![]()
Home |
|
|||
FREE MUMIA RundbriefHier werden die monatlichen FREE MUMIA Rundbriefe veröffentlicht. Diesen regelmässig Rundbrief
könnt ihr abonnieren, indem ihr eine leere Mail mit dem Betreff "FREE MUMIA Rundbriefe - Eintrag"
an diese Mailadresse sendet:
Diese Rundbriefe werden von Hand erstellt und verschickt. Ihr müsst somit keine Angst haben, dass ihr vollgespamt werdet. Wenn du den Rundbrief weiterleiten oder veröffentlichen möchtest, freut uns das. Falls du ihn nicht mehr bekommen möchtest, sende einfach eine leere E-mail mit Betreff
"Keinen Rundbrief mehr" an diese Mailadresse:
2013
Mai 2013Hallo, wir wünschen allen Leser_innen einen erfolgreichen und inspirierenden 1. Mai. Hier kommen aktuelle Nachrichten aus der Free Mumia Bewegung. Während im April in den USA viele unterschiedliche Aktivitäten zur Unterstützung von Mumia (neue Petitionsvorbereitungen, Demo, Infoveranstaltungen)stattfanden, meldete sich Mumia selbst u.a. mit einer Grussbotschaft an die Antifaschistischen Aktionen und den Revolutionären 1. Mai in Berlin zu Wort: Auf Prison Radio sprach Mumia im April über den Gefängnisalltages anlässlich seines Geburtstages am 24. April 2013. Er verdeutlichte die Forderung der Gefangenen in den USA, die komplette Rechtlosigkeit und Masseninhaftierung zu überwinden und fordert uns auf, an dieser Bewegung teilzunehmen: Ebenfalls im April sprach er mit dem Filmdirektor Steven Vittoria über die Blockaden der F.O.P. gegen den us-weiten Kinofilm "Long Distance Revolutionary - A Journey With Mumia Abu-Jamal", die in Newark mutmasslich zu einer Absetzung des Filmes führten. (Video) Director Stephen Vittoria talks with Mumia Abu-Jamal on the "Newark Situation" (16.04.2013 – engl) (Mehr hier...) Trotz aller Versuche, seinen Fall aus der Öffentlichkeit zu halten, scheint momentan genau das Gegenteil in den USA zu geschehen. In der unteren Presseauswahl sind nur einige Beispiele aufgelistet. Am 3. Mai 2013 startet der Film in Mumias Geburtstadt Philadelphia (Mehr hier...) Trotz der positiven Meldungen im Kampf gegen die Todesstrafe in den USA finden noch regelmässig Hinrichtungen statt. Der Bundesstaat Mississippi plant den Afroamerikaner Willie Manning am 7. Mai für einen nie bewiesenen Doppelmord hinzurichten, obwohl es keinerlei physische Beweise gibt. Einen vom Gefangenen geforderten DNA-Test verweigern die Behörden. Bitte unterstützt Willie Manning und das Innocence Project, diese Hinrichtung zu verhindern:
(Mehr hier...)
Die Kritik am Lebensgrundlagen zerstörenden Neo-Liberalismus und den damit einhergehenden Puplic Private Partnerships wird in den USA nach wie vor heftig formuliert. Dabei scheint die Gefängnisindustrie und die damit verbundene Masseninhaftierung das deutlichste Beispiel aus der ungebrochenen Kontinuität von kolonialer Interessensvertretung und fortgeführter Sklaverei zu sein, wie der Autor und Journalist Chris Hedges vor kurzem auf einem Besuch in der BRD ausführte: "Der Staatsstreich der Konzerne: Die USA auf dem Weg in eine neofeudale Gesellschaft" (Hier...) Auch die bundesdeutsche FREE MUMIA Bewegung möchte alle Leser_innen um praktische Unterstützung bitten. Für eine grosse FREE MUMIA Aktion im kommenden Sommer brauchen wir eine Kreidelinien Maschine, wie sie oft auf Sportplätzen eingesetzt wird -Beispiel
weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom April 2013Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten aus der Free Mumia Bewegung. Am 24. April hat Mumia Abu-Jamal seinen 59. Geburtstag - zum 32. Mal wird er diesen in Gefangenschaft verbringen. Bitte schreibt ihm bald Karten und Briefe, denn die Post dauert trotz erleichterter Haftbedingungen (er ist jetzt auf "Sicherheitsstufe 3") noch immer eine gute Woche, bis er sie erhält. Die Adresse und weitere nützliche Hinweise findet ihr hier: Mumia selbst hat auf Prison Radio ein neues Projekt begonnen. Seit diesem Jahr nimmt er auch Beiträge in spanischer Sprache auf, wie hier über den Tod von Hugo Chavez: Alle Beiträge von Mumia im Original auf Prison Radio: Neue Petition: Entgegen aller Befürchtungen schläft die Solidaritätsbewegung für Mumia Abu-Jamal nach der Umwandlung seines Todesurteils nicht ein. Im Gegenteil - zum ersten Mal seit Jahren wächst sie wieder kontinuierlich, alte und neue Kräfte arbeiten seit Monaten auf international vernetzten Video-Konferenzen zusammen. Das Motto der neuen Kampagne: Bring Mumia Home! Das Geburtstagsgeschenk für den Gefangenen, der seit 31 Jahren im Gefängnis sitzt, ist eine neue Petition, die erstmals seine Freilassung fordert. Die Petition wird mit vielen Erstunterzeichnern am 24. April online gehen. Wir werden berichten! Long Distance Revolutionary: Erstmals läuft ein Film über Mumia Abu-Jamal in den Kinos - seit zwei Monaten tourt Stephen Vittorias "Long Distance Revolutionary - A Journey with Mumia Abu-Jamal" durch die USA. Nach der Premiere im New Yorker Kinofestival Stadtteil Tribeca war er zwei ganze Wochen lang ausverkauft, ebenso in Los Angeles, Chicago und Philadelphia. Der Film legt erstmals den Schwerpunkt nicht auf den skandalösen Unrechtsfall, sondern beschreibt auf dem Hintergrund der fortwährenden Geschichte des Rassismus der Vereinigten Staaten Mumias Fähigkeiten als kritischer Radio-Journalist und Autor. Viele Schnitte, viele verschiedene Menschen, die ihn unterstützen, und viele Ausschnitte aus Interviews mit Mumia vor und während seiner Zeit im Todestrakt. (http://www.mumia-themovie.com/) Wir arbeiten daran, diesen Film auch bald hier in den Kinos zu zeigen. Alle Berliner Leser*innen möchten wir auf die Solidaritätsparty für die Free Mumia Kampagne am Samstag, den 27. April in der "K19" hinweisnen. Drei Tage nach Mumias Geburtstag treffen wir uns zum Austausch und feiern - und füllen die permanent benötigte Kampagnen-Kasse. Programm und Adresse weiter unten bei den "Terminen". Wir möchten in diesem Rundbrief gesondert auf die lebensbedrohliche Situation der Gefangenen Lynne Stewart aufmerksam machen. Im Alter von 72 Jahren verurteilte sie ein US Gericht zu 10 Jahren Haft, weil sie sich als Rechtsanwältin über Jahrzehnte hinweg in schwierigen und harten Prozessen für ihre Mandant*innen (u.a. Black Panthers und Weather Underground) eingesetzt hat. Verurteilt wurde sie unter dem "Patriot Act" für Geheimnisverrat, weil sie nach September 11 einen geheim festgehaltenen muslimischen Gefangenen fand und seine Vertretung übernahm. Kurz vor dieser Verurteilung aus politischer Rache erkrankte sie an Brustkrebs, der nach anfänglich positiver Therapie inzwischen voll ausgebrochen ist und unter den Haftbedingungen nicht behandelbar ist. In den USA fordern Tausende daher aus humanitären Gründen ihre Entlassung, was nach der Gefängnisverordnung auch möglich wäre, wenn es die Behörde selbst bei Gericht beantragt. Ihre Unterstützer*innen haben eine Online Petition eingerichtet: Schreibt Lynne Stewart und zeigt ihr und den Behörden, dass ihr ihre Freilassung fordert:
Lynne Stewart #53504-054 Weitere Infos in Widerstand gegen die Gefängnisindustrie entwickelt sich inzwischen auch ausserhalb der USA. Während in anderen Länder der EU bereits Erfahrungen mit staatlich-privaten Ausbeutung an Gefangenen bestehen, wächst das Bewusstsein darüber in der BRD nur langsam. Dabei deutet alles darauf hin, dass Konzerne und Regierung schon seit einigen Jahren im Begriff sind, die Entwicklung aus den USA zu übernehmen. Im Januar 2013 eröffnete ein weitere private Knastfabrik in Bremervörde (Mehr hier...), vor wenigen Tagen die JVA Heidering als Berliner Public Private Partnership. In Thüringen äussern sich jetzt erste Stimmen gegen den schon seit längerem praktizierten privaten Psychiatrischen Massregelvollzug, der das Bundesland ungefähr drei mal soviel koste wie vor der Privatisierung (Mehr hier...). Ebenfalls im März 2013 bestätigte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die grundsätzliche Rechtmässigkeit der sog. "Deals" zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Zwar wurden etliche Kontrollmechanismen eingefordert, um die Öffentlichkeit zu beruhigen, aber das kann nicht darüber hinweg täuschen, dass diese in Praxis direkt den "Plea Bargains" aus der US Justiz entlehnt ist. Sog. "Schuldhandel" hat dort bereits vor Jahrzehnten dazu geführt, dass es bei Anklagen nicht mehr um die Schuldfindung sondern lediglich um die Höhe der zu verhängenden Strafe geht. Ähnliches hat sich in den letzten Jahren auch in Spanien etabliert, wo es häufig nur noch zu postverschickten Strafaufforderungen und Haftbefehlen kommt, ohne dass überhaupt ein Prozess stattfindet. Diese Praxis von "Deals" ist einer Grundpfeiler für Masseninhaftierung von armen Menschen, die sich selbst keine qualifizierte Verteidigung leisten können. Die Free Mumia Bewegung weist aufgrund ihrer Erfahrungen mit dem US Justizsystem bereits seit Jahren auf diese Entwicklung hin. Seit 2011 haben wir zahlreiche Infoveranstaltungen speziell zu diesem Thema durch geführt und werden das auch weiterhin machen. Allerdings besteht inzwischen kein Zweifel mehr daran, dass die Gefängnisindustrie in der BRD Fuss gefasst hat und dass es aller Voraussicht nach auch hier eine stark zunehmende Kriminalisierung der Armut mit einhergehender Masseninhaftierung in naher Zukunft geben wird. Daher möchten wir alle Leser*innen bitten, sich selbst zu informieren (Mehr hier...) und uns bei der Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema zu unterstützen. Als 18. US Bundesstaat schaffte Maryland im März die Todesstrafe ab - auch wenn wir nicht müde werden, die fundamentale Ungerechtigkeit des gesamten auf Rassismus und Klassenzugehörigkeit basierenden Gerichtssystems in den USA zu betonen, ist dies eine positive Meldung. Neben den Lieferproblemen für Hinrichtungschemikalien und die offenbarenden Gesetzesentwürfe zur Rettung der Todesstrafe in Ohio (siehe letzter Rundbrief) ist dies eine sehr ermutigende Entwicklung. Solange der Druck aufrecht erhalten wird, besteht die realistische Möglichkeit, das staatliche Ermodern von Gefangenen in absehbarer Zeit in den USA und darüber hinaus endgültig zu beenden. Beeindruckend sind inzwischen die Erfolge gegen grosse Pharma-Konzerne, die sich endlich aus dem Geschäft mit der Todesstrafe zurück ziehen müssen. Mitte März kündigte einer der weltgrössten Pharma-Hersteller namens TEVA an, ähnlich wie Fresenius oder Lundbeck Abnehmer-Folge-Verträge zu entwerfen, um zu verhindern, dass das von ihnen hergestellte Propofol bei Hinrichtungen in den USA verwandt wird (Mehr hier...). Falls Leser*innen selbst Veranstaltungen über Mumia Abu-Jamal oder die Repression, Gefängnisindustrie und Todesstrafe organisieren möchten, hier einige Adressen für Referent*innen und/oder Einzelbeiträge in verschiedenen Regionen: Free Mumia Frankfurt Free Mumia Heidelberg & Netzwerk gegen die Todesstrafe Nürnberger Solidaritätsbündnis "Freiheit für Mumia Abu-Jamal" Free Mumia Berlin weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom März 2013Hallo, hier kommen aktuelle Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung. In den USA koordinieren sich immer mehr Menschen zu einer gemeinsamen Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal. Ein erster Schritt ist die gross angelegte Verbreitung des Filmes "Long Distance Revolutionary - A Journey With Mumia Abu-Jamal", weitere sollen folgen (siehe dazu die verlinkten Artikel in "Meldungen aus der Bewegung".) Es wurden auch einige internationale Arbeitsgruppen gegründet, die versuchen wollen, die kontinuierliche Unterstützungsarbeit in verschiedenen Ländern effektiver zu verbinden. Wir gehen davon aus, dass sich 2013 noch viele Möglichkeiten ergeben werden, an denen wir uns zusammen für Mumias Freiheit einsetzen werden können. Mehr dazu im April Rundbrief. In den vergangenen Rundbriefen berichteten wir im Zusammenhang mit der Dan Berger Rundreise verstärkt über die Masseninhaftierung und weit praktizierte Isolationshaft in den USA. Auffällig ist derzeit, dass die Obama Administration nicht nur permanent letzte Reste von Bürgerrechten abschafft, sondern sich auch bemüht, jüngeren Erfolgen der "De-Haftierungsbewegung" zu entgegnen. Erst im Dezember 2012 hatte der US Bundesstaat Illinois auf starken öffentlichen Druck hin ein "Super-Max Gefängnis" in Tamms geschlossen, in dem Gefangene extremer Isolationshaft unterworfen waren. Zusätzlich kündigte Senatoren der Demokratischen Partei an, eine Reduzierung der Gefangenenzahlen unter Isolationshaftbedingungen anzustreben. Nun wurde bekannt, dass die Föderale Regierung ein "Super-Max Gefängnis" mit Isolationshaft für ca. 1600 Gefangene in Illinois eröffnen wird (Mehr hier...). In den USA haben viele Bundesstaaten mit der Todesstrafe weiterhin Schwierigkeiten, auf legalem Weg Chemikalien für das Ermorden von Gefangenen zu beschaffen, weil inzwischen viele Folgeregelungen über die Abgabe pharmazeutischer Produkte greifen, die einen Einsatz für Hinrichtungen offiziell ausschliessen. Das ist unmittelbar auf die Aktivitäten der europäischen Anti-Todesstrafen-Bewegung zurück zu führen, da die verschiedenen Gefängnisbehörden seit 2010 versucht hatten, ihren Bedarf an tödlichen Präparaten aus der EU zu decken. Seit dem dieser Weg geschlossen zu sein scheint, geraten einzelne Henker_innen unter Druck. So läuft in Georgia am 1. März die Haltbarkeit von Pentobarbital ab, auf das die Gefängnisbehörden im Sommer 2012 als "Single Drug Solution" umgestiegen waren. In der letzten Februar Woche brachten sie noch den Gefangenen Andrew Cook um. Nun können dort vorübergehend keine weiteren Hinrichtungen angesetzt werden (siehe unten). Aus ähnlichen Problemen der Beschaffung von Präparaten fordern Ohios Gefängnisbehörden nun eine gesetzliche Regelung, die Apotheken in die Produktion von Hinrichtungsgiften involvieren soll. Das wäre neben der Beteiligung von Ärzten an Hinrichtungen in einigen Bundesstaaten ein weiterer Tabu-Bruch in der Human Medizin ("Ohio wants doctors to assist with executions"). Arkansas ebnete seiner Gefängnisbehörde am 20. Februar den Weg zur Wiederaufnahme der Hinrichtungen, indem es ihnen gesetzlich freistellte, mit welchem Präparat sie Gefangene in Zukunft umbringen wollen (Mehr hier...). Am 18. März ist erneut der Tag der Politischen Gefangenen. Natürlich gilt unsere Solidarität allen Gefangenen, die sich organisieren und für ihre Rechte hinter Gittern und zusammen mit Bewegungen draussen kämpfen. Gerade die Bemühungen gegen die Hinrichtung von Troy Davis und so vielen anderen hat das sicherlich deutlich gemacht. Da die politische Repression aber in vielen sog. "Rechtsstaaten" und darüber hinaus seit jeher die Grundlage von gesellschaftlicher Akzeptanz von drakonischen Strafen und Rechtsbrüchen gegenüber Gefangenen ganz allgemein war und ist, möchten wir den politischen Gefangenen am 18. März unsere gesteigerte Aufmerksamkeit widmen. Ein sich kontinuierlich erweiterndes Projekt ist das "Postamt für Gefangene" (Mehr hier...) dass sowohl Briefe von Gefangenen veröffentlicht als auch zahlreiche Informationen zu einzelnen Gefangenen samt Adresse und Solidaritäts-Kontakten bereit stellt. So oft es uns möglich ist, bauen wir dieses "Postamt" derzeit auch in der "analogen Welt" auf. Natürlich gibt es rund um den 18. März 2013 bundesweit viele Veranstaltungen. Unten haben wir einige für Berlin gelistet. Die Rote Hilfe e.V. hat eine Webseite eingerichtet, auf der ihr dazu weitere bundesweite Informationen finden könnt: (Mehr hier...) weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom Februar 2013Hallo, hier kommen aktuelle Meldungen aus der FREE MUMIA Bewegung. Während Mumia Abu-Jamal sich in den letzten Monaten sehr stark durch eigene Beiträge an zahlreichen politischen Veranstaltungen in verschiedenen Ländern beteiligt hat, rückt die Logik der US Masseninhaftierung und Todesstrafe auch hier immer stärker in ein kritisches Bewusstsein. Ähnlich wie Mumia selbst sind knapp 2,5 Millionen Menschen in den USA inhaftiert und ohne grundlegende Menschenrechte einem industrialisierten Gefängnisregime unterworfen, dass Profite aus dem massenhaften Wegsperren armer und marginalisierter Teile der Bevölkerung zieht. Wir freuen uns, dass nach bereits mehrfacher Ankündigung nun endlich Mumias Buch "Jailhouse Lawyers – Knastanwälte - Strafgefangene im Kampf gegen die Vereinigten Staaten von Amerika" in deutscher Übersetzung im UNRAST Verlag erschienen ist. Erste Stimmen und alle Informationen dazu
hier... Zeitgleich eröffnet in diesen Tagen ein neuer Kino-Film über Mumia Abu-Jamal in den USA: Long Distance Revolutionary - A Journey With Mumia Abu-Jamal.
(mehr hier...) Im Januar 2013 luden wir den Anti-Knast-Aktivisten Dan Berger aus den USA ein. Er sprach zuerst auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz und im Anschluss auf einer kleinen Tour und gab einen Einblick in die militante Geschichte politischer Gefangener, ihrer Bewegungen und die Gefängnisse in den USA. Zentraler Punkt seines Beitrages als auch von vier politischen Gefangenen, die ihn dabei schriftlich ergänzten, war die Absicht, moderne und zugleich an den Grundsätzen von Black Power orientierte Antworten gegen die Masseninhaftierung in den USA zu finden. Er stellte die seit zwei Jahren in verschiedenen Regionen entstandene Kampagne zur "Dehaftierung" vor. Alle originalen und übersetzten Beiträge zur Tour mit Dan Berger, Sundiata Acoli, David Gilbert, Oscar Lopez Rivera und Mumia Abu-Jamal findet ihr hier... In drei Diskussionen (Stuttgart, Frankfurt Am Main und Hamburg) verglichen das Publikum und er die unterschiedlichen aber auch oft überraschend ähnlichen Erfahrungen im Umgang mit staatlicher Repression auf beiden Seiten des Atlantiks. Einigkeit bestand in der Einschätzung, eine zukünftige Masseninhaftierung in der BRD und EU nur unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus den USA vermeiden zu können. Ein ausführlicher Bericht sowie verschiedene Videos von der Tour findet ihr in den "Meldungen aus der Bewegung" weiter unten. Der Blog zur Tour mit Dan Berger wird inzwischen fortgesetzt und bietet weitere Materialien zur historischen Auseinandersetzung: mehr hier... Auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar 2013 in Berlin führten wir u.a. auch ein "Postamt für Gefangene" durch, welches nun online fortgesetzt wird. Ihr könnt dort zahlreiche Infos zu kämpfenden Gefangenen und nach und nach auch unsere Korrespondenz mit ihnen finden. Es gibt dort verschiedene PDF-Dateien als Kopiervorlagen für Flyer und natürlich alle Adressen zu den jeweiligen Gefangenen, damit ihr ihnen selbst schreiben könnt. Zur Zeit sind dort hauptsächlich Gefangene aus den USA gelistet, aber das Projekt wird nach und nach erweitert werden - FREE THEM ALL! mehr hier... Unseren regelmässigen Überblick über politische Repression haben wir diesmal nicht in den Rundbrief aufgenommen, weil er ansonsten jeden vertretbaren Rahmen gesprengt hätte. Wir empfehlen allen Leser_innen, sich die beiden dt-sprachigen Indymedia Seiten anzuschauen, auf denen viele Berichte, z.B. über die fortgesetzten Justizskandale gegen Antifaschist_innen in Sachsen, die Morde an den kurdischen Aktivistinnen in Paris, Repression gegen Antirassisten z.B. in Holland und die massenhaften Inhaftierungen in der Türkei gegen Mitglieder von Grup Yorum u.v.a. mehr berichtet wird: mehr hier... http://de.indymedia.org/ und mehr hier... https://linksunten.indymedia.org/ Es ist eindeutig, dass staatliche Repression derzeit massiv in das Leben vieler Menschen auch in diesem Land eingreift, die sich gegen die stetig fortschreitende Verschlechterung der Lebensbedingungen und Rassismus auf verschiedenen Ebenen wehren. Erfreulicherweise ergreifen inzwischen jedoch deutlich mehr Menschen Initiative gegen Repression - mit gemeinsamer Solidarität können wir diese Angriffe ins Leere laufen lassen, wie bereits manche Erfahrungen zeigen. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom Januar 2013Hallo, hier kommen aktuelle Meldungen für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Insbesondere die Leser_innen in und um Hamburg, Stuttgart, Frankfurt Am Main und Berlin möchten wir auf die in wenigen Tagen beginnende Rundreise zu Politischen Gefangenen in den USA und ihrer militanten Geschichte mit dem US Autoren Dan Berger einladen http://dragons.blogsport.de (siehe dazu auch weiter unten „Termine“). Mumia Abu-Jamal und drei weitere politische Gefangene, nämlich Oscar Lopez Rivera, David Gilbert und Sundiata Acoli werden mit eigenen Beiträge an diesen Veranstaltungen teilnehmen. Neben der politischen Repression liegt auch die derzeitige Masseninhaftierung in den USA im Fokus. Vielen Dank an Teilnehmer_innen und tatkräftigen Unterstützer_innen der Berliner Veranstaltungsreihe zu „Repression und Widerstand in den USA“. Zwischen November und Dezember 2012 fanden fünf Film- und Infoabende statt, an denen wir über die Geschichte der Bürgerrechts- und Black Power Bewegung, den Gefängnisindustriellen Komplex, die Todesstrafe sowie politische Repression und Gefangene berichteten. Die Abende im Neuköllner Stadtteil Laden Lunte waren gut besucht und es ergaben sich einige sehr interessante Diskussionen. Teilweise sind die Skripte der Vorträge bereits Online und können hier bei Interesse nachgelesen werden: Während die Anwendung der Todesstrafe in den USA 2012 weiter gesunken ist, hat allein der US Bundesstaat Texas 15 der insgesamt 43 staatlich sanktionierten Morde durchgeführt. (Hier klicken...). In den Bundesstaaten Virginia, North Carolina, South Carolina, Alabama, Missouri, Louisiana und Georgia gab es 2012 keine Hinrichtungen, was für den Süden der USA bemerkenswert ist. Auch in Kalifornien ist trotz des knapp verloren gegangenen Referendums über die Todesstrafe vorerst nicht mit einer Wiederaufnahme der Hinrichtungen zu rechnen (Hier klicken...). Texas beabsichtigt bereits im Januar das Ermorden von Gefangenen fort zu setzen, wobei die Kontroversen um die einzelnen Fälle der Gefangenen kaum geringer sind als im gerade vergangenen Jahr (z.B. bei. Preston Hughes III). Am 29. Januar ist die Hinrichtung von Kimberly Mc Carthy (Hier klicken...). und am 27. Februar von Larry Ray Swearingen (Hier klicken...). angesetzt. Lasst uns den Widerstand gegen das staatliche Morden 2013 intensivieren! Sollte die Todesstrafe in den USA endgültig abgeschafft werden, werden nicht über 3000 Gefangene dort sondern weitere ca. 15.000 weltweit davon profitieren. Ohne die USA kann sich keine Regierung mehr auf das angeblich "demokratisch legitimierte" Ermorden von Gefangenen berufen. Als das Magdeburger Landgericht im Dezember 2012 das Verfahren um die Todesursache von Oury Jalloh beendete, ohne seinen Tod im Dessauer Polizeigewahrsam 2005 aufzuklären, waren viele Menschen wütend über die rassistische Ignoranz, mit der sich bundesdeutsche Behörden immer wieder schützend vor tödliche Polizeigewalt stellen (Hier klicken...). Wir kennen dieses Gefühl der Wut über institutionellen Rassismus sehr gut. Wir verstehen, warum die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh an dieser Stelle nicht aufgibt und weiterhin für Aufklärung und Gerechtigkeit kämpft. Kraft und starkes Durchhaltevermögen haben sie selbst schon über viele Jahre bewiesen. Bitte unterstützt sie bei der Spendensammlung für ein unabhängiges Brandgutachten (Hier klicken...). Am 8. Todestag von Oury Jalloh findet in Dessau eine Demonstration in Gedenken an seinen gewaltsamen Tod im dortigen Polizeigewahrsam statt. Fahrt bitte alle am Montag, den 7. Januar 2013 um 13 Uhr zum Dessauer Hauptbahnhof (Hier klicken...). weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom Dezember 2012Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten aus der Free Mumia Bewegung. Am 9. Dezember 1981 schoss der Polizist Daniel Faulkner den afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal auf offener Strasse in Philadelphia nieder, nachdem er zuvor bereits Mumias Bruder in einer rassistisch motivierten Kontrolle brutal zusammen geschlagen hatte. Faulkner wurde darauf hin ebenfalls erschossen. Mumia überlebte den Lungendurchschuss und wurde später beschuldigt, den Beamten Faulkner ermordet zu haben, obwohl der Polizei bekannt war, dass der Tatverlauf ein völlig anderer war. Zeugen wurden unter Druck gesetzt und z.T. erfolgreich manipuliert, entlastende Beweise unterschlagen sowie andere frei erfunden. Im Sommer 1982 überzeugte ein auf Verfassungsbrüche spezialisierter Staatsanwalt zusammen mit einem politisch als äusserst rechts geltenden Richter die Jury, Mumia Abu-Jamal zum Tode zu verurteilen. Bis heute hat sich keine Instanz der US Justiz getraut, ein neues Verfahren einzuleiten. Am 9. Dezember 2012 jährt sich nun Mumia Abu-Jamals Inhaftierung zum 31. Mal. Vor knapp einem Jahr mussten die Behörden endgültig das Todesurteil gegen ihn fallen lassen. Eine bereits Jahrzehnte anhaltende Solidaritätsbewegung hatte den nötigen öffentlichen Druck aufbauen können, um diesen Justizmord zu verhindern. In derselben Zeit wurden jedoch über 1200 weitere Gefangene in den USA hingerichtet und Tausende aus politischen Gründen mit ähnlichen Methoden wie Mumia inhaftiert. Derzeit sind in den USA knapp 2,5 Millionen Menschen inhaftiert – die allermeisten aufgrund ihrer Hautfarbe und Armut, die sie zum Ziel von Polizei- und Behördenwillkür macht. Die Bemühungen und letztendlich die erfolgreiche Verhinderung der Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal haben die Todesstrafe in den USA insgesamt in Frage gestellt. Die Durchsetzung der Freiheit von Mumia würde das Licht auf die grundlegenden Probleme der Justiz und letztendlich der Gesellschaft werfen, die natürlich auch in vielen anderen Ländern auf der Welt existieren: Rassismus und Klassenjustiz. In der BRD koordinieren sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen seit Herbst 2010 in einer Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal: www.freiheit-fuer-mumia.de Schaut bitte auf die Webseite und überlegt euch mal, wie ihr diese Kampagne (regelmässiger) unterstützen könnt. Die Berliner Film- und Veranstaltungsreihe über Repression und Widerstand in den USA hat bereits im November begonnen und wird im Dezember an drei weiteren Abenden fortgesetzt. Die bisherigen Veranstaltungen waren gut besucht und ergaben einen interessanten Austausch. Alle Details für die kommenden Abende dieser Reihe findet ihr in der Terminauflistung weiter unten. Besonders haben wir uns über Mumias Beitrag gefreut, der alle einlädt, an dieser Reihe teilzunehmen: Hier... Silvester wird es in verschiedenen Städten Demonstrationen gegen Gefängnisse und in Solidarität mit Gefangenen geben. Dafür haben wir unten einige Termine und Links aufgeführt. Im Januar 2013 wird uns Dan Berger aus den USA besuchen, um ausführlich über die Masseninhaftierung und politische Gefangene in den USA zu berichten. Er wird in Berlin, Stuttgart, Frankfurt Am Main und Hamburg reden. Die Gefangenen Mumia Abu-Jamal, Sundiata Acoli (BLA), David Gilbert (WU) und Oscar Lopez Rivera (Puerto-Rikanische Befreiungsbewegung) werden eigenen Beiträge zum Thema beisteuern. Alle Informationen zu den Vorträgen findet ihr hier http://dragons.blogsport.de/ Free Mumia, Free Them All! weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom November 2012Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten aus der FREE MUMIA Bewegung. Im vergangenen Monat setzten französische Mumia Unterstützer_innen ein deutliches Zeichen. Die Stadt Bobigny benannte eine Strasse nach ihm: Rue Mumia Abu-Jamal. Bereits seit 1999 ist Mumia dort Ehrenbürger, genau wie in Paris. Im Jahre 2004 benannte der französische Ort St Denis ebenfalls eine Strasse nach Mumia. Der Gedanke, etwas ähnliches in diesem Land zu initiieren, liegt nahe. Potsdam ist übrigens die Partnerstadt von Bobigny, Berlin die von Paris. Im November und Dezember werden verschiedene Info- und Filmveranstaltungen im Bundesgebiet stattfinden, z.B. über deutschsprachige Neuerscheinungen einiger von Mumias Büchern, über die Gefängnisindustrie, Masseninhaftierung und Todesstrafe in den USA oder über die politische Repression und den Widerstand dagegen. (mehr dazu unter "Termine"). Wir freuen uns sehr, dass der UNRAST Verlag in Zusammenarbeit mit Bewegungsaktivist_innen Mumias Buch "Jailhouse Lawyers – Knastanwälte, Strafgefangene im Kampf gegen die Vereinigten Staaten von Amerika" herausbringt. Alle Arbeiten sind abgeschlossen und das Buch wird bald erscheinen (Mehr hier...) Im Januar 2013 wird der US Autor Dan Berger zuerst über politische Gefangene und die Masseninhaftierung in den USA auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz sprechen. Danach gehen einige aus der FREE MUMIA Bewegung mit ihm auf eine kleine Tour nach Stuttgart, Frankfurt a.M. und Hamburg. Mumia, Sundiata Acoli (ehemals Black Liberation Army, in Haft seit 1973) und David Gilbert (ehemals Weather Underground, in Haft seit 1981) haben angekündigt, eigene Beiträge zu den Veranstaltungen beizusteuern. Wer bei der Mobilisierung helfen möchte, kann bei uns Material bestellen: Mumia selbst arbeitet derzeit an einem neuen Buch, was er in einem Interview vor kurzem erwähnte (siehe "Neuere Aufnahmen mit Mumia Abu-Jamal" weiter unten). Die im Oktober angekündigte Rezension zu "Veronica & The Case of Mumia Abu-Jamal" ist leider noch nicht fertig gestellt und wird hier an späterer Stelle verlinkt. Das Buch hat jetzt bereits eine Interseite. Die Todesstrafe in den USA ist derzeit so unbeliebt wie noch nie seit ihrer Wiedereinführung 1976. Während einige Bundesstaaten dem Rechnung getragen haben, indem sie sie entweder ganz abgeschafft haben oder zumindest ein Moratorium verhängt haben, versuchen andere, das Ende des staatlichen Mordens noch weiter hinaus zu zögern. Besondere Beachtung fällt dabei auf Texas, die aufgrund von Versorgungsengpässen ohne Gesetzgebung, medizinische Untersuchung oder öffentliche Transparenz auf die "Ein-Medikamenten-Methode" umgeschwenkt sind. Damit wäre wohl auch das letzte Argument vom angeblich "humanen" Sterben entkräftet – die Todesstrafe ist nichts anderes als ein staatliches Terrorinstrument, um dem armen Teil der Bevölkerung seinen Platz zuzuweisen. In diesem Zusammenhang möchten wir alle Leser_innen bitten, sich in den nächsten Tagen verstärkt für das Leben von Preston Hughes III einzusetzen – sein Hinrichtungstermin in Texas ist für den 15. November 2012 angesetzt (Mehr hier...) Während in Kalifornien am 6. November auch über die Abschaffung der Todesstrafe abgestimmt wird, erklingt gleichzeitig Kritik an der "anderen Todesstrafe" – Lebenslänglich ohne Bewährung. Zurecht weisen gerade Todestraktgefangene darauf hin, dass die rassistische und auf persönlichem Reichtum basierende Justiz der USA das Hauptproblem für die meisten lebenslänglichen oder Todesurteile sind (Mehr hier...). Sollten sie, wie in der jetzigen Abstimmung vorgesehen als Alternative alle ihre Rechte auf Berufung und neue Verfahren verlieren, wäre das Unrecht nur vergrössert anstatt "reformiert". Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass nach dem Vorbild der USA auch in diesem Land an dem Aufbau einer Gefängnisindustrie gearbeitet wird. Hin und wieder scheint diese Einführung jedoch noch zu stocken, wie dieses jüngste Beispiel aus Berlin zeigt: (Mehr hier...). Auch in diesem Rundbrief möchten wir wieder auf Kämpfe von Gefangenen hinweisen. Wir hoffen, dass verschiedene Leser_innen diese Informationen weiter verbreiten und die Gefangenen in ihrem Widerstand unterstützen werden (siehe dazu "Solidarität mit Gefangenen" weiter unten). Besonders möchten wir euch im November und Dezember dazu aufrufen, an den (noch?) Präsidenten Obama mit der Aufforderung zu einer Begnadigung für Leonard Peltier zu schreiben. Alle notwendigen Details... weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.) Viele Grüsse vom Oktober 2012Hallo, hier kommen aktuelle Meldungen aus der Kampagne für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Am 14. September trafen sich ca. 2100 Menschen in der New Yorker Riverside Church, um über die Masseninhaftierung, den Gefängnisindustriellen Komplex und die politischen Gefangenen in den USA zu sprechen. Unter den Redner_innen waren u.a. Angela Y. Davis (Anti-Gefängnisaktivistin und Autorin), Cornel West (Autor und Aktivist), Michelle Alexander (Autorin und Aktivistin), Marc Lamont Hill (Journalist und Aktivist), Juan E. Mendez (UN-Sonderberichterstatter über Folter), Pam Africa (Unterstützerin von Mumia Abu-Jamal), Soffiyah Elijah (Aktivistin), Jazz Hayden ("Cop- Watch" Aktivist) und Mumia Abu Jamal (politischer Gefangener, Aktivist und Autor) per Telefon. In einem sehr inspirierenden Austausch beschrieben die Redner_innen den Zusammenhang zwischen den verschiedenen repressiven Bereichen der US Gesellschaft und entwickelten eine Perspektive nach grundsätzlicher Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse, in deren Zentrum sie den Aufbau einer Bewegung gegen die Masseninhaftierung und für die Freiheit der politischen Gefangenen sehen. Die Veranstaltung wurde auf Video aufgezeichnet. In der ersten Hälfte der Veranstaltung gab es viele kulturelle Beiträge. Es gab auch sehr informative Beiträge über die Gefängnisindustrie und Isolationshaft. Diese beginnen ab 1:09:10. Mumia Abu-Jamal hatte eine Rede vorbereitet, die in der Aufzeichnung um 1:41:40 beginnt, in der er auf die Masseninhaftierung, speziell auf die häufig praktizierte Isolationshaft mit ihrer grassierenden Gewalt gegen Gefangene eingeht und eindrücklich alle Zuhörenden aufruft, sich für die Freiheit aller Gefangenen einzusetzen. Direkt danach rief er aus dem SCI Mahanoy Gefängnis an und sprach begleitet von technischen Problemen mit Marc Lamont Hill und dem Publikum. Er beschrieb die persönlich erlebten Auswirkungen von Isolationshaft-Folter und betonte die Wirkungslosigkeit von Reformen am Beispiel der Geschichte des US Gefängnissystems seit dem Massaker im Attica Gefängnis 1971. Er motivierte das Publikum, revolutionäre Fragen zu stellen und auch zu beantworten. Die Podiumsdiskussion mit den oben bereits erwähnten Redner_innen beginnt dann ab 2:19:00. End Mass Incarceration Event 09/14/12, Riverside Church, NYC (14.09.2012 - engl) Die deutsche Veröffentlichung von Mumias Buch "Jailhouse Lawyers" ist nun für
November 2012 angekündigt: "Veronica und der Fall Mumia Abu-Jamal" - viele Leser_innen und Leser verfolgen Mumias
Fall bereits seit vielen Jahren und denken vermutlich, dass sie kaum noch etwas im Zusammenhang mit
den "Ermittlungs"- Methoden der Polizei in diesem Zusammenhang überraschen
könnte. Beinahe drei Jahrzehnten tauchten immer wieder Beweise über Manipulationen,
Tatortverfälschungen und unter Gewalt erpressten Falschaussagen auf. Trotzdem weigert sich die
Justiz in Pennsylvania bis heute, das Verfahren gegen den afro-amerikanischen Journalisten neu
aufzurollen. Valerie Jones, die jüngere Schwester der im Dezember 2008 verstorbenen Veronica
Jones veröffentlichte nun aber doch einen bisher unbekannten Teil der Geschichte, der Mumia vor
30 Jahren in den Todestrakt und ihrer Schwester ein Leben voller Belastung und Angst brachte, dem sie
sich, so gut es ihr möglich war, widersetzte. In dem Buch sind z.T. überraschende
Erkenntnisse enthalten. In den kommenden Wochen ist eine deutschsprachige Besprechung
angekündigt, die wir selbstverständlich dann im Rundbrief verlinken werden. Wer das Buch im
Original lesen möchte, kann es hier erhalten: Am 6. Oktober 2012 findet in San Rafael in Kalifornien die Weltpremiere eines neuen Films über Mumia Abu-Jamal auf dem 35. Mill Valley Film Festival statt: Vom 20. November bis zum 18. Dezember 2012 veranstaltet das Berliner Free Mumia Bündnis eine Film- und Inforeihe über Widerstand und Repression in den USA (detaillierte Termin-Infos siehe unten). Es wird an verschiedenen Abenden um die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung, Black Power, den Gefängnisindustriellen Komplex, die politischen Langzeitgefangenen wie z.B. Mumia Abu-Jamal und die Todesstrafe gehen. Einen besonderen Abend wollen wir dem Indigenen Widerstand und der aktuellen Situation von Leonard Peltier einräumen, wo es kurz nach den US Wahlen besonders auf unsere verstärkte Aufmerksamkeit ankommen wird. Alle Veranstaltungen finden im Stadtteilladen Lunte, Weisestr. 53 in 12049 Berlin Neukölln (U8 Boddinstr) statt. Wer für die Ankündigung Plakate und Flyer haben möchte, möge sich bitte unter info@mumia-hoerbuch.de melden. Der Fall von Mumia Abu-Jamal füllt inzwischen bereits ganze Bücherregale. Hier eine aktuelle Auflistung von Büchern, Filmen und CDs von und über Mumia: Hier... Wir haben bereits verschiedentlich darauf hingewiesen, dass die Arbeit in der FREE MUMIA Kampagne eine Menge Geld kostet. Wir wissen, dass die allermeisten nicht viel davon haben. In den letzten Jahren konnten wir die Öffentlichkeitsarbeit hauptsächlich deshalb halbwegs kontinuierlich finanzieren, weil einige Unterstützer_innen regelmässig kleine Summen überwiesen haben. Die Kosten sind allerdings aufgrund verstärkter Initiativen und stark gestiegener Materialnachfrage ebenfalls gewachsen. Falls es Leser_innen möglich ist, würden wir uns sehr über kleine (und gerne auch grosse) Spenden für die Kampagne freuen. Die Konto-Details sind: Mumia Abu-Jamal e.V. Kennwort: FREE MUMIA! Das Web-Radio Flora interviewte im September dem Schauspieler und Gewerkschaftler Rolf Becker, u.a. über seinen Besuch bei Mumia Abu-Jamal 2009 - damals noch im Todestrakt vom SCI Greene (Hier...) Auch in diesem Land wehren sich viele Menschen gegen politische Repression, Kriminalisierung und Inhaftierung. Vom 5. bis 7. Oktober finden in Dresden "Anti-Knast-Tage" statt. Nähere Infos dazu weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Falls Du diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchtest, schreib einfach eine leere Mail mit der Betreffzeile "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Viele Grüsse vom September 2012Hallo, hier aktuelle Nachrichten aus der FREE MUMIA Bewegung. In der dritten Augustwoche wurde bekannt, dass Richterin Judy Dembe unter Ausschluss von Mumia und der Öffentlichkeit versucht hat, seine endgültige Verurteilung zu Lebenslänglich ohne Bewährung zu ertricksen, obwohl Mumia das Recht hat, an der dafür notwendigen Anhörung teilzunehmen. Weder er noch seine Verteidigung wurden über die anstehende Entscheidung informiert. Mumias Rechtsangelegenheiten wurden bereits seit Jahrzehnten unter seinem gültigen Namen Mumia Abu-Jamal von den Gerichten geführt. In der Justizbehörde Philadelphias wurde im August ein Schreiben unter Verwendung von Mumias früherem Namen Wesley Cook hinterlegt, was rechtskräftig geworden wäre, wenn er nicht innerhalb von 10 Tagen Widerspruch dagegen eingereicht hätte. Die in Pittsburgh, PA ansässige Human Rights Coalition, die auch zu den Unterstützer_innen von Mumia zählt, hat die öffentlichen Akten in Philadelphia untersucht. So konnte Mumia rechtzeitig am letzten Tag der Frist Widerspruch einlegen, um weiterhin die Möglichkeit zu haben, sowohl gegen seine lebenslängliche Inhaftierung als auch gegen die knapp 30 Jahre erlittene Isolationshaft (10 davon nach der ersten bundesrichterlichen Festsstellung, dass sein Todesurteil verfassungswidrig war) zu protestieren. Journalist Linn Washington berichtete am 24. August: "The Secret Scheme To Sabotage Abu-Jamal's Appeal Rights" (mehr hier...). Unterstützer_innen von Mumia fassten die Situation in einem Video direkt nach Eingabe des Widerspruchs am 23. August zusammen: (mehr hier...). weitere Reaktionen aus Philadelphia sind in diesem Beitrag von PRISON RADIO vom 26. August zu hören: (mehr hier...). deutschsprachige Pressemeldungen zu diesen Vorgängen stehen weiter unter (siehe dazu "Presse"). Nach diesem wiederholten Betrugsversuch der Justiz möchten wir alle erneut bitten, Mumia zu schreiben.
Grosse Mengen an Post werden diesen Jurist_innen in Erinnerung rufen, dass sie unter weltweiter Beobachtung
stehen. Sie werden mit ihrer seit Jahrzehnten praktizierten Lynch- und Wegsperrpraxis nicht mehr durchkommen -
weder gegen Mumia Abu-Jamal noch die 2,5 Millionen Inhaftierten der Gefängnisindustrie der USA. Mumias
Adresse und weitere Details zum Schreiben
finden sich hier. Im Oktober bringt der UNRAST Verlag die deutsche Übersetzung von "Jailhouse Lawyers" raus, in dem der inhaftierte Autor Mumia Abu-Jamal den selbstorganisierten, juristischen Widerstand zehntausender Gefangener in den USA beschreibt. Mehr hier... Zum Jahreswechsel wird ein neuer Film Premiere haben: "Long Distance Revolutionary - A Journey with Mumia Abu-Jamal" www.mumia-themovie.com In näherer Zukunft mehr dazu. Am 14. September mobilisiert die FREE MUMIA Bewegung der USA gemeinsam mit anderen Gegner_innen der Masseninhaftierung in die New Yorker Riverside Church. Neben der Freilassung von Langzeitgefangenen wie Mumia Abu-Jamal soll es dort um Wege gehen, die Masseninhaftierung in den USA zu beenden (Mehr hier...). Es wird dabei auch um die in zehntausenden von Fällen und z.T. über Jahrzehnte angewandte Isolationshaft gehen, die in der US Öffentlichkeit immer stärker in die Kritik gerät (sie auch unten unter "Solidarität mit Gefangenen"). Erst vor wenigen Wochen beging ein Gefangener im kalifornischen Pelican Bay Gefängnis Selbstmord, weil er die fortgesetzte Isolationsfolter nicht mehr aushalten konnte (Mehr hier...). Seit langem wird gefordert, das berüchtigte Attica Gefängnis endlich zu schliessen. In dem Hochsicherheitsgefängnis kam es am 9. September 1971 zu einem Aufstand von über 1000 Gefangenen, die mit der Geiselnahme einiger Wärter versuchten, die brutalen Haftbedingungen zu lockern. Nach vier Tagen entschied der damalige Gouverneur des Bundesstaates New York eine militärische Niederschlagung des Aufstandes, was 32 Gefangene und 10 Wärter mit ihrem Leben bezahlten. 80 weitere Gefangene wurden schwer verletzt und alle Überlebenden waren in der Folgezeit Folter und schweren Repressalien seitens der Wachmannschaften ausgesetzt. Attica ist seitdem zum Synonym für ein hartes Durchgreifen des Staates gegen jegliche Form von Widerstand seitens der Gefangenen geworden. Die seit einigen Jahren bewusst gewaltfrei geführten Hungerstreiks und massiven Arbeitsverweigerungen in us-amerikanischen Gefängnisfabriken sind eine direkte Folge der Erfahrungen von Attica. Ein entscheidender Auslöser für den Aufstand 1971 war auch die Ermordung des inhaftierten Black Panther Aktivisten George Jackson, der nur wenige Tage zuvor im kalifornischen St. Quentin Gefängnis von Beamten ermordet worden war. Es dauerte fast 30 Jahre, bis den Angehörigen der Verstorbenen und den Verletzten aus Attica eine finanzielle Entschädigung zugesprochen wurde. Der Staat New York erklärte sich zur Zahlung von acht Millionen Dollar bereit. Es mag für Beobachter_innen aus Europa merkwürdig klingen, die Auseinandersetzung mit dem strafenden Staat ausgerechnet an dieser Stelle zu suchen – schliesslich gab und gibt es regelmässig ermordete Bürger_innen und Bürger, z.B. seit Jahresbeginn im Durchschnitt alle 40 Stunden durch Polizeigewalt (Mehr hier...) Dennoch steht der Aufstand von Attica für den Beginn des Widerstands der US Bevölkerung gegen die Masseninhaftierung, der aktuell knapp 2,5 Millionen Menschen (¼ aller Gefangenen weltweit) unterworfen sind. Die moderne Sklaverei kann überwunden werden und die Freilassung der Langzeitgefangenen in den USA ist überfällig. Der Teufelskreis aus Armut, dem staatlichen, sog. "Krieg gegen die Drogen" und der Masseninhaftierung wird durch den gesellschaftlich tief verwurzelten Rassismus und eine willfährige Klassenjustiz ermöglicht. Eine anschauliche englischsprachige Reportage dazu aus Baltimore: Fault Lines - Baltimore: Anatomy of an American City (August 23, 2012) (Mehr hier...) Als Vorausschau möchten wir auf zwei Veranstaltungsreihen hinweisen. Ab Mitte November bis kurz vor den Weihnachtsferien 2012 organisiert das Berliner FREE MUMIA Bündnis eine ausführliche Film- und Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Kinogruppe des Statteilladens Lunte in Berlin-Neukölln. Dort wird es zahlreiche Filme und Vorträge zu afroamerikanischem und indigenen Widerstand in den USA, der Gefängnisindustrie, Todesstrafe, politischer Repression und Gefangenen wie z.B. Mumia Abu-Jamal, Leonard Peltier u.a. geben. Im Januar 2013 besucht uns dann der US Autor Dan Berger aus Philaldephia, der zunächst auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin über die Masseninhaftierung und die politischen Gefangenen in den USA berichten wird und anschliessend eine kleine Infotour im Bundesgebiet über die Geschichte der Radikalen Linken in den USA und ihre bis heute offenen Fragen bestreitet. Zu beidem mehr im kommenden Rundbrief - wer Interesse an Mithilfe bei der Vorbereitung hat, kann sich gerne bei uns melden. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Falls Du diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchtest, schreib einfach eine leere Mail mit der Betreffzeile "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Viele Grüsse vom August 2012Hallo, hier aktuelle Nachrichten aus der FREE MUMIA Bewegung.
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Falls Du diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchtest, schreib einfach eine leere Mail mit der Betreffzeile "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Viele Grüsse vom Juli 2012Hallo, hier aktuelle Nachrichten aus der FREE MUMIA Bewegung. Nachdem der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal im Dezember 2011 endgültig die Auseinandersetzung um sein Leben gegen den Staat von Pennsylvania gewonnen hat, wurde er inzwischen in den Normalvollzug verlegt, wo er nach dem Willen der Justiz bis an sein Lebensende weiterhin inhaftiert bleiben soll. Dass, obwohl bis in die höchste juristische Instanz festgestellt wurde, dass das 1982 ausgesprochene Todesurteil gegen ihn verfassungswidrig war. Mumia ist bereits seit 1981 in Haft und muss sofort freigelassen werden. Natürlich ist er nicht der einzige, der in einem von Rassismus und Klassenjustiz geprägtem Verfahren seiner Freiheit beraubt wurde. Die Gefängnisindustrie der USA ist nicht nur die Fortsetzung der offiziell abgeschafften Sklaverei unter anderem Namen, sondern dient mehr und mehr auch als Vorbild in anderen Ländern, Gewinne aus dem Entrechten und Einsperren von Menschen zu machen. Gleichzeitig gibt es aber auch Fortschritte im Kampf gegen die Todesstrafe. Den USA kommt bei der Forderung nach weltweiter Ächtung des staatlichen Mordens eine Schlüsselrolle zu - sollte sie hier endgültig überwunden werden, können sich die Machthaber in Saudi-Arabien, China, dem Iran, Irak, Nigeria u.a. nicht mehr hinter dieser vermeintlich "demokratisch legitimierten" Praxis verstecken. Über diese Themen berichten wir im folgenden und begrüssen auch alle neu in diesem Rundbrief dazugekommenen, die wir auf den Infoständen und Veranstaltungen der vergangenen Wochen kennen gelernt haben. In Würzburg befinden sich mehrere Flüchtlinge aus dem Iran seit über 100 Tagen in einem Hungerstreik, um ihre Anerkennung auf politisches Asyl zu erkämpfen. Nachdem sie zunächst lediglich gefastet hatten, verweigern einige seit Ende Juni jegliche Aufnahme von Nahrung und Wasser, um sich gegen die rassistische Abschottung und die Verweigerung der Aufnahme zu wehren. Sie brauchen dringend öffentliche Unterstützung. Weitere Informationen befinden sich hier: http://gustreik.blogsport.eu/ Wer diesen Rundbrief selbst weiterleiten oder veröffentlichen möchte, hilft damit damit dem Kampf gegen die Todesstrafe und der Gefängnisindustrie sowie für die Freiheit politischer Gefangener wie Mumia Abu-Jamal. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über "Soziale" Netzwerke etc.). Falls Du diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchtest, schreib einfach eine leere Mail mit der Betreffzeile "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Viele Grüsse vom Juni 2012Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten aus der weltweiten Free Mumia Bewegung. Nachdem die Philadelphias Justiz im Dezember 2011 ihre Bestrebungen, Mumia Abu-Jamal hinzurichten, endgültig aufgegeben musste, geht es nun um die Freilassung des afroamerikanischen Journalisten. Im April gab es rund um Mumias 58. Geburtstag Solidaritätsaktionen und Demonstrationen in Nord- und Südamerika sowie Europa. Im vergangenen Rundbrief hatten wir euch bereits ausführliche Berichte zusammen gestellt. Diesmal gibt es noch einige Ergänzungen aus Mexiko und Brasilien sowie weitere Fotos und Videos aus den USA, Holland und der BRD. Für alle neuen Leserinnen und Leser dieses Rundbriefes empfehlen wir als Hintergrundartikel zu Mumias Fall "Mumia Abu-Jamal - 26 Jahre Kampf um Freiheit" (Mehr hier...). Natürlich sitzt Mumia nun schon über 30 Jahre in Haft, aber die dort beschriebenen Umstände seiner politisch motivierten Verurteilung haben leider bis heute Gültigkeit. Weitere nützliche Webseiten in deutscher Sprache sind die der bundesweiten Mumia-Freilassungskampagne und auf diesen Seiten. Im Kampf zur Abschaffung der Todesstrafe zeichnen sich neue Entwicklungen ab. In den USA - dem Schlüsselland in der Frage der weltweiten Ächtung der Todesstrafe - bemüht sich derzeit der Bundesstaat Missouri, eine komplett neue Hinrichtungsmethode zu etablieren, um die mit dem "3-Gifte-Cocktail" verbundenen logistischen und juristischen Schwierigkeiten zu umgehen. Wie die Londoner Menschenrechtsorganisation Reprieve Ende Mai meldete, möchte Missouri Gefangene demnächst mit dem Betäubungsmittel Propofol umbringen. (Mehr hier...). Propofol ist auch unter dem Namen Diprivan bekannt. Bereits in naher Zukunft seien neun Hinrichtungen in dem Bundesstaat damit geplant. Reprieve fordert alle Herstellerfirmen von Propofol auf, sicherzustellen, dass mit ihren Produkten keine Hinrichtungen durchgeführt werden. Nach Meldungen der Washington Post will auch der Bundesstaat Kentucky auf eine neue Methode umschwenken. Es ist aber noch unbekannt, wie diese aussehen wird
(Mehr hier...).
Aber es gibt auch Erfolge bei der Unterstützung von Gefangenen, die gegen ihre staatliche Ermordung kämpfen. Das 5. Bundesbezirksgericht der USA hat vor wenigen Wochen entschieden, dass der Fall des zum Tode verurteilten Rob Will zurück zum Bundesbezirksgerichtshof von Texas geht und erneut geprüft werden muss. Seine Verurteilung ist seit langer Zeit umstritten. Rob Will ist ein Aktivist der DEATH ROW INNERCOMMUNALIST VANGUARD ENGAGEMENT (D.R.I.V.E. - http://drivemovement.org/ ). Das ist ein Riesenschritt auf dem Weg, Rob Wills Leben zu retten und seine Freilassung durchzusetzen. Die FREE MUMIA Kampagne zieht während der Sommermonate auf die Festivals und Strassenfeste. Beinahe jede Woche gibt es Infotische, Redebeiträge und Filmvorführungen. Einige grössere Anlässe seht ihr unten in der Terminrubrik. Falls ihr selbst etwas organisieren möchtet und dabei Unterstützung (Filme, Plakate, Flyer, Texte) braucht, meldet euch einfach. Während der Sommerpause fahren viele von uns weg oder haben zumindest oft mehr Zeit für sich selbst. Weltweit sind die Ferienzeiten in Gefängnissen auch diejenigen, wo der Kontakt nach draussen am wenigsten hält. Wenn ihr in den nächsten Wochen Zeit habt, schreibt Mumia. Jede Karte, jeder Brief ist nicht nur interessant für Mumia selbst sondern gleichzeitig ein "amtlich dokumentierter Protest" gegen die fortgesetzte Inhaftierung. Gerade Post von ausserhalb der USA unterstreicht das öffentliche Interesse an seinem Fall. Nicht zuletzt haben die ab 2009 verstärkt einsetzenden Briefe und Karten den Behörden deutlich gemacht, dass sie Mumia nicht hinrichten konnten. Mumias derzeitige Adresse: Mumia Abu-Jamal Postkarten und weitere Informationen: weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (Blogs, "Soziale" Netzwerke etc.). Viele Grüsse vom Mai 2012Hallo, hier kommen aktuelle Meldungen aus der Free Mumia Kampagne. Im April gab es zahlreiche Proteste gegen die anhaltende Inhaftierung von Mumia Abu-Jamal. In den USA, Mexiko, den Niederlanden, UK, Frankreich und der Bundesrepublik trugen Menschen ihre Forderung nach Freilassung des afroamerikanischen Journalisten auf die Strasse. Noch sind nicht alle Demonstrationen online dokumentiert, aber sowohl in den "Meldungen aus der Bewegung" sowie der "Presseauswahl" (siehe weiter unten) finden sich zahlreiche Videos, Artikel und Fotostrecken. Das Berliner Free Mumia Bündnis möchte sich bei allen für die tatkräftige Unterstützung sowohl bei der Umzingelung der US Botschaft als auch bei der gemeinsamen Demonstration mit Harold Wilson, einem ehemaligen Mitgefangenen von Mumia Abu-Jamal, bedanken. Beide Aktionen haben sowohl hier als auch in den USA Reaktionen ausgelöst und die US Bewegung sehr motiviert, wie wir aus verschiedenen Nachrichten erfahren haben. In Washington DC demonstrierten an Mumias Geburtstag (24. April) mehrere Hundert zuerst vor dem US Justizministerium und später vor dem FBI. Gegen Abend blockierten Aktivist_innen, unter ihnen Mumias inzwischen 87 jährige Literaturagentin Francis Goldin das Weisse Haus. Genau wie Berlin und anderswo forderten sie nicht nur die Freilassung von Mumia Abu-Jamal, sondern auch ein Ende der Masseninhaftierung und Gefängnisindustrie und die Freiheit aller politischen Gefangenen sowie die Abschaffung der Todesstrafe und ein Ende der Abschiebungen von Flüchtlingen aus den USA. Föderale und lokale Polizei drängten einen Grossteil der Demonstration ab und nahmen schliesslich 28 Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal fest, liess sie allerdings am folgenden Tag wieder frei. Noch ist unklar, welche Anklagen gegen die Teilnehmer_innen der Solidaritätsaktion erhoben werden. In der "Presseauswahl" sind einige Videos davon zu sehen. Mumia selbst nahm im April mehrfach per Telefon an Veranstaltungen und einer Fernsehsendung teil. Seine Anwältin Judith Ritter kündigte weitere Schritte an, um nach der erfolgreíchen Abwehr der Todesstrafe ein neues Verfahren und endlich Mumias Freiheit durchzusetzen. Bereits Ende März 2012 hatte der Pennsylvania Supreme Court (PASC) einen älteren Antrag Mumias auf eine Berufung abgelehnt, was in Unterstützer_innenkreisen jedoch wenig Überraschung auslöste. Es ist in den letzten 30 Jahren hinlänglich dokumentiert worden, dass die Justiz in Pennsylvania keinerlei Interesse an einem fairen Umgang mit Mumia Abu-Jamal hat und letztendlich nur durch die weltweite Öffentlichkeit und Solidarität daran gehindert worden ist, ihn zu ermorden. So machte Verteidigerin Ritter in einem Fernsehinterview auf Democracy Now deutlich, dass es darum geht, juristisch erneut auf die föderale Ebene zu gelangen. Die jüngere Entwicklung in Mumias juristischem Fall zeigt erneut, dass es ohne massive Unterstützung aller derjenigen, die solidarisch sind, überhaupt nichts passiert. Mit dem Sommer zieht die Freilassungskampagne für Mumia auf die Strassenfeste und Festivals - einige Termine sind bereits weiter unten gelistet, weitere in Vorbereitung. Falls Leser_innen selbst aktiv werden wollen, könnt ihr uns gerne weiterhin um Plakate und Flyer anschreiben. Auch die Plakatserie über Mumia vor dem Hintergrund der Todesstrafe, Gefängnisindustrie, politischen Repression und dem institutionellem Rassismus ist noch lieferbar. Nach seiner Rückkehr in die USA rief der ehemalige Todeshäftling Harold Wilson in Berlin an und bedankte sich für die offene und freundliche Stimmung, mit der er von allen empfangen worden sei. Er sagte, dass das Interesse und die empfundene Solidarität ihm Kraft gäben, sich weiter für die Freiheit von Mumia und all der anderen ehemaligen Mitgefangenen sowie für die Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen. Mit grosser Freude und auch als Bestätigung der weltweiten Arbeit gegen die Todesstrafe vernahmen wir aus Connecticut die Abschaffung der Todesstrafe. Damit haben 17 US Bundesstaaten diese abgeschafft (Mehr hier...). In vier weiteren Bundesstaaten ist die Abschaffung der Todesstrafe noch in diesem Jahr möglich, u.a. in Kalifornien. Allerdings scheint der Strafdiskurs des strafenden Staates ungebrochen zu sein: obwohl die juristische und ethische Haltlosigkeit der Todesstrafe von immer mehr Institutionen in den USA anerkannt wird, scheint sich bis jetzt nichts an der grundsätzlichen Praxis der rassistischen Justiz zu ändern. Nach wie vor werden horrende Haftstrafen ausgesprochen, wenn die Angeklagten arm oder People Of Color sind. Anders als der beschuldigte Mörder von Tayvon Martin können sich viele Menschen in den USA keine Kaution oder gute Anwält_innen leisten und verbringen oft einen Grossteil ihres Lebens an den Fliessbändern der Gefängnisindustrie. Erstaunlich an George Zimmermann, der den unbewaffneten afroamerikanischen Teenager Trayvon Martin grundlos erschossen hat, ist nicht nur die Tatsache, dass er nicht in Untersuchungshaft ist, sondern auch die zahlreichen Spenden von Firmen (z.B. die Papierverarbeiter Koch Bros. Companies) und wohlhabenden Privatpersonen zu seiner Verteidigung - bis jetzt 204.000 US-$. (Solche Summen stehen z.B. nicht für die Verteidigung von Mumia Abu-Jamal zur Verfügung.) Die in vielen Bundesstaaten praktizierte Ersetzung der Todesstrafe mit "Lebenslänglich ohne Bewährung" (Life Without Parole - LWOP) wird von manchen Todesstrafengegner_innen nicht als "Alternative" sondern lediglich als Bankrotterklärung einer Gesellschaft angesehen, die jegliche Entwicklungsmöglichkeit von Gefangenen von vornherein aufgegeben hat. Bezeichnenderweise sind es in der Öffentlichkeit häufig die engen öffentlichen Haushaltslagen, die zu einem Umdenken in der Todesstrafe führen. Die Kritik an der häufig rassistischen und auf Klassenzugehörigkeit basierenden Justiz endet jedoch nicht damit, dass die Todesstrafe aus Kostengründen mit lebenslänglicher Inhaftierung ersetzt wird. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom April 2012Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten aus der Kampagne für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal und die Abschaffung der Todesstrafe. Falls du diesen Rundbrief weiter verbreitest, unterstützt uns das sehr. Der April 2012 steht ganz im Zeichen von Protesten für Mumias Freiheit. In den USA mobilisieren Gruppen zu einer Protestaktion in das Justizministerium in Washington für den 24. April, Mumias 58. Geburtstag (den er voraussichtlich zum 30.Mal in Haft verbringen wird). Zentrale Forerungen sind die sofortige Freilassung Mumias und ein Ende der Masseninhaftierungen in den USA (derzeit 2,5 Millionen Gefangene). Eine Delegation der französischen Solidaritätsbewegung wird an dieser Aktion teilnehmen. In den UK und Niederlanden wird es in dieser Zeit auch zu Protesten kommen, ebenso wie in der BRD. Alle Leser_innen dieses Rundbriefes sind aufgefordert, sich an den Protesten in der BRD zu beteiligen. Entweder durch die direkte Teilnahme am 7. (grosse Transparent Aktion) und 21. April (Demonstration) in Berlin (siehe auch unter TERMINE), oder aber durch Verbreitung von Informationen, Plakaten und Flugblättern. Im Rahmen des Berliner Ostermarsches wird am Samstag, den 7. April die US Botschaft mit einem 600 Meter langem Transparent eingekreist, in dem in vielen verschiedenen Sprachen die Freiheit von Mumia, ein Ende der modernen Sklaverei in Form der Gefängnisindustrie in den USA sowie die Abschaffung der Todesstrafe überall gefordert wird. Wir wollen den Solidaritätsgruppen in den USA damit viele Grüsse und starke Bilder für ihre Mobilisierung schicken und der US Regierung deutlich machen, dass es keine Ruhe geben wird, solange Mumia und Millionen anderer ihrer Freiheit in den USA beraubt sind. Der Ostermarsch beginnt um 12:00 Uhr am Potsdamer Platz. Am Samstag, den 21. April werden wir dann zusammen mit Mumias ehemaligen Mitgefangenen Harold Wilson durch das Berliner Zentrum demonstrieren. Harold Wilson kam 2005 frei, nach dem er mit Mumias Unterstützung über 10 Jahre aus dem Todestrakt heraus für ein Wiederaufnahmeverfahren gekämpft hatte. Er wird uns auf der Abschlusskundgebung etwas über den Rassismus in der US Justiz und Verfassung erzählen. Der Aufruf zur Demonstration am 21. April in Berlin steht hier als Kopiervorlage
zum Download bereit.
Es gibt noch einige Plakate für diese Demonstration. Bestellungen bitte an: E-Mail Für alle, die sog. "soziale Netzwerke" wie Facebook nutzen, gibt es eine stetig wachsende FREE MUMIA - NOW! Gruppe. Tretet dort ein, verbreitet sie weiter und findet selbst weitere Mitglieder, um einen möglichst grossen Informationsfluss aufzubauen: Hier... Vor wenigen Tagen legte Amnesty International ihren
Jahresbericht zur Todesstrafe 2011 vor.
So wurden 2011 in 20 Ländern Hinrichtungen durchgeführt. Das sei ein leichter Rückgang zum Vorjahr, wo noch 23 Ländern Hinrichtungen registriert wurden. 676 Hinrichtungen sind im letzten Jahr weltweit bekannt geworden. Das stellt einen Anstieg zum Vorjahr dar, der im wesentlichen auf die Praxis der Justiz im Iran, Irak und Saudi-Arabien zurück geführt wird. In der genannten Zahl seien keine Hinrichtungen in China berücksichtigt worden, da es dort zum einen keine offiziellen Angaben darüber gibt und zum anderen alleine dort mehr Berichte über Hinrichtungen vorliegen als im gesamten Rest der Welt. Fazit der Organisation: Schritt für Schritt nähert sich die Menschheit einer Welt ohne Todesstrafe. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom März 2012Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten aus der Free Mumia Bewegung: Das Interesse an der Freilassungskampagne ist entgegen anders lautenden Befürchtungen seit Mumias Verlegung aus dem Todestrakt in den letzten Monaten gewachsen. Viele scheinen zu verstehen, dass diese Auseinandersetzung gewonnen werden kann. Sobald Mumia Abu-Jamal freigelassen wird, wirft das automatisch große Öffentlichkeit auf die vielen politischen Langzeitgefangenen der USA, die z.T. schon seit den 1960igern inhaftiert sind. Lasst uns gemeinsam alles daran setzen, Mumia endlich zu befreien und die Todesstrafe, Gefängnisindustrie und die unerträgliche Praxis der Isolationshaft zu beenden. Mumia ist nach erfolgreichen Protesten im Normalvollzug angekommen (mehr hier...). Freunde von Mumia veröffentlichten inzwischen mehrfach Fotos von Besuchen im SCI Mahanoy, so z.B. auf der Webseite der New Yorker Free Mumia Coalition. In den nächsten Wochen erscheint die deutsche Ausgabe von Mumias Buch "We Want Freedom" im Unrast Verlag. Darin gibt er eine biografische Schilderung seiner Zeit in der Black Panther Party und analysiert die Wirkung des geheimdienstlichen Aufstandsbekämpfungsprogrammes COINTELPRO auf den politischen Widerstand in den USA. Derzeit wehren sich Gefangene in vielen Ländern gegen unhaltbare Haftbedingungen und Repression (siehe dazu den Abschnitt "Solidarität mit Gefangenen" weiter unten). Am 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen. Bundesweit gibt es zahlreiche Initiativen - bitte informiert euch über Veranstaltungen in eurer Nähe und unterstützt diese (mehr hier...). Falls ihr kostenlos Zeitungen, Aufkleber, Plakate dafür bestellen möchtet, wendet euch an den Literaturvertrieb der Roten Hilfe e.V. Am 17. März findet in diesem Zusammenhang ein Aktionstag für die Freilassung der Cuban 5 statt, die seit 13 Jahren in den USA festgehalten werden. Es finden zahlreiche Demonstrationen u.a. statt. Termine und weiteren Informationen... Auch die Berliner Demonstration für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal rückt langsam näher. Am letzten Wochenende vor Mumias Geburtstag im April und der us-weiten Mobilisierung zum zivilen Ungehorsam vor dem US-Justizministerium für seine Freilassung wollen wir mithelfen, ein weltweites Signal an die US Behörden zu senden: Lasst Mumia und die politischen Langzeitgefangenen endlich frei! Schafft die Todesstrafe ab und beendet die Sklaverei in Form des gefängnisindustriellen Komplexes! Den Aufruftext zur Demonstration am 21. April in Berlin findet ihr hier... Plakate, Flyer und Internetbanner könnt ihr hier bestellen: kontakt@freiheit-fuer-mumia.de 4 Minuten Audio-Beitrag zur Mobilisierung zum Abspielen auf Demonstrationen/Veranstaltungen/Radios/zuhause etc. Falls wer Hilfe bei der Vermittlung von Übernachtungsmöglichkeiten an dem Demo-Wochenende in Berlin benötigt, schreibt an dieselbe Adresse: kontakt@freiheit-fuer-mumia.de Wir freuen uns sehr, dass Mumias langjähriger Mitgefangener Harold Wilson seine Teilnahme an der Demonstration zugesagt hat. Wilson kam nach 10 Jahren Kampf um ein neues Verfahren 2005 frei, da bewiesen werden konnte, dass er unschuldig und ohne Beweise wg. Mordes zum Tod verurteilt worden war. Er setzt sich seitdem für die Abschaffung der Todesstrafe und Gefangenenrechte in den USA ein. Wer eine englischsprachige DVD mit ihm und den Hintergründen seines Falles haben möchte, kann die für 7€ (inklusive Porto und Versand) bestellen: info@mumia-hoerbuch.de In Paris verabschiedete der Stadtrat am 7. Februar mehrheitlich eine Aufforderung an den Bürgermeister, sich in den USA für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal einzusetzen. Am vergangenen Wochenende erhielt Mumia die Auszeichnung der französischen Frantz Fanon Stiftung für 2012. Nachdem seinem Sohn Jamal die Ausreise aus den USA verweigert wurde, nahm Mumias Bruder Keith die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Hier ist die Rede von Mumia zu hören, die er für die Preisverleihung mit Prison Radio aufnahm und die in Paris abgespielt wurde: http://www.prisonradio.org/media/audio/vision-fanon-mumia 90% aller Gefangenen in den USA haben nie eine Jury gesehen, sondern sind aufgrund eines sogenannten "Plea Bargains" inhaftiert. Ohne das jemals eine Jury über Beweise und Schuld der Angeklagten befunden hatte, üben Staatsanwälte so viel Druck aus, dass die Betroffenen aus Angst vor noch höheren Strafen sich zu irgend etwas schuldig bekennen, was sich vermeintlich am günstigten für sie auswirkt. Dies ist natürlich nur möglich, weil die sog. "Pflichtverteidigung" überhaupt keine Chance bietet, Angeklagte ohne eigene Mittel ausreichend zu verteidigen. Seit der Amtszeit Reagans stieg die Zahl der Gefangenen von wenigen Hunderttausend auf knapp 2,5 Millionen Gefangene. Im Januar 2012 legte das unabhängige Sentencing Project einen Bericht über die private Gefängnisindustrie in den USA vor. Sie sahen sich die historische Entstehung sowie die Entwicklung der letzten 30 Jahre an und kamen zu folgendem Schluß: "... private Gefängniskonzerne (haben) die Notwendigkeit, eine große Gefangenenanzahl zu sichern. Um Profite zu sichern, werden unangemessene Anreize an Regierungsstellen gegeben, um für Richtlinien zu werben, die noch mehr Menschen ins Gefängnis bringen." Der vollständige Report kann als PDF in englisch hier gelesen werden:
Too Good to be True - Private Prisons in America (January 2012 - engl) Immer unverschämter bemüht sich der Privatgefängnis-Konzern CCA inzwischen, sich auf Jahrzehnte garantierte Einnahmen von us-amerikanischen Steuerzahler_innen zu sichern, indem er versucht, in 48 Bundesstaaten staatliche Gefängnisse mit "90% Belegungsgarantie auf 20 Jahre" aufzukaufen:
Out of Eden: when the private prison bubble bursts (22.02.2112 - engl) Dazu erscheint demnächst ein Buch in deutscher Sprache, in dem der Autor Kyrylo Tkachenko ausgehend von Mumias Fall die Justiz und Gefängnisindustrie der USA untersucht: weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Februar 2012Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich in einem Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Der vergangene Monat war von der Auseinandersetzung um Mumias Haftbedingungen gekennzeichnet. Nachdem er knapp sieben Wochen unter extremer Isolation festgehalten wurde, gaben die Behörden ihre Schikanen am 27. Januar auf. "...Während Mumias Unterstützer_innen und seine Verteidigung weiterhin fieberhaft daran arbeiten, seine Freilassung nach über 30 Jahren Haft zu erwirken, hat Mumia heute einen weiteren Teilerfolg gegen ein Justizsystem errungen, dass Gefangene entmenschlicht und alles daran setzt, sie in ihrer Persönlichkeit zu zerstören..." (Andrea Tams auf Indymedia). Am 21. April 2012 wird in Berlin eine grosse Demonstration für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal stattfinden. Sie ist in zeitlicher Koordination mit Aktivitäten in den USA (Occupy Justizministerium am 24. April 2012) und anderen Ländern. Eingeladen sind verschiedene Aktivist_innen aus den USA, um uns und der Öffentlichkeit von dem "Anderen Amerika" zu berichten. Zu unser grossen Freude hat Harold Wilson bereits zugesagt. Er hat 17 Jahre gemeinsam mit Mumia im Todestrakt verbracht und kam 2005 wegen erwiesener Unschuld frei. Seitdem kämpft für die Abschaffung der Todesstrafe. Weitere Einladungen gingen u.a. an die Autorin Alice Walker und Anti-Knast Aktivistin Angela Davis. Ab Mitte Februar wird es einen Aufruf, Flyer, Plakate, Banner etc. für diese Demonstration geben. Wir möchten euch bitten, den Demo-Termin schon jetzt vorzumerken und uns bei der Mobilisierung für diese Demo zu helfen. Mit grosser Freude möchten wir auch auf das Erscheinen von Mumias Biografie über seine Jahre in der Black Panther Partei hinweisen: "We Want Freedom" wird Mitte März in deutscher Übersetzung im Unrast Verlag erscheinen:
(Mehr hier... Schreibt Mumia Abu-Jamal und zeigt den Gefängnisbehörden weiterhin, dass sie unter Beobachtung stehen: Mumia Abu-Jamal, #AM8335 In den USA haben die meisten hinrichtenden Bundesstaaten sehr schnell auf die enge Versorgungsenglage von Natrium Thiopental reagiert, für das seit Dezember 2011 ein Exportverbot aus der EU in die USA besteht. Natrium Thiopental ist das erste Gift des bis vor kurzem bei Hinrichtungen verabreichten Giftspritzen Cocktails. Während der US-Pharma Konzern Hospira noch immer der alleinige Versorger von Pancuronium Bromide, dem zweiten Präparat bei Hinrichtungen ist, hat sich nun die folgene 'Alternative' in mehr als 20 US Bundesstaaten aufgezeigt: der "alte Bekannte", der dänische Konzern Lundbeck verkaufte nun die Patente für sein Produkt namens Nembutal, welches medizinisch ähnliche Eigenschaften nit Thiopental aufweist). (Mehr hier...) Charakteristisch für den zynischen Umgang des Konzerns mit Kritik an seiner Rolle in der US Todesstrafe ist es, dass sie ihr Präparat an einen Dritthändler namens Akorn Inc. aus Lake Forest in Illinois verkaufen und nicht mehr selbst an die Gefängnisse liefern. Sie behaupten auch, einen "ethischen Weiterverkauf" des Giftes zu organisieren, der es u.a. Dritthändlern verbietet, sich an der Todesstrafe zu beteiligen. Auch Akorn hat Angst vor öffentlichem Imageverlust und gründete daher die 100%ige Tochterfirma Oak, die nun Produktion und Vertrieb von Nembutal übernehmen soll. Oak ist rechtlich auch an die "ethische Regelung gebunden, aber sie (und Akorn) stehen nun unter Beobachtung, während Lundbeck sich ein grosses Problem lukrativ vom Hals geschafft hat - für 45 Millionen US-$ plus spätere Nachzuahlungen. In Texas kämpft seit Jahren ein weiteres Mitglied der Todestrakt Gefangenen Organisation D.R.I.V.E. gegen seine drohende Hinrichtung: der zu Unrecht wg. Polizistenmord zum Tod verurteilte Rob Will. Derzeit bereitet er sich OHNE Anwalt auf seinen Antrag vor dem 5. US Bundesberufungsgericht vor, da ihm das Geld für eine eigene Verteidigung fehlt. Bitte besucht die Solidaritätswebseite. siehe auch "Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe" weiter unten), schreibt ihm und schafft Öffentlichkeit. Am Samstag, den 17. März werden anlässlich des "Tages der Politischen Gefangenen" Protestaktionen für die Freiheit der Cuban Five stattfinden. In Berlin vor der US-Botschaft und in Leipzig, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt vor den dortigen Konsulaten der USA. Informationen, wie man sich an den örtlichen Vorbereitungsgruppen beteiligen kann und mehr hier... In der Auseinandersetzung mit der Repression gegen Mumia Abu-Jamal, anderen politischen Gefangenen und der Todesstrafe in den USA geht es auch regelmässig um rassistische Polizeigewalt. Das dieses nicht auf die USA allein beschränkt ist, machte die bundesdeutsche Polizei am 7. Januar 2012 erneut in Dessau klar, als sie brutal den Anmelder der Demonstration in Gedenken an Oury Jallohs 7. Todestag angriff und schwer verletzte. Anschliessend beging sie grundlos weitere Körperverletzungen gegen Demonstrationteilnehmer_innen beim Abschluss der Demonstration. Mehr hier... Das Verhalten der Polizei steht im Zusammenhang zum derzeit in Magdeburg stattfindenden Revisionsverfahren über den gewaltsamen Tod des westafrikanischen Migranten Oury Jalloh, der bei lebendigem Leib im Polizeigewahrsam Dessau verbrannte. Obwohl sich die Justiz alle Mühe gibt, die Aufklärung zu behindern, häufen sich die Hinweise, dass zwei namentlich bekannte Polizisten für den Tod von Jalloh verantwortlich sein könnten. Weitere Informationen und Gerichtstermine BREAK THE SILENCE! weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Januar 2012Todesurteil aufgehoben - Auseinandersetzung um Freilassung beginnt! Am 7. Dezember war es soweit: die Staatsanwaltschaft von Philadelphia gab offiziell bekannt, was vielen schon längst deutlich war: sie haben keine Möglichkeit, mit einem Jury Verfahren die Schuld Mumia Abu-Jamals zu beweisen und damit die Todesstrafe gegen ihn durchzusetzen. Aus Angst vor den möglichen Folgen einer öffentlichen Verhandlung vor einer Jury gab die Staatsanawaltschaft daher auf. Die Meldung von der endgültigen Aussetzung der Todesstrafe verbeitete sich in Minuten um die Welt Grosse Erleichterung und gleichzeitig das Gefühl des Erfolges stellten sich bei allen ein, die (z.T. schon seit vielen Jahren) für das Leben von Mumia Abu-Jamal gekämpft haben. Die Verhinderung der Hinrichtung ist das Ergebnis der Arbeit Tausender von Menschen über viele Jahre hinweg. Es ist klar, worum es jetzt geht: Mumia muss endlich freigelassen werden! Diese Justiz, die Mumia für 30 Jahre anerkanntermassen verfassungswidrig in die Isolation des Todestraktes gesteckt hat, will es nun als Akt der "Rechtsstaatlichkeit" verstanden wissen, ihn bis an sein Lebensende einzusperren. Das ist der momentane "Rechtsstand". Mumia selbst fasste seine neue Lage in nur einem Satz zusammen, als er sich am 9.12.2011 telefonisch von über 1000 Unterstützer_innen auf einer Versammlung in Philadelphia verabschiedete: "From slow death row - this is Mumia Abu-Jamal." (zu deutsch: aus der langsamen Todeszelle - hier spricht Mumia Abu-Jamal) Kurz nach seinem 30. Haftjahrestag am 9. Dezember wurde Mumia zuerst aus dem Todestrakt und wenige Tage später in das SCI Mahanoy Gefängnis in Pennsylvania verlegt. Er verbrachte die Feiertage dort in sogenannter Administrativhaft. Er unterliegt derzeit erschwerten Einzelhaftbedingungen und Kontaktbeschränkungen. Laut Auskunft des zuständigen Beamten für "Offenders Contacts" - Mr. Miller - wird Mumia "in naher Zukunft" in den Normalvollzug verlegt. Wie seine Haftbedingungen dort genau aussehen werden, wollte Mr. Miller jedoch nicht sagen. Nach den unverhohlenen Drohungen der Fraternal Order of Police (FOP) und Maureen Faulkners ist es derzeit wichtig, den Behörden deutlich zu machen, das die Weltöffentlichkeit weiss, dass der Gefangene in ihrer Obhut ist. Mumia hätte nicht einen einzigen Tag in der Isolation des Todestraktes verbringen dürfen - das ist nun rechtskräftig bestätigt. Zwar erschliesst sich die Logik der US Justiz fast niemandem, warum er nun weiterhin inhaftiert werden soll, aber ihm stehen definitiv Besuche ohne Trennscheibe, schnellerer Postzugang und Umschluss mit anderen Gefangenen zu. Mumia Abu-Jamal Das SCI Mahanoy muss jetzt für Mumias Sicherheit bürgen und ihm alle Lebensbedingungen ermöglichen, die ihm nach der Gesetzeslage zustehen. Schreibt Mumia und zeigt den Behörden damit gleichzeitig, dass ihr sie beobachtet. Genauso, wie die weltweite Bewegung durch Beharrlichkeit die Hinrichtung von Mumia verhindert hat, wird sie nun auch vorgehen, um endlich seine Freilassung durchzusetzen. Der politische Preis für das weitere Einsperren des afro-amerikanischen Journalisten kann erhöht werden: waren es in den letzte Jahren die immer häufiger werdenden Bilder von Protesten gegen Hinrichtungen, können wir nun den Fokus auf die praktizierte Sklaverei in der Gefängnisindustrie und die brutale Unterdrückung politischen Dissents in den USA ausweiten. Die erfolgreiche Verhinderung von Mumias Hinrichtung ist der Beweis, dass organisiertes Handeln auch gegen die allmächtig erscheinende und selbstherrliche Justiz in den USA Erfolg haben kann. Mumia selbst hat neben der Todesstrafe immer auch die moderne Sklaverei in Form der Gefängnisindustrie sowie die politische Repression ins öffentliche Bewusstsein gebracht - greifen wir es auf! Allen Aktivist_innen ist natürlich deutlich, dass wir uns auch nach dem grossen Erfolg in Bezug auf Mumia weiterhin vehement für die generelle Abschaffung der Todesstrafe einsetzen werden - kein Staat hat das Recht, Gefangene zu ermorden! In diesem Zusammenhang möchten wir auf die neue Plakatserie zu den genannten Themen hinweisen: Mehr hier... Sie kann über die Kontaktrubrik der Webseite gegen eine Portospende bestellt werden. Derzeit bereiten Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal und Anti-Todesstrafen-Aktivist_innen bundesweit "Berlins längstes Transparent der Welt" vor, um im kommenden Frühjahr damit die Freilassung von Mumia Abu-Jamal zu fordern (
(Mehr hier...).
Alle bemalen und/oder beschreiben ein Stück Stoff: 50 x 50 cm. Wer daran teilnehmen möchte, melde sich per e-mail bei In der Rubrik mit Berichten aus der Bewegung (siehe weiter unten) finden sich zahlreiche Artikel Links zu den Veranstaltungen am 30. Haftjahrestag. Allein in Philadelphia versammelten sich über 1000 Menschen. Es gibt sehr beeindruckende Bilder und Videos davon auf der Webseite des New Yorker Free Mumia Bündnisses: www.freemumia.com/?p=627. Seit Oktober 2011 läuft nun bereits eine bundesweite Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal. Der nächste Höhepunkt wird am 14. Januar auf der Berliner Rosa-Luxemburg-Konferenz stattfinden, wenn Mumia selbst und Johanna Fernandez (Sprecherin der Verteidigung) dort reden werden. Derzeit werden öffentliche Aktionen für Februar, März und April 2012 vorbereitet. Schaut bitte ab und an auf www.freiheit-fuer-mumia.de/ oder der Mumia-Hörbuchseite für aktuelle Ankündigungen vorbei. Die Verteidigung von Mumia Abu-Jamal plant noch 2012, einen Antrag auf ein neues Verfahren einzubringen. Da klar ist, dass Mumias Verfahren von Tag eins an ein politisches war, braucht die Verteidigung hier Unterstützung. Zum einen finanziell - hier - und zum anderen natürlich durch öffentlichen Druck. Lasst uns alle unsere Energie bündeln, um den Behörden in Pennsylvanias Justiz zu zeigen: No Justice - No Peace! Nehmt 2012 an den Aktionen teil - verbreitet selbst Informationen weiter - organisiert Veranstaltungen - zeigt die vorhandenen Filme. FREE MUMIA - Now! Es sieht so aus, als ob die Anti-Todesstrafen Bewegung im Dezember noch einen weiteren Erfolg errungen hat. So forderte die Solidaritätsbewegung seit Monaten ein europäisches Ausfuhrverbot von Thiopental, welches in den USA zum Hinrichten von Gefangenen benutzt wird. Die dänische Firma Lundbeck war in starke Bedrängnis geraten, nachdem bekannt wurde, dass sie verschiedene US Bundesstaaten mit der Chemikalie beliefert hatte, die nur noch bei Hinrichtungen mit der Giftspritze in den USA eingesetzt wird. Seit Mitte Dezember besteht nun ein EU-Ausfuhrverbot: (Mehr hier...). Wir haben in den letzten Monaten wiederholt auf die bedrohliche Lage des indigenen politischen Gefangenen Leonard Peltier hingewiesen. Seit 1976 inhaftiert, hat sich sein Gesundheitszustand auf seiner Odyssee durch die US Bundesgefängnisse enorm verschlechtert. Er sitzt bis heute ohne jegliche Beweise für die angebliche Beihilfe zum Mord an zwei FBI Agenten. Real ist sein Beispiel die fortgesetzte Drohung an alle Native Americans sowie alle People Of Color in den USA, die sich gegen Rassismus und für Gleichberechtigung einsetzen. Leonard Peltier befindet sich in seinem 36. Haftjahr und muss sofort freigelassen werden. Am 4. Februar 2012 findet ein weltweiter Aktionstag statt. Auch hier sind bereits Proteste und Info-Abende in 4 Städten angekündigt (siehe Termine). Wir möchten alle Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal bitten, das aufzugreifen und Leonard Peltier zu unterstützen. Weitere Informationen: www.leonardpeltier.de weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Dezember 2011Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich im Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Der 9. Dezember 2011 ist der 30. Haftjahrestag von Mumia Abu-Jamal. Während die Solidaritätsbewegung der USA für diesen Tag nach Philadelphia mobilisiert, hat auch die Bezirks-Staatsanwaltschaft eine Pressekonferenz angekündigt. Es ist bis jetzt nicht klar, was District Atourney Seth Willimans dort verkünden will. Erwartet wird, dass er dort über die weitere Vorgehensweise seines Büros in der Frage der Todesstrafe gegen den afroamerikanischen Journalisten reden wird. Mumia muss endlich freigelassen werden. Erst Anfang Oktober bestätigte der US Supreme Court drei vorherige Entscheidungen durch Bundesgerichte, dass die Verhängung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal im Jahr 1982 verfassungswidrig war. Allerdings räumte das Gericht der Bezirks-Staatsanwaltschaft die Möglichkeit ein, ein Jury-Verfahren allein über das Strafmass zu fordern. Dabei ginge es um Lebenslänglich oder Todesstrafe. Mumia könnte in so einem Jury-Verfahren Beweise und Zeugen präsentieren, so dass die Ankläger hierbei riskieren, die komplette Haltlosigkeit der gesamten Anklage gerichtlich feststellen zu lassen. Die auf Rache und politische Repression orientierten Behörden wollen Mumia nun vielleicht gar nicht mehr hinrichten, sondern bis zum Lebensende weiter inhaftieren. Das wird ihnen nicht gelingen - genauso wie die jahrzehntelang immer wieder versuchte Hinrichtung. Freiheit für Mumia Abu-Jamal - jetzt! Die Freilassungskampagne für Mumia ist auch hierzulande in vollem Gange. Rund um Mumias 30. Haftjahrestag kommt es an vielen Orten zu Protesten und Veranstaltungen. Für den Leser_innen-Kreis dieses Rundbriefes sind natürlich vor allem die Termine in der BRD, Östereich und Schweiz interessant (siehe auch „Termine“ weiter unten). Anfang November war wg. der grossen Nachfrage die Auslieferungen von Flyern kurzfristig ins Stocken geraten. Nun gibt es aber wieder ausreichend Info-Material.Wer selbst etwas organisieren möchte und/oder Flyer und Plakate für eine kleine Portospende benötigt
(Mehr hier...)
, meldet sich bitte bei
Am 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) findet in Nürnberg eine Demonstration unter dem Titel "Weg mit der Todesstrafe - Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" statt. Auftakt ist um 16:00 an der Nürnberger Lorenzkirche
(Mehr hier...) Bereits im Jahr 2000 - kurz nach dem erstem Anlauf der Justiz, die Todesstrafe gegen Mumia gegen lebenslange Haft auszutauschen - fanden viele klare Worte, die die Band Rage Against The Machine so zusammenfasste: Freedom - For Mumia! (Minute 4:50 - Video - Rock im Park 2000) (Mehr hier...) Am 4. Februar 2012 rufen die Unterstützer_innen des indigenen Gefangenen Leonard Peltier in den USA und weltweit zu einem Aktionstag für seine Freilassung auf. Leonard Peltiers Gesundheitssituation ist nach seiner jüngsten Verlegung nach Florida weiterhin sehr ernst, da er unter den "Lockdown" Bedingungen kaum etwas gegen seine Diabetes unternehmen kann. Bitte überlegt alle, ob ihr an diesem Termin eine öffentliche Aktion für die Freilassung des seit 1976 inhaftierten Aktivisten der American Indian Movement (A.I.M.) machen könnt. Schreibt ihm, auch um den Behörden zu zeigen, dass sie mit seiner Verschleppung von tausenden Kilometern von seinen Angehörigen entfernt den Fall nicht in Vergessenheit bringen werden: LEONARD PELTIER Ausserdem ist es notwendig, direkt bei den zuständigen Behörden gegen die gesundheitsschädlichen Haftbedingungen des inzwischen 67 jährigen zu protestieren: Mehr hier... Anfang November mobilisierte die Anti-Todesstrafen Bewegung weltweit gegen die Hinrichtung von Hank Skinner in Texas (siehe auch letzter Free-Mumia-Rundbrief). Die Einwände gegen die Hinrichtung vor der Feststellung der juristischen Schuld des Angeklagten waren erfolgreich: zwei Tage vorher, am 7. November stoppte ein Berufungsgericht die angesetzte Hinrichtung. Hank Skinner lebt. Noch ist unklar, ob und wann eine DNA Analyse der Tatortspuren durchgeführt wird. Ein entsprechender Antrag wurde von seiner Verteidigung gestellt, aber die Bedrohung für das Leben von Hank Skinner ist noch lange nicht vorbei. Regelmässige Updates in englisch und französisch finden sich hier... Der Gouverneur des US Bundesstaates Oregon, John Kitzhaber, stoppte am 21. November die Hinrichtung des Gefangenen Gary Haugen und erklärte: "I refuse to be a part of this compromised and inequitable system any longer; and I will not allow further executions while I am Governor." - übersetzt: "Ich verweigere, an diesem kompromittierten und ungerechten System weiter Teil zu haben; und ich werde in meiner Amtszeit keine weiteren Hinrichtungen erlauben." (Mehr hier...) Damit hat der Bundesstaat Oregon faktisch ein Todesstrafen-Moratorium. In den USA geht die Suche nach dem Präparat Thiopental zum Ermorden von Gefangenen weiter. Innerhalb der USA stellt momentan keine Firma diese Mittelmehr her, was dort inzwischen nur noch für Hinrichtungen verwendet wird. Anfang November wurde bekannt, dass der US Bundesstaat Nebraska eine kleine indisch-schweizerische Firma durch den Einsatz eines Mittelmanns und falschen Angaben dazu brachtete, ihnen Sodiumthiopental zur Verfügung zu stellen Mehr hier... Ebenfalls im November besuchte die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Angela Davis Berlin: "... Angela Davis kämpft seit vielen Jahren nicht nur für die Abschaffung der Todesstrafe, sondern auch der Haft. Die Todesstrafe, so Davis in Berlin, sei ein Relikt der Sklaverei. Ebenso wichtig wie der gegen die Tötung von Staats wegen sei der Kampf gegen das Einsperren von Menschen, von dem in den USA eine ständig wachsende Industrie profitiert. Statt den »strukturellen Rassismus« im Bildungssystem zu beseitigen, Arbeit, Wohnung und Gesundheitsversorgung für alle zu schaffen, habe bislang jede US-Regierung den »gefängnisindustriellen Komplex« subventioniert ... " (jW, 19.11.2011 Mehr hier... Die Proteste gegen Angriffskriege der USA und der EU werden immer lauter. US Präsident Obama wurde von Unterstützer_innen Bradley Mannings konfrontiert, den inhaftierten GI endlich freizulassen und seine Rolle in der Aufklärung von Kriegsverbrechen genauso zu würdigen, wie es seinerzeit die Journalisten erfuhren, die den Watergate Skandal aufdeckten: Mehr hier... weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom November 2011Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich im Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Der Monat Oktober begann mit einer sehr guten Nachricht: der US Supreme Court verweigerte der Staatsanwaltschaft die sofortige Durchführung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal. Nun müsste die Staatsanwaltschaft ein neues Jury Verfahren beantragen, um die Hinrichtung Mumias zu erreichen. Da die Staatsanwaltschaft keine Rechtsmittel dagegen einlegte, hat die Antragsphase (180 Tage) für ein solches Jury Verfahren inzwischen begonnen. Obwohl es hierbei noch nicht um die Freilassung von Mumia geht, markiert diese Entscheidung einen Meilenstein im Kampf um Mumias Leben. Die Staatsanwaltschaft müsste riskieren, Mumia vor einer neugewählten Jury und mit der Möglichkeit neuer Beweisanträge erneut zum Tode verurteilen zu lassen. Auch wenn das einzige andere mögliche Strafmass hier Lebenslänglich ohne Bewährung wäre, besteht aus Sicht der Behörden die grosse Wahrscheinlichkeit, die Haltlosigkeit ihrer Anschuldigungen gegen Mumia juristisch bestätigt zu bekommen. Ausführliche Hintergründe zu diesem Szenario finden sich hier... Mumia Abu-Jamal hat die Lage selbst in einem Radio Interview erklärt. Neben seiner Situation redet er dort auch über die Justiz im allgemeinen, die Anti-Todesstrafenbewegung oder den Gefangenenhungerstreik in Kalifornien. (Hier...) Mumias Verteidigung kündigte an, nun endlich ein neues Verfahren durchsetzen zu wollen. Dazu ist es nötig, einen völlig neuen Verfahrensstrang zu eröffnen, da alle vorangegangenen Bemühungen von der Justiz z.T. unter Bruch der US Verfassung abgelehnt worden sind. Momentan durchsucht eine "Law Firma" die gesamten Akten aus Mumias fast 30-jähriger Rechtsgeschichte, um neue Ansätze zu formulieren, unterbliebene forensische Untersuchungen nachzuholen, neue Zeug_innen zu suchen etc. Ziel ist es, noch 2012 einen neuen Verfahrensantrag einzureichen. Das alles kostet sehr viel Geld. Mumias Verteidigung kalkuliert mit ungefähr 100.000$, von denen momentan nur ein Bruchteil vorhanden ist. In Absprache mit Mumias Verteidigung und der National Lawyers Guild aus den USA sammelt die Rote Hilfe in der Bundesrepublik Spenden genau dafür: Rote Hilfe e.V. Wir möchten euch alle bitten, nach euren Möglichkeiten dafür zu spenden und auch Freunde und Bekannte darum zu bitten. Parallel zu den neuen juristischen Entwicklungen hat eine Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal begonnen (siehe auch "Nachrichten aus der Bewegung" weiter unten). In den kommenden Monaten gibt es viele Gelegenheiten, auf Mumias anhaltende Haft, die Lage der politischen Langzeitgefangenen, die Gefängnisindustrie und die Abschaffung der Todesstrafe aufmerksam zu machen:
Gemäss der Parole "Wir sind nicht alle - es fehlen die Gefangenen" wird Mumia in den nächsten Wochen auch bei den Protesten gegen die Castortransporte, den anhaltenden Krieg in Afghanistan und die dazugehörige Konferenz in Bonn oder auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz durch Beiträge und Solidaritätsaktionen präsent sein. Genau wie zu den Spenden für die Verteidigung möchten wir euch alle aufrufen, zu überlegen, wo und wann ihr die Forderung nach Mumias Freilassung in eure eigene Arbeit aufnehmen könnt. Sollte die Todesstrafe für Mumia bald vom Tisch sein, werden wir alle gemeinsam ihn endlich aus dem Hochsicherheitstrakt holen: FREE MUMIA! www.freiheit-fuer-mumia.de "On December 9, 1981, the police attempted to execute me in the street. This trial is a result of their failure to do so." - Mumia Abu-Jamal Und genauso halten wir an der Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe fest. In der kommenden Woche plant der US Bundesstaat Texas, den Gefangenen Hank Skinner zu ermorden, obwohl Gerichte angeordnet haben, die Vorwürfe gegen ihn komplett neu zu untersuchen. Es bestehen massive Zweifel an der Schuld des wegen Mordes zum Tode Verurteilten. Hintergründe, Flyervorlagen und wichtige Adressen: Hier... weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Oktober 2011Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich im Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Der letzte Monat war von der Auseinandersetzung um das Leben von Troy Davis bestimmt. Nachdem es sich seit April abgezeichnet hatte, kam Anfang September der Hinrichtungsbefehl in dem höchst umstrittenen Fall heraus. Troy Davis war 1991 zum Tode verurteilt worden. In den Folgejahren stellte sich heraus, dass es ausser manipulierten Zeugenaussagen keine konkrete Beweise gegen ihn gab. Bereits dreimal konnte lautstarker Protest eine Hinrichtung des Afroamerikaners verhindern. Demonstrationen in über 300 Städten brachten den Fall am 16. September erneut weltweit in die Medien. Viele Menschen in den USA und darüber hinaus schlossen sich der Forderung nach Absetzung der Hinrichtung an. Auch die Forderung nach einer Freilassung von Troy Davis wurde laut. Zum ersten Mal seit vielen Jahren berichteten die Medien in den USA und Europa massenhaft über die Widersprüche sowie die Proteste und motivierten so viele weitere, sich anzuschliessen. Auch ein ehemaliger US Präsident und ein ehemaliger FBI Chef schlossen sich der Forderung nach Rücknahme der Todesstrafe gegen Troy Davis an. Die Behörden von Georgia setzten auf Konfrontation - am 21. September ermordete der Bundesstaat Troy Davis. Richterin Penny Freesmann hatte den Hinrichtungsgefehl unterschrieben und sich trotz millionenfacher Aufforderung geweigert, ihn zurück zu ziehen. Troy Davis sagte direkt vor seiner Ermordung: "Es gibt noch viele Troy Davis’. Der Kampf zur Abschaffung der Todesstrafe wird durch mich nicht gewonnen oder verloren, sondern durch unsere Stärke und indem wir voranschreiten und jeden Unschuldigen, der irgendwo auf der Welt eingesperrt ist, retten. Wir müssen dieses Unrechtssystem Stadt für Stadt, Staat für Staat und Land für Land beseitigen." Viele Menschen waren geschockt und in Gedanken bei der Familie von Troy Davis, dessen Hinrichtung zunächst noch vom US Supreme Court für einige Stunden angehalten, dann aber dennoch vollstreckt wurde. Nach dem 21. September sagten viele: Erst trauern wir um Troy Davis - und morgen beginnen wir uns zu organisieren, damit das nie wieder einer oder einem Gefangenen passiert. Sorgen wir alle dafür, dass der Justizmord an Troy Davis auf die Verursacherinnen zurück fällt. Am 10. Oktober ist von der UN ausgerufener Tag gegen die Todesstrafe. Denkt euch was aus, um sie daran zu erinnern. Abschaffung der Todesstrafe - weltweit! Am 9. Dezember 2011 jährt sich Mumias politisch motivierte Inhaftierung zum 30. Mal. In der näheren Zukunft werden sich vermutlich auch bei ihm die juristischen Weichen in Bezug auf Todesstrafe oder lebenslange Inhaftierung stellen. Die länderübergreifende Bewegung findet es jetzt wichtig, in aller Deutlichkeit darzustellen, dass es neben der Abschaffung der Todesstrafe auch immer um Mumias Freilassung geht. In diesem Land beginnen ab Oktober überregionale gemeinsame Aktivitäten, um Mumias Freilassung stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu gibt es bereits erste Termine und regionale Mobilisierungen. Bitte verlinkt alle die dazugehörende Webseite und helft mit, Mumias Freilassung in seinem 30. Haftjahr auf die Tagesordnung zu bringen: 30 Jahre Haft - Freilassung von Mumia jetzt! www.freiheit-fuer-mumia.de Eine neue Plakatserie wird die Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal begleiten. Es gibt 4 Plakate, die ihr rechts auf der oben genannten Webseite ansehen könnt. Sie setzen sich mit institutionellem Rassismus, politischen Langzeitgefangenen, der modernen Gefängnissklaverei und der Todesstrafe in den USA auseinander und untermauern die Forderung nach Freilassung von Mumia. Falls ihr diese Plakate bestellen möchtet, setzt euch wg. Porto, Verpackung, Spenden und Lieferadresse mit
Beteiligt euch an Aktionen, denkt euch selbst welche aus und tretet über die Webseite in Austausch mit anderen aktiven Mumia Unterstützer_innen. Der politische Gefangene und Native American Leonard Peltier wurde im Sommer zunächst in Isolationshaft geworfen und anschliessend in ein von seinen Angehörigen weit entferntes Gefängnis verschleppt. Die Gefängnisbehörde versucht anscheinend, die grundlose Haft noch weiter hinaus zu zögern und die stärker werdenden Rufe nach Freilassung zu ignorieren. Peltier, der am 12. September seinen 67. Geburtstag beging, ist gesundheitlich sehr angegriffen und muss dringend freigelassen werden. Sein Unterstützungskomittee ruft dazu auf, eine Online Eingabe an das Weisse Haus zu unterschreiben, damit Obama sich selbst mit seinem Regierungsgefangenen auseinandersetzt: Hier... Auch im Fall der Cuban 5 gab es in den letzten Wochen Neuigkeiten. René González ist einer der Gefangenen und soll am 7. Oktober als erster entlassen werden. Nun wurde bekannt, dass die US Behörden ihm verbieten wollen, nach Cuba zu gehen. Nach ihrem Willen soll er weitere drei Jahre auf "Bewährung" in den USA verweilen, was er nicht will, da er keine Angehörigen dort hat. Seiner Ehefrau wurde seit 2000 verweigert, in die USA einzureisen. Warum sich ein ehemaliger Gefangener drei Jahre "bewähren" soll, um danach sowieso das Land für immer zu verlassen, ist wohl nur unter Logik politischer Rache zu verstehen, die von Tag 1 der Motor in der gesamten Anklage gegen die fünf Cubaner war. Unterstützt René González und schreibt den Behörden eure Meinung: Unterstützt René González und schreibt den Behörden eure Meinung weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom September 2011Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich im Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Die Sommerpause ist zu Ende und wir möchten euch alle auf den Beginn der Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal hinweisen (siehe dazu auch den Abschnitt "Termine"). Am 15. Oktober 2011 wird es ein "ACT IN" vor der Frankfurter Buchmesse geben, begleitet von mehreren anderen Aktivitäten. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, setze sich bitte mit uns in Verbundung. Zur Zeit bereiten Aktivist_Innen in verschiedenen Orten Veranstaltungen und öffentliche Aktionen vor, die sich bis 2012 hinziehen werden. Wer selbst im Herbst und Winter Aktivitäten für die Freilassung von Mumia plant und Kontakte zu anderen Gruppen und Einzelpersonen in der jeweiligen Region aufnehmen möchte, melde sich bitte auch bei uns. Die Situation von Leonard Peltier ist nach wie vor sehr ernst. Nach der im Juli verhängten Isolationshaft droht dem Native-American Aktivist nun auch auch noch eine Verlegung (siehe dazu den Abschnitt "Solidarität mit Gefangenen" weiter unten). Auch die US Gerichte kehren aus ihrer Sommerpause zurück. Amnesty International weist darauf hin, dass der Todestrakt Gefangene Troy Davis noch im September einen Hinrichtungsbefehl erhalten könnte. Das wäre dann bereits der vierte, nachdem seine Hinrichtung schon dreimal an irrsinnigen Rechtswidersprüchen sowie massivem Protest gescheitert war (siehe dazu den Abschnitt "Kampf gegen die Todesstrafe" weiter unten). Der Herbst wird im Kampf um die Rechte und Freiheit von Gefangenen viele Herausforderungen bringen. Wir hoffen, dazu auch innerhalb der nun beginnenden Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal in seinem 30. Haftjahr gemeinsam geeignete Antworten finden zu können. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom August 2011Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich im Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Im vergangenen Monat lehte die Bezirksstaatsanwaltschaft von Philadelphia beim US Supreme Court Widerspruch gegen die April Entscheidung vom 3. Bundesberufungsgericht ein, in welcher die Todesstrafe gegen Mumia zurück genommen wurde und der Staatsanwaltschaft ein Jury Verfahren um das Strafmass (lebenslänglich oder Todesstrafe) angeboten worden ist. Aus einer Stellungnahme vom 16. Juli 2011 von Mumias Verteidigerinnen Christina Swarns und Judith Ritter zu dem erneuten Antrag der Staatsanwaltschaft an den US Surpreme Court: "Four federal judges have reviewed Mr. Abu-Jamal's case and found his death sentence to be unconstitutional. The Third Circuit's recent opinion reflects a detailed analysis demonstrating that their unanimous decision is well-supported by Supreme Court precedent. LDF believes that this carefully reasoned analysis will stand." (deutsche Übersetzung) "Vier Bundesrichter haben Herrn Abu-Jamals Fall untersucht und sein Todesurteil als verfassungswidrig eingestuft. Die vor kurzem ergangene Begründung des 3. Bundesberufungsgerichtes zeigt detailliert, dass ihre einstimmige Entscheidung mit juristischen Massstäben des Obersten Verfassungsgerichtes in Einklang steht. LDF geht davon aus, dass diese sorgfältig begründete Analyse Bestand haben wird." (Erklärung: Mit der Abkürzung LDF ist der NAACP Legal Defense Fund gemeint.
Weitere Infos hier... Die juristische Auseinandersetzung um das Leben von Mumia Abu-Jamal geht also weiter. An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf die Bedeutung von Spenden für Mumias Verteidigung hinweisen Genaueres hier... Während Aktivist_Innen weiterhin eine Freilassungskampagne für Mumia vorbereiten, gab es massive Rückschläge für einen anderen politischen Gefangenen, der derzeit im selben US Bundesstaat inhaftiert ist: Leonard Peltier wurde trotz ernstem Gesundheitszustandes für 6 Monate in Isolationshaft geworfen.
Mehr hier... Langsam beginnen in den USA die Kandidatenaufstellungen für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf. Aussichtsreicher konservativer Kandidat könnte Texas amtierender Gouverneur Rick Perry werden. Er ist nicht nur ausgesprochener Advokat der Todesstrafe, sondern auch der Politiker, der in seiner Amtszeit historisch gesehen am meisten davon Gebrauch gemacht hat. Er unterzeichnete in seiner bisherigen Amtszeit weit mehr als 200 Hinrichtungsbefehle, darunter auch so kontroverse wie gegen Todd Willingham (2004) oder Reginald Blanton (2009), bei denen starke Unschuldsmomente vorlagen. Anti-Todesstrafen Aktivist_Innen in den USA haben bereits jetzt begonnen, auf Perrys Rolle im Zusammenhang mit der staatlich sanktionierten Ermordung von Gefangenen hinzuweisen. Ortswechsel: Anfang Juli 2011 wurde bekannt, dass es in Zukunft wohl etwas weniger Profite für den 1934 gegründeten Sicherheitskonzern Kötter beim Einsperren von Gefangenen in diesem Land geben wird. Die Baden-Württembergische Landesregierung will in Zukunft keine weitere "Public Private Partnership" in der JVA Offenburg betreiben: "Eine Privatisierung (...) des Strafvollzugs lehnen wir strikt ab."
Mehr hier... weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juli 2011Hallo, hier kommen aktuelle Nachrichten über Mumia Abu-Jamal und den Kampf gegen die Todesstrafe. Du erhältst diese Mail, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Falls du lediglich im Alarmfall für Mumia informiert werden möchtest, schicke uns eine leere Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr". Zuerst eine Meldung in eigener Sache. Wir haben wg. der grossen Datenmenge vor einiger Zeit den Versand des monatlichen Rundbriefes umgestellt. Hierbei ist es anscheinend zu Ausfällen gekommen, so dass einige im Mai und Juni diesen Rundbrief nicht erhalten haben. Wir arbeiten an der Behebung des Fehlers und bitten alle, die Probleme hatten, uns zu kontaktieren. Wer einen Rundbrief verpasst hat, kann alle bisher versandten auch hier einsehen... Im letzten Rundbrief haben wir ja schon über die Freilassungskampgne in Mumias 30. Haftjahr berichtet. Inzwischen sind die Vorbereitungen weiter gegangen. Leider ist die extra dafür eingerichtete Webseite noch nicht fertig, aber es werden in einigen Orten bereits Events vorbereitet. Bitte merkt euch für nach euren (hoffentlich langen) Sommerferien vor, verstärkt für Mumias Freilassung aktiv zu werden. Neben Veranstaltungen, Demonstrationen und Kultur wird es auch individuelle Vorschläge geben, wo wir auf eure Mithilfe hoffen. Zugleich arbeiten einige an einer Wanderausstellung und einer Plakat Serie über Mumia in sehr grosser Auflage. Sobald diese fertig sind, möchte wir euch bitten, diese bei uns zu bestellen und selbst zu verbreiten. In diesen Tagen jährt sich auch Mumias Todesurteil. Kurz vor Ferienbeginn 1982 wollte Richter Sabo sich nicht mehr mit weiteren Entlastungszeugen Anhörungen für Mumia aufhalten, sondern den Fall mit einem Todesurteil zum Abschluss bringen, was ihm am 3. Juli 1982 auch gelang. In Erinnerung daran und aus Protest dagegen gibt es am kommenden Wochenende in Philadelphia einige Veranstaltungen unter dem Motto. "4th of July - YOU LIE". Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal werden u.a. an der "Liberty Bell", einem Wahrzeichen des US amerikanischen Verfassungsmythos protestieren. Im Kampf gegen die Todesstrafe fokussiert sich momentan viel auf Troy Davis. Er könnte jederzeit einen Hinrichtungsbefehl vom Gouverneur Georgias erhalten. Beobachter_innen befürchten, dass das kurz vor dem offiziellen Sommerferien Beginn am 4. Juli der Fall sein könnte. Im Fall eines gültigen Hinrichtungsbefehles wird es einen (sehr kurzfristig ausgerufenen) Aktionstag gegen die Hinrichtung geben, bei dem neben Online Protesten auch zu Strassenaktionen aufgerufen wird. Achtet auf Ankündigungen und überlegt euch selbst, was ihr tun wollt oder könnt, um diesen geplanten Justizmord erneut durch öffentlichen Druck zu verhindern. Das ist der weltweiten Anti-Todesstrafen Bewegung zuvor bereits 3 Mal gelungen. Weitere Infos (in englisch) Der europäische Konzern Lundbeck hatte neben anderen US Bundesstaaten auch Georgia mit dem Hinrichtungschemikalie Pentobarbital beliefert. Ärztinnen aus verschiedenen Ländern protestieren gegen die Beteiligung des Pharma Konzerns am staatlichen Morden Hier zum Brief... Im kalifornischen Pelican Bay Gefängnis beginnt am 1. Juli ein seit Wochen angekündigter Hungerstreik hunderter Gefangener gegen die unerträgliche Haftbedingungen. Ähnlich wie bei dem grossen Arbeitsstreik von über 4000 Gefangenen in Alabama und Georgia im vergangenen Winter wird es hier auf öffentliche Unterstützung ankommen. Hintergründe in englisch: California Prisoner Hunger Strike Starts July 1st! Mehr hier... Bitte beteiligt euch auch in euren, wie bereits oben erwähnten, hoffentlich langen Sommerferien an Online Protesten etc., um die Gefangenen zu unterstützen. Wer in den nächsten Tagen auf dem FUSION Festival ist, kann uns gerne am FREE MUMIA Stand auf dem Festival Gelände besuchen. Dort gibt es Infomaterial, Plakate, Buttons, T-Shirts, Kapuzen Pullover, das neue Laika Buch, Soli CDs und natürlich Ansprechpartner_innen für die Freilassungskampagne. Erholt euch gut. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juni 2011Hallo, hier der aktuelle Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhältst diesen, weil du auf der Alarmliste für Mumia steht. Solltest Du keinen Rundbrief mehr erhalten wollen, schreibe einfach eine leere Mail mit dem Betreff "keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden nur noch bei Gerichtsentscheidungen informieren. Während der Monat Mai hauptsächlich von Reaktionen auf die Gerichtsentscheidung vom 26. April gekennzeichnet war, diskutierten vielerorts Aktivist_innen über eine konzertierte Freilassungskampagne. Während zumindest Teile der US Justiz zu erkennen scheinen, dass die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal falsch ist, geht es der Bewegung jetzt umso mehr um die Freilassung des seit 1981 inhaftierten Journalisten. Am 9. Dezember 2011 jährt sich die Verhaftung von Mumia zum 30. Mal. Nächstes Jahr im April 2012 soll Mumia nach dem Willen der US Behörden bereits zum 30. Mal seinen Geburtstag in Isolationshaft verbringen. Ab Herbst diesen Jahres wird es eine überregionale Kampagne zu Mumias Freilassung geben. Im nächsten Rundbrief werden wir eine neue Webseite mit Aufrufen, ersten Terminen, Layouts etc. vorstellen, die ihr alle dann bitte verlinken und weiterverbreiten könnt. Es wird auch eine Plakat Serie über Mumia im Zusammenhang mit der Todesstrafe, Gefängnisindustrie sowie den politischen Gefangenen in den USA geben. Ab Herbst werden diese Plakate auf Anfrage verschickt. Beteiligt euch an der Freilassungskampagne: Organisiert Filmvorführungen, Lesungen und Veranstaltungen vor Ort. Und merkt euch den April 2012 vor. Es wird dann in Berlin eine grosse Veranstaltung unter freiem Himmel geben, zu der wir euch bereits jetzt alle einladen möchten. Es wird allerhöchste Zeit, deutlich zu machen, dass sehr viele Menschen kein Verständnis mehr für die fortlaufende Inhaftierung Mumias haben: Mumia muss jetzt freigelassen werden! In diesem Zusammenhang freuen wir über die Neuerscheinung in der Bibliothek des Widerstands: "Band 14 - Mumia Abu-Jamal" ist ab sofort lieferbar. Die VVN/BdA verkauft in ihrem Online Shop nun auch Buttons & Aufkleber: Free Mumia Abu-Jamal Hier... Die anhaltende Kontroverse um die dänische Firma Lundbeck wegen ihrer Beteiligung an Hinrichtungen in den USA führt zu ersten Reaktionen unter Aktionär_innen: "Institutional investor drops Lundbeck" (Mehr hier...) Es freut uns, dass Profiteure des staatlichen Mordens auch in der EU mit Ansehens- und letztendlich finanziellem Verlust rechnen müssen. Es gilt, das auszubauen. Bitte beteiligt euch zahlreich an der Unterschriftenaktion, die Lundbeck in Hamburg übergeben werden soll: "Keine Lundbeck-Praeparate fuer Hinrichtungen in den USA" Mehr hier... Die britische Menschenrechtsorganisation REPRIEVE arbeitet seit geraumer Zeit weltweit recht erfolgreich daran, den Henker_innen den Zugang zu pharmazeutischen Mitteln zu erschweren, damit sich die Todesstrafe in einigen Ländern wie den USA nicht weiterhin als "Medizin" verstecken kann: Mehr hier... Auch in diesem Land passieren momentan wichtige Dinge. Im Magdeburger Revisionsverfahren um den Tod von Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam wird immer deutlicher, wie wenig ein Menschenleben in diesem Land zählt, wenn Polizisten für den gewaltsamen Tod verantwortlich sind. Die Staatsanwaltschaft fungiert eigentlich mehr und mehr als Verteidigung des Beamten, gegen den sie "offiziell" Klage führt. Die politische Repression schlägt nach dem 1. Mai wieder zu - für alle Berliner_innen siehe unten: Free Panther! weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Mai 2011Hallo, hier der aktuelleRundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhältstdiesen, weil du auf der Alarmliste für Mumia steht. Solltest Dukeinen Rundbrief mehr erhalten wollen, schreibe einfach eine leereMail mit dem Betreff "keinen Rundbrief mehr" an uns zurückund wir werden nur noch bei Gerichtsentscheidungen informieren. Womit wir auch sofort beimThema wären: am 26. April gab es die lang erwarteteGerichtsentscheidung in Bezug auf die Todesstrafe gegen MumiaAbu-Jamal. Das in Philadelphia angesiedelte 3. Bundesberufungsgerichtblieb in dieser Frage standhaft und beugte sich nicht dem politischenDruck der FOP und anderer. Sie erklärten aufs neue, dass sie dieTodesstrafe für Mumia als verfassungswidrig ansehen. Hierzu eineErklärung des NAACP Legal Defense Fund, der die Verteidigung vonMumia Abu-Jamal übernommen hat: Das ist ein grosserTeilerfolg im Kampf um Mumias Leben, auch wenn natürlich nochweitere Berufungen der Staatsanwaltschaft angekündigt sind. DieTatsache, dass sie sich auch nach über 29 Jahren Haft noch immernicht trauen, Mumia umzubringen, liegt letztendlich an der seitJahrzehnten anhaltenden öffentlichen Empörung. In einem von MumiasVerteidigerin Judith Ritter autorisierten Stellungnahme war amvergangenen Donnerstag zu lesen: "Nun liegt es an den Menschenmit Bewusstsein überall in der Welt, eine Bewegung aufzubauen, umdiesen aussergewöhnlichen schwarzen Radikalen (...) zu befreien." Klar ist, dass allejuristischen Institutionen sind sich in einem einig sind: wenn esnach ihnen geht, soll das Unrechtsurteil von 1982 bestehen bleibenund Mumia nie wieder freigelassen werden. Da der Verfolgungswille undder Schuldspruch gegen Mumia nicht auf Beweisen sondern nur aufpolitischen Erwägungen beruhen, kann auch nur politischer DruckMumia befreien. Die Justiz beweist seit Jahrzehnten, dass sie nichtan einer grundsätzlichen Klärung interessiert ist. Warum soll derafroamerikanische Aktivist bis ans Ende seines Lebens im Gefängnisbleiben? Es gibt keinen Grund. Mitder nach wie vor im Raum stehenden Drohung der Ermordung oderlebenslänglich lässt sich die Bewegung nicht einschüchtern. Inverschiedenen Ländern arbeiten Aktivist_innen derzeit an Ideen füreine länderübergreifende Freilassungskampagne, die die meiste Zeitdieses Jahres andauern wird. In Mumias 30. Haftjahr gibt es einewichtige Botschaft: Es reicht. SofortigeFreilassung von Mumia Abu-Jamal! Auch in der Bundesrepubliksind verschiedenste Aktivitäten angedacht. Wir hoffen, im JuniRundbrief bereits viele Vorschläge und Ankündigungen sowieEinladungen zur Teilnahme mitteilen zu können. Medial gibt es vieleBerichte und Einschätzungen zu dem Urteil (siehe dazu "Berichteaus der Bewegung" und auch die "Presseauswahl"weiter unten). Allen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass wir alle mitdieser Entscheidung Zeit gewonnen haben, um endlich Mumias Freiheitauf die Tagesordnung zu setzen. "JusticeOn Trial" heisst der neue Film über Mumia aus Philadelphia, dernun auf deutsch untertitelt in verschiedenen Veranstaltungsortengezeigt wird. Einige Termine stehen bereits in diesem Rundbrief. Fürweitere Ankündigungen bitte ab und zu auf Termine nachsehen. Mit grosserFreude haben wir erfahren, dass in den nächsten Tagen der Band"Mumia Abu-Jamal" in der `Bibliothek des Widerstands´ vomLaika Verlag erscheint. Neben zahlreichen Beiträgen verschiedenerAktivist_innen der weltweiten Free Mumia Bewegung gibt es auch neueTexte von Mumia Abu-Jamal selbst sowie wichtige Kontakte undRessourcen, um selbst aktiv für seine Freiheit und die Abschaffungder Todesstrafe einzutreten. Im Buch enthalten ist eine DVD mit dreiFilmen, die den fall beleuchten.
Alle weiteren Infos... Auch imKampf gegen die Todesstrafe gibt es neue Entwicklungen. Soberichteten wir in den letzten Monaten häufig über Probleme aus USBundesstaaten, sich die benötigten Chemikalien für die Giftspritzezu besorgen. Zwei Firmen haben in den letzten Wochen mit dem VersuchSchlagzeilen gemacht, an dem staatlichen Ermorden von Gefangenen inden USA zu verdienen. Die indische Firma Kayem sowie der dänischePharma Konzern Lundbeck, der sich trotz eindeutiger EU Richtlininenmit fadenscheinigen Ausflüchten als Lieferant für die Hinrichtungskammern versucht. Petition hier... Da dieser Konzern nachPressemeldungen auch mit dem Bundesstaat Georgia in Verhandlungensteht, kann das direkte Auswirkungen auf den drohenden 4.Hinrichtungsbefehl gegen Troy Davis haben, dem am 28.03. 2011 erneutsämtliche Rechte vor Gericht geraubt wurden. Wir möchten euch allebitten, erneut an den Online Protesten für Troy Davis teilzunehmen: Es gibtständig und überall Gefangene, die für minimalste grundlegendeRechte unter Einsatz ihrer Gesundheit oder sogar ihres Lebens kämpfenmüssen. Unterstützung von draussen kann oft viel erreichen.Anstaltsleitungen erfüllen Hungerstreikforderungen eher, wenn die Öffentlichkeit über die Zustände in den Knästen Bescheid weissund sich mit den Gefangenen solidarisiert (z.B. durch Briefe, Faxeoder Anrufe). In der Rubrik "Solidaritätmit Gefangenen" (siehe unten) zwei Beispiele aus den USA und derBRD. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom April 2011Hallo, hier der aktuelle Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhältst diesen, weil du auf der Alarmliste für Mumia steht. Solltest Du keinen Rundbrief mehr erhalten wollen, schreibe einfach eine leere Mail mit dem Betreff "keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden nur noch bei Gerichtsentscheidungen informieren. Während vor dem 3. Bundesberufungsgericht noch immer keine Entscheidung über die Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal gefallen ist, hat nun der Legal Defense Fund beim NAACP die offizielle Arbeit bei Mumias Verteidigung aufgenommen. Wer die Arbeit des Verteidigungsteams von Mumia oder die Kampagne zu seiner Freilassung finanziell unterstützen möchte, kann das hier tun. Der neue Film über Mumia mit dem Namen "Justice On Trial" wird in diesen Tagen untertitelt. Erste Aufführungen stehen bereits fest, weitere sind in Vorbereitung (siehe auf "Termine"). Einen Tag vor Mumias Geburtstag finden dieses Jahr die Ostermärsche der Friedensbewegung statt. Am Samstag, den 23. April werden dabei in einigen Regionen auch ein Redebeitrag von Mumia Abu-Jamal zu hören sein. Mumia ist seit Jahrzehnten an der us-amerikanischen Friedensbewegung beteiligt. Wer bei sich vor Ort Kontakt zur Friedensbewegung herstellen und den Beitrag von Mumia verbreiten möchte, setze sich bitte bald mit uns in Verbindung. Mumia hat am Sonntag, den 24. April seinen 57. Geburtstag. Wie wichtig Geburtstage für Gefangene, vor allem im Todestrakt sind, brauchen wir hier vermutlich nicht zu erklären. Schreibt Mumia eine Glückwunschkarte oder einen Brief. Alle notwendigen Informationen gibt es hier. Ende diesen/Anfang nächsten Monats erscheint im Buchverlag Laika der Band "Mumia Abu-Jamal" inklusive einer DVD mit drei Filmen. Der Band enthält neben Artikeln von Mumia selbst auch viele Stimmen aus den USA und bietet alles, um auch selbst Veranstaltungen und Öffentlichkeit zur Unterstützung von Mumia zu organisieren. Weitere Informationen... Am 28. März wurde bekannt, dass der US Supreme Court grünes Licht für einen 4. Hinrichtungsbefehl gegen den Afroamerikaner Troy Davis aus Georgia gegeben hat. Zwar kann Georgia anscheinend zur Zeit keine Hinrichtungen durchführen, da das notwendige Gift fehlt, aber es ist klar, dass Troy Davis akut bedroht ist (Hintergrund: siehe auch die verlinkten Artikel unter "Abschaffung der Todesstrafe jetzt!“). In den vergangenen vier Jahren hat es sehr starke Unterstützung für den Gefangenen gegeben, sowohl in den USA als auch hier in Europa. Drei Hinrichtungen konnten durch weltweiten Druck verhindert werden. Viele aus unserem Netzwerk waren daran beteiligt - nun geht dieser Kampf in die nächste Runde. Bitte achtet auf Ankündigungen. Am 10. März schaffte der US Bundesstaat Illinois die Todesstrafe ab. Nach New York City, New Mexico und New Jerseys Abschaffung ist nun die niedrigste Anzahl von hinrichtenden Bundesstaaten in den USA seit 1978 erreicht. Sobald die Todesstrafe in den gesamten USA endgültig gefallen ist, ist die Tür zur weltweiten Abschaffung offen... Bei der grossen Freude über die Entwicklung in Illinois möchten wir auch daran erinnern, dass viele Gefangene noch immer zu Lebenslänglich ohne Bewährung verurteilt werden, was von vielen als die "Andere Todesstrafe" bezeichnet wird. An den rassistischen und monetären Methoden der US Justiz hat sich im Grossen bisher wenig geändert. (weitere Berichte zur Abschaffung der Todesstrafe siehe unten - Abschaffung der Todesstrafe jetzt!) In diesen Tagen des atomaren Wahnsinns spüren viele Menschen, dass die ökonomische Grundordnung unserer Gesellschaft die Ursache existentieller Probleme für uns alle ist. Lasst uns in diesem Zusammenhang auch an die Gefangenen denken, die dagegen gekämpft haben und vom Staat inhaftiert wurden - sowohl hier als auch überall sonst in der Welt - die politischen Gefangenen. Im vergangenen Monat fanden an vielen Orten Veranstaltungen zum Tag der politischen Gefangenen (18. März) statt. Das Berliner Free Mumia Bündnis legte die Aufmerksamkeit an zwei Abenden auf die politischen Langzeitgefangenen in den USA. Ca. 130 Zuhörerinnen hörten Informationen über politische Aktivist_innen, die z.T. bereits seit den 60iger Jahren inhaftiert sind. Verschiedene Befreiungsbewegungen wurden kurz vorgestellt und Möglichkeiten zur Unterstützung besprochen. Als Ergebnis soll nun ein Reader und eine begleitende Dia Show produziert werden, welche demnächst online zur Verfügung stehen soll. (weitere Berichte zum 18. März siehe unten "Gegen Repression - Solidarität mit Gefangenen") In den USA gibt es derzeit verschiedene Initiativen, die über 2,5 Millinionen Gefangenen zurück in das öffentliche Bewusstsein zu holen und die Masseninhaftierung zu beenden. Neben Versuchen, endlich die Opfer des COINTELPRO Programmes aus der Black Panther Party und anderen Bewegungen zu befreien, findet am 23. April auch ein Symposium zur Frage des Rassismus in den aktuellen Inhaftierungen statt: Black Political Imprisonment, Here and Now! weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom März 2011Hallo, hier der März Rundbrief für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal, den du erhältst, weil du auf der Alarmliste für Mumia eingetragen bist. Falls du ihn nicht bekommen möchtest, schreib einfach eine leere E-Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Am 28. Januar 2011 beauftragte Mumia Abu-Jamal den NAACP Legal Defense and Educational Fund, Inc. (LDF), um ihn in seinem Verfahren zur unterstützen. LDF wird das Verteidigerteam um Judy Ritter, die Mumia Abu-Jamal seit 2003 vertritt, verstärken. Noch gibt es keine Entscheidung von dem 3. Bundesberufungsgericht. Am 9. November vergangenen Jahres hatte es dort eine Anhörung gegeben, in der die Staatsanwaltschaft erneut verlangte, eine Hinrichtung von Mumia zu ermöglichen. Mumias Verteidigerin Judith Ritter hatte die fehlende gesetzliche Grundlage dieser Forderung deutlich herausgestellt. Doch nach allen Erfahrungen mit der Justiz in diesem inzwischen Jahrzehnte währenden Rechtsbruch ist es sehr zweifelhaft, dass Gerichte positive Entscheidungen für Mumia fällen. Nach Einschätzung von BeobachterInnen vor Ort ist die öffentliche Meinung in Philadelphia jedoch äusserst kritisch, was das derzeitige Anliegen der Staatsanwaltschaft angeht. Hier bedarf es weitergehender Unterstützung, um den Behörden deutlich zu machen, dass das Interesse an Freiheit und Gerechtigkeit für Mumia Abu-Jamal ungebrochen ist. In diesem Zusammenhang können wir nur immer wieder auf die Schreibkampagne für Mumia hinweisen: Hier... Briefe oder Karten an Mumia zeigen ihm, aber auch den Post zensierenden Behörden, wie weit der Fall weltweit beobachtet wird. Mumias Adresse: Mumia Abu-Jamal AM 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen. In diesem Zusammenhang finden bundesweit etliche Informationsveranstaltungen über Mumia Abu-Jamal und weitere politische Gefangene aus den USA statt. (siehe Termine). In der Februar Ausgabe dieses Rundbriefes wurde die Rote Hilfe Beilage erst zum Tag der politischen Gefangenen in der Tageszeitung Junge Welt (jW)angekündigt. Das war falsch. Die Beilage wird bereits früher, nämlich am 10. März in jW beiliegen. Mumias 57. Geburtstag (24.04.2011) fällt dieses Jahr auf das Wochenende der Ostermärsche der Friedensbewegung in der BRD. In einigen Orten gibt es bereits Austausch mit lokalen OrganisatorInnen der Friedensbewegung. Mumia ist um einen Redebeitrag für die Ostermärsche gebeten worden. Falls Leserinnen oder Leser hier selbst aktiv werden und lokal etwas für Mumia organisieren möchten, meldet euch bitte. Vielleicht können wir Ideen und Material austauschen. Ebenfalls in der Zeit um Mumias Geburtstag erscheint ein Buch in der Laika Bibliothek des Widerstand über seinen Fall. Es wird neben zwei bereits bekannten auch einen neuen Film über Mumia enthalten. Dieser heisst "Justice On Trial" und hatte im November 2010 in Philadelphia Premiere. Parallel zu der Erscheinung sind bereits mehrere Veranstaltungen in Planung. Auch hier können sich Interessierte gerne an uns wenden. Anfang Februar wurde bekannt, dass die US Gesundheitsbehörde FDA neben England und Italien auch in anderen EU Ländern nach dem für die derzeitige Hinrichtungsmethode notwendigen Thiopental gesucht hat. In Österreich stellt die Schweizer Firma Sandoz dieses Präparat her und deren Produkte sind seit Herbst letzten Jahres an die FDA verkauft worden. Siehe hier... Inzwischen scheint es so, als ob die Behörden der verschiedenen Bundesstaaten sich von der Illegalität ihrer Giftbeschaffung nicht weiter abschrecken lassen und Hinrichtungen weiterhin durchführen. Nach Einschätzung verschiender Anti-TodesstrafenaktivistInnen werden die beteiligten US Bundesstaaten in Zukunft versuchen, den Cocktail bei der Hinrichtung mit der Giftspritzen durch ein einziges Medikament zu ersetzen. Wenn wir die Todesstrafe wirklich abschaffen wollen, müssen wir die gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber intensivieren. Es zeigt sich, dass auch in einem sog. "rechtsstaatlichen" Europa kaum Probleme für die HenkerInnen bestehen, Material für das staatliche Ermorden von Gefangenen zu beschaffen. Und ansonsten denken sie sich halt etwas neues aus, um Gefangene zu ermorden. Die Todesstrafe wird nur über entschlossene gesellschaftliche Ablehnung abgeschafft werden. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Februar 2011Hallo, hier der Februar Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal, den du erhältst, weil du auf der Alarmliste für Mumia eingetragen bist. Falls du ihn nicht bekommen möchtest, schreib einfach eine leere E-Mail mit Betreff "keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Es gibt noch immer keine Nachricht über eine Entscheidung vor dem 3. Bundesberufungsgericht. Dieses Gericht sitzt derzeit erneut über die Frage der Todesstrafe gegen Mumia (Mehr hier...). Eine Bitte: schreibt Mumia jetzt wieder öfter. Jede Karte, jeder Brief zeigt den Behörden, wie gross das öffentliche Interesse an Gerechtigkeit in seinem Fall ist.. Adresse und alle Details... Am 18. März 2011 ist der Tag der politischen Gefangenen. Es wird dort auch Aktivitäten im Zusammenhang mit Mumia Abu-Jamal geben (siehe "Termine" weiter unten). Die Rote Hilfe bringt am 18. März eine Zeitung als Sonderbeilage in der Jungen Welt heraus. Der Buchverlag LAIKA erstellt momentan in Zusammenarbeit mit AktivistInnen aus der Free Mumia Bewegung einen Band über Mumia Abu-Jamal:
hier...
Die Forderung nach einer Bürgerrechtsuntersuchung in Mumias Fall in den USA wird lauter. Um Mumias Geburtstag herum werden deshalb erneut UnterstützerInnen das Justizministerium in Washington aufsuchen. Die Forderung kann auch im Internet unterschrieben werden.
Der deutsche Text steht hier...
Amnesty International erneuerte anlässlich der Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht im vergangenen November, dass Mumia ein in neues Verfahren und kein neues Todesurteil verdiene: hier... Wir werden momentan häufig gebeten, etwas zu den Veränderungen in Mumias Verteidigungsteam zu schreiben - in den letzten Wochen wurde an verschiedenen Stellen von einem angeblichen "Wechsel" gesprochen. Das ist falsch. Anfang November ist lediglich Robert R. Bryan aus der Verteidigung ausgeschieden. Mumia schrieb dazu selbst am 11. November 2010: Vollständiger Text und Brief im Original.
Spendenkonto für die Verteidigung von Mumia Abu-Jamal in Deutschland: Von dort werden die Spenden an die National Lawyers Guild in New York weitergeleitet und dem gesammten Verteidigunsgteam von Mumia zur Verfügung gestellt. Sehr viele politische Gefangene in den USA sind bereits seit den 70iger Jahren (und teilweise auch noch länger) inhaftiert. Sie wurden Opfer des verdeckten FBI Programms COINTELPRO. Das war ein mit geheimdienstlichen Methoden angelegtes Aufstandsbekämpfungsprogramm, mit dem das FBI seit den 50iger Jahren systematisch linke Opposition gegeneinander aufhetzte, politische Brüche durch AgentInnen herbeiführte, AktivistInnen mit gefälschten Beweisen inhaftierte und teilweise in die Todestrakte brachte sowie in Zusammenarbeit mit lokalen Polizeien politische Morde initiierte. Das wohl bekannteste Mordopfer des FBI war 1969 der Black Panther Aktivist Fred Hampton in Chicago. Die Hintergründe seiner Ermordung wurden 1975 aufgedeckt. Nach verschiedenen Verfahren und Anhörungen im Kongress musste das FBI die Existenz dieses Programmes zugeben und mehrere Dutzend Morde und einige Hundert manipulierte Verurteilungen einräumen. Häufigster Methode, um "Lebenslänglich" für linke AktivistInnen zu erreichen, waren übrigens untergeschobene Polizistenmorde. Der Zusammenhang zu Mumia Abu-Jamal, der selbst seit seinem 15. Lebensjahr im Visier des FBI stand, ist offensichtlich. Vor einigen Monaten begann in den USA eine Kampagne zur Freilassung von politischen Langzeitgefangenen aus der Zeit des COINTELPRO. Dazu diesmal einige Artikel Links unter "Gegen Rassismus und Repression". Bitte beachtet in diesem Zusammenhang auch die Demo für Leonard Peltier in Frankfurt am 5. Februar (Mehr hier...). sowie den Anruf-Fax-E-mailtag am 6. Februar ( (Mehr hier...). In den USA hat das Ermorden von Gefangenen in den letzten Wochen einiges an "geregelter Normalität" verloren. Durch den Verlust von Nachschub an Thiopental sind die Henker inzwischen damit beschäftigt, das für Hinrichtungen nötige Gift aus der EU und Indien zu importieren, oder auf andere Gifte aus der Tiermedizin umzusteigen, wie z.B. in Oklahoma. Letzteres birgt zwar "rechtsstaatliche" Komplikationen. Es scheint sich aber niemand so richtig zuständig zu fühlen. Ein Händler aus Westlondon hatte Ende September 2010 bereits den US Bundesstaat Arizona beliefert. Damals war Thiopental für mindestens 10 Hinrichtungen aus der EU ausgeführt worden.
(hier...)
Andere US Bundesstaaten wie z.B. Texas haben auch nur noch sehr wenig Thiopental. Sie alle schauen nach Oklahoma, wo gerade Pentobarbital eingesetzt wird, was einem Medikament aus der Tiermedizin ähnelt. Es dürfte den beobachtenden Bundesstaaten hierbei weniger um die Wirkung der Chemikalie gehen, sondern eher darum, wie sich Oklahoma öffentlich und juristisch damit behauptet. Der Hintergrund: In verschiedenen US Bundesstaaten ist seit einigen Monaten das Gift für Hinrichtungen knapp: (hier...) Eine zunächst erstaunliche Meldung erreichte uns im Januar über den Pharma Konzern Hospira. Sie werden in Zukunft kein Natrium Thiopental mehr herstellen. Das Produkt von Hospira ist durch Grundsatzurteile in den Hinