Leben zu retten und einem jederzeit möglichen Hinrichtungsbefehl entgegenzuarbeiten. Erste Mobilisierungen laufen bereits, es gibt aber auch Fragen, die sich alle selbst stellen können und sollten:
Wie weit möchten sich die vielen Interessierten an dem Fall selbst einbringen?
Es gibt zahlreiche Vorschläge wie Mumia individuell geholfen werden kann.
Aber wir brauchen gemeinsame starke Proteste, sollte die rassistische US-Justiz es wagen, die Todesstrafe gegen Mumia erneut in Kraft zu setzen.
Nur wissen wir, dass eine solche Mobilisierung die Unterstützung und Beteiligung von vielen tausend Menschen benötigt. Darüber und über konkrete Handlungsoptionen soll es bei der Veranstaltung hauptsächlich gehen.
Auf der Infotour werden wir über Mumias aktuelle Situation im Kampf um seine Freiheit und sein Leben berichten, aber auch die gesellschaftlichen Motive benennen, die für das Schicksal der derzeit 2,3 Millionen Gefangenen in den USA verantwortlich sind.
Weitere Themen sind die Auswirkungen der Sklaverei, der Zwangsarbeit, der sog. Gefängnisreformen und des tief verwurzelten Rassismus in den USA. Besonderes Augenmerk wird dabei auf dem gefängnisindustriellen Komplex sowie der pausenlos angewandten Todesstrafe liegen.
Es werden Ausschnitte aus dem Film: "In Prison My Whole Life" als Ergänzung gezeigt.
Kein Staat hat das Recht Gefangene zu ermorden!
Informiert Euch und andere, werdet laut, werdet aktiv - Achtet auf Ankündigungen!
Wie können wir gemeinsam den angedrohten Justizmord verhindern?
Welche Erfahrungen und Unterschiede gibt es zu früheren Abschnitten im Kampf um Mumias Leben und Freiheit?
Darüber und auch praktische Schritte wollen wir mit Euch im Anschluss diskutieren.
SOLIDARITÄT IST EINE WAFFE!
Nutzen wir sie!
Die Infotour wird gemeinsam von der Roten Hilfe e.V. und dem Berliner FREE MUMIA Bündnis durchgeführt.
Mumia-Infotour Flyer zum Download
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Für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal - Juni 2009
Lasst uns Mumias drohende Hinrichtung im Vorfeld verhindern!
Seit über 27 Jahren sitzt Mumia Abu-Jamal in den USA in der Todeszelle. Verurteilt für einen Polizistenmord, der ihm unter geschoben wurde, um ihn zum Schweigen zu bringen.
Der afroamerikanische Aktivist kämpft seit seiner frühesten Jugend - damals als Pressesprecher der Black Panther Party - und bis heute als freier Journalist - gegen Rassismus, Polizeigewalt und Krieg. Vor allem die katastrophalen Auswirkungen herrschender Politik auf die Leidtragenden derselben stehen immer in seinem Fokus. Seine sog. "Waffen" dabei sind die Schreibmaschine und das Mikrofon. In seinen viel beachteten Radio- und Zeitungskolumnen setzt sich Mumia stets für alle die ein, welche selbst kein Gehör in der medialen Öffentlichkeit erhalten. Schon Ende der 70iger Jahre erhielt Mumia neben journalistischen Auszeichnungen den Ehrennamen "The Voice Of The Voiceless" - die Stimme der Unterdrückten.
Seine Verurteilung 1982 war eine Farce. Der Staatsanwalt siebte systematische schwarze Geschworene heraus, präsentierte manipulierte sowie frei erfundene Beweise und unterdrückte entlastendes Material. Ein offen rassistisch agierender Richter sorgte dafür, dass sämtliche Verstösse gegen die verfassungsmässigen Rechte des Angeklagten durchkamen. Seit diesem Verfahren, dass laut Amnesty International "einen Bruch internationaler Mindeststandards fairer Verfahren" darstellt, kämpft Mumia um ein neues Verfahren und seine Freiheit.
Im April diesen Jahres verweigerte das Höchste Gericht der USA mit nur zwei Worten das geforderte neue Verfahren: "Antrag abgelehnt". Es ist eine so offen politische Entscheidung, dass sich das Gericht nicht einmal traut, eine Begründung zu veröffentlichen. Diese würde ihnen auch schwer fallen, da selbst sie in vergleichbaren Anträgen früher auf neue Verfahren entschieden hatten, zuletzt 2008. Das Rassismus in juristischen Verfahren damit erneut zum Verfassungsgut in den USA erhoben wird, kann in Zukunft auch Auswirkungen auf viele andere Gefangene haben.
Aber dieses Gericht hat noch weitere Planungen für Mumia Abu-Jamal. Bereits im März 2009 berieten sie über den Antrag der Staatsanwalt, Mumia jetzt ohne weitere Prüfung hinrichten zu lassen. Eine Entscheidung darüber kann jederzeit kommen.
Mumia Abu-Jamals Leben ist 2009 in grosser Gefahr. 1995 und 1999 konnten bereits angesetzte Hinrichtungen dank massiver weltweiter Proteste verhindert werden. Dieses Mal werden die Behörden darauf achten, zwischen Todesurteil und Hinrichtungstermin nur wenige Tage Zeit einzuplanen, um so den Protesten zuvorzukommen.
Daher rufen wir euch alle auf, darüber nachzudenken, was ihr tun werdet, falls das Todesurteil gegen Mumia rechtskräftig wird!
Tragt euch in die e-mail Alarmliste des Berliner FREE MUMIA Bündnis ein!
Bereitet Aktionen vor! Schafft Öffentlichkeit!
Für Fragen und Materialien wendet euch ans Berliner FREE MUMIA-Bündnis.
Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
Abschaffung der Todesstrafe – weltweit!
Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
im HdD
Greifswalderstr. 4
10405 Berlin
www.mumia-hoerbuch.de
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Kommt zum FREE MUMIA Block am 1. Mai 2009
Kottbusser Tor, 18 Uhr, Berlin-Kreuzberg
Seit über 27 Jahren sitzt Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener in den USA im Todestrakt.
Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz - der vorsitzende
Richter verweigerte ihm das Geld für die Verteidigung und nannte ihn einen Nigger, der Staatsanwalt wählte sich eine Jury, die fast nur aus konservativen Weissen bestand und zeichnete ihnen dann vom Angeklagten das Bild eines eiskalten, linksradikalen Killers. Schuldig, Todesurteil.
Die lebensvernichtenden Haftbedingungen im Todestrakt haben Mumia seitdem weder gebrochen noch zum Schweigen gebracht. Trotz 22 stündigem Einzeleinschluss auf 6qm ohne Tageslicht, trotz kompletter Kontaktsperre, trotz Post- und Literaturzensur, schreibt Mumia seine messerscharfen wöchentliche Analysen der bestehenden Verhältnisse und verleiht in seinen Büchern all denen eine Stimme, die in den USA zu den Entrechteten gehören, - inzwischen über einem Drittel der Gesellschaft.
"Ich schreibe, um zu leben", nannte er schon 1995 sein zweites Buch.
Anfang April 2009 zeigte das höchste Gericht der USA erneut, was in den USA bei vielen bereits als "Mumia-Ausnahme" bekannt ist: jedes geltende Recht wird umgedeutet oder einfach ignoriert, wenn es der Absicht der Justiz im Weg ist, Mumia dafür zu bestrafen, dass er nicht klein beigibt.
Sein Antrag auf ein neues Verfahren wurde am 3. April 2009 beraten. Nur 3 Tage später stand die Antwort auf der Webseite des Supreme Court. Ganze zwei Worte: Antrag abgelehnt.
Sobald diese Entscheidung rechtskräftig ist, gibt es für Mumia keine Chance mehr, jemals auf juristischen Weg freizukommen.
Zum ersten Mal seit 2001 droht ihm nun die erneute Gefahr einer Hinrichtung- das hat die Staatsanwaltschaft beantragt. Das Gericht zieht die Ermordung von Mumia ernsthaft in Betracht.
Wir wissen um den Rassismus in der US-Justiz, wo Arme und Schwarze so gut wie keine Möglichkeit der Verteidigung besitzen.
Wir wissen um den Industriellen Gefängniskomplex, der es ermöglicht, über 2,3 Millionen Menschen mit extrem langen Strafen in Zwangsarbeit auszubeuten. Kein anderer Staat der Welt sperrt so viele Menschen ein !
Weil wir das wissen, und weil wir ähnliches auch hier beobachten können, gilt unsere Solidarität all denen, die in den USA Widerstand dagegen leisten:
Den Aktivist_innen aus den FREE MUMIA Gruppen in New York, Philadelphia, Pittsburgh, New Mexico, San Francisco, Oakland oder auch im benachbarten Mexico und Kanada - den Gruppen wie die Campaign Against The Death Penalty und anderen Menschenrechts- und Gefangenenorganisationen sowie allen, die sich für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Ausbeutung einsetzen.
Wir rufen euch alle auf:
Geht am 1. Mai auf der Strasse!
Kommt zum FREE MUMIA-Block!
Zeigt den politisch Verantwortlichen, dass wir Mumia und seinen langen Kampf um Freiheit gegen Rassismus und staatliche Repression nicht vergessen haben.
Last uns gemeinsam mit vielen anderen der US-Justiz und dem Establishment klarmachen, dass sie Mumia nicht umbringen können!
Bereitet euch auf einen möglichen Hinrichtungsbefehl vor! Sollte sie es wagen, einen solchen zu veröffentlichen, wird in der Berliner US-Botschaft kein "business as usual" mehr möglich sein.
Kein Staat hat das Recht, Gefangene zu ermorden.
Kommt zum FREE MUMIA Block am 1. Mai 2009
Abschaffung der Todesstrafe - weltweit!
FREE MUMIA!
Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal
Unterschreibt für Mumia
Unterstützt wird dieser Aufruf von:
- Rote Hilfe Bundesvorstand
- Hausplenum KÖPI 137
- Heidelberger Netzwerk gegen die Todesstrafe
- Doktor Seltsam
- Rote Hilfe e.V. OG Königs Wusterhausen
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Mumias Antrag auf neues Verfahren ohne Begründung abgelehnt
Todesstrafenantrag weiterhin offen
Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal,
es ist jetzt eine lebensbedrohliche Situation für Mumia Abu-jamal eingetreten:
mehr Infos...
Erste Vorschläge:
Bezieht Mumias Situation und seine Forderung nach Freiheit in eure derzeit laufende Arbeit mit ein. Haltet Kurzredebeiträge bei allen Demos, Veranstaltungen etc. Wer Hintergrundinfos etc. haben möchte, kann sich einfach per e-mail beim Berliner FREE MUMIA Bündnis melden:
Unterschreibt und verbreitet die Petition an den US Supreme Court weiter. Zahlreiche Unterschriften können helfen, den Antrag der Verteidigung auf nochmalige Anhörung zu unterstützen.
Petition
Schreibt Mumia in den Knast. Das ist jetzt wichtiger denn je.
Details...
Besorgt euch den Film "In Prison My Whole Life" und führt ihn öffentlich vor:
anna.schiff@t-online.de.
Ausserdem gibt es Aufkleber, Postkarten, Plakate etc. über
www.rote-hilfe.de,
www.rote-hilfe.de,
oder
.
Im Berliner Raum sind bereits folgende Termine in Vorbereitung:
1. Mai 2009: Kommt zum FREE MUMIA Block um 18 Uhr auf die Revolutionäre 1. Mai Demonstration!
Bereitet auch selbst Transparente etc. vor.
5. Mai 2009: Veranstaltung im Filmkino Babylon Mitte: "Ich schreibe, um zu leben"
Schriftsteller und Journalisten lesen von und über Mumia Abu-Jamal
anschliessend Live Musik von MFA Kera, Götz Steeger (Rotes Haus) u.a.
Die Gewinne des Abends sind für Verteidigung und Kampagnenkosten für Mumias Freiheit bestimmt.
Höchstes US-Gericht lehnt Mumias Antrag ab
Anfang Woche wurde bekannt, dass der US Suprme Court den Antrag von Mumia Abu-Jamal auf ein neues Verfahren abgelehnt hat.
Der parallel laufende Antrag der Staatsanwaltschaft von Pennsylvania auf die Wiedereinsetzung des Hinrichtungsbefehls gegen Mumia vor dem selben Gericht ist noch nicht entschieden.
Wie die Nachrichtenagenturen AP, AFP und Reuters seit einigen Stunden melden, ist Mumia Abu-Jamals Antrag auf ein neues Verfahren wg. Rassismus bei der Juryauswahl in seiner ursprünglichen Verurteilung 1982 heute vom höchsten Gericht der USA abgelehnt worden. Am letzten Freitag, dem 3. April 2009 hatte
das vollständige Gericht in nicht öffentlicher Sitzung über seinen Antrag beraten.
Heute wurde die Ablehnung veröffentlicht.
Gleichzeitig ist in der vor zwei Wochen am 20. März 2009 stattgefunden nicht öffentlichen Sitzung über den Todesstrafenantrag gegen Mumia noch keine Entscheidung bekannt geworden.
In einer ersten Stellungnahme sagte ein Sprecher von Mumia-Solidaritätsgruppen: "Mumia Abu-Jamal sagte erst vor kurzem, dass diejenigen Gefangenen in den USA, die sich für andere Gefangene z.B. als "jailhouse lawyers" einsetzen, statisistisch diejenigen sind, welche die härtetsten Repressalien zu erwarten haben und ihre eigenen Fälle nie gewinnen, auch wenn die Rechtslage eindeutig für sie spricht.
Mit der kurzen und knappen Entscheidung hat das höchste US-amerikanische Gericht deutlich gemacht, was es über den Rassismus im Handeln der US-Justiz zu tun gedenkt - nichts. Verwundert uns das?
Nein, nicht wirklich. Schliesslich hat bisher jedes vorherige Gericht Mumias Recht auf ein neues Verfahren ignoriert. Es ist allen Beteiligten völlig klar, dass es keine Jury-sicheren Beweise gegen Mumia mehr gibt. Aber darum geht es den Gerichten nicht.
Wir sagen seit Jahren, dass es auf öffentlichen Druck ankommt. Ohne diesen wäre Mumia in den 90igern hingerichtet worden, und nun wird es sich zeigen, wieviel davon wir 2009 entwickeln können, um sein Leben zu retten. Denn eines ist klar: noch nie war er in so grosser Gefahr wie in diesem Augenblick.
1995 und 1999 gab es trotz der angesetzten Hinrichtungstermine noch offene juristische Möglichkeiten. Diese sind momentan nicht in Sicht. Aber eine Entscheidung über die Hinrichtung oder Lebenslänglich im Knast ist zumindest öffentlich noch nicht gefallen. Eine geplante Hinrichtung ist mit dem heutigen Tag ein grosses Stück näher gerückt."
Schreibt Mumia Abu-Jamal
Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan hat bei seinen Berlinbesuchen wiederholt gesagt, dass Mumia
im Augenblick viel geholfen wäre, wenn Unterstützer_innen ihm verstärkt schreiben.
Erstens freut sich Mumia riesig über Briefe und Postkarten in seiner 6 qm Todestraktzelle.
Zwar kann er viele nicht beantworten, da seine Portokosten sehr gering sind. Aber es ist ihm eine
enorme moralische Stütze, wenn er merkt, dass sein Fall immer noch bekannt ist und er trotz
Isolationshaft nicht vergessen wurde.
Und zweitens ist diese Post ein grosser Schutz für ihn. Zeigt er doch der Zensurbehörde,
die sämtliche Post liest und auch dem Gericht und der Staatsanwaltschaft übermittelt, dass
sie unter Beobachtung stehen. Das kann Einfluss auf die weiteren juristischen Entwicklungen haben.
Im jetzigen Stadium können Briefe daher wirklich helfen. Eine kleine Hilfe, wie ihr einem
euch persönlich unbekannten Gefangenen schreiben könnt, bietet der
Artikel des Anarchist Black Cross (ABC),
oder hier als pdf-Datei...
Hier Mumias Adresse:
Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA
Denkt daran, dass jede/r Brief/Postkarte einen Absender benötigt, da es sonst dem
Gefangenen nicht ausgehändigt wird.
Ihr könnt z.B. die folgende Karte, ausschneiden und an Mumia schicken:
Postkarte an Mumia Vorderseite

Postkarte an Mumia Rückseite

Write to Mumia Abu-Jamal
Mumia's Lead attourney Robert R. Bryan told us several times that it would be a
great support to write to Mumia in his prison cell.
Mumia's adress:
Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA
First of all Mumia really enjoys receiving post in his 6 square metres of cell in the death
row. He can't answer most but it means a huge moral support for him - to see he is not forgotten
despite his isolation.
Furthermore post means protection for him. The censors and the court see that they are under
international observation. This can have an effect on actual decisions.
You could use the postcards provided by the Berlin Coalition To Free Mumia Abu-Jamal.
If you didn't get one with this flyer contact us on
Please keep in mind that every letter or postcard needs a sender's adress. Without
that post will not be delivered to Mumia.
Escríbe a Mumia Abu-Jamal
El abogado principal de Mumia Robert R. Bryan ha dicho varias veces durante sus visitas en
berlin que seria una grande ayuda para Mumia si le escribimos reforzadamente
La dirección de Mumia:
Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA
En primer lugar Mumia se alegra muchisimo cuando recibe cartas o postales en su celda de
pena de muerte que mide 6 metros cuadrados. El no puede contestar a las cartas porque tiene
poco dinero pero para el es un enorme apoyo moralmente saber que su caso todavia es conocido
- y el en prisión aislado no ha sido olvidado.
En Segundo lugar el correo es una gran protección para Mumia. El censor, el juzgado
y la fiscalía notan que estan bajo observación internacional. Esto puede influenciar las
decisiones actuales.
Podeis utllizar las postales de la "coalición de Berlin para liberar Mumia
Abu-Jamal". Si no hay una postal junto a a este informe contacta a

Por favor recuerda que cada correo necesita la dirección del remitente.
Sin está el correo no sera entregado a Mumia.
Spendenaufruf in eigener Sache
Freiheit für Mumia Abu-Jamal! ... kostet auch Geld 2007
Die Kampagne für die Freiheit von Mumia und für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit kostet eine Menge Geld. Spenden helfen uns und können an folgendes Konto unter dem Stichwort/Verwendungszweck "Freiheit für Mumia" überwiesen werden:
Mumia Abu-Jamal e.V.
Sparkasse Heidelberg
Konto-Nr. 9081798
BLZ 67250020
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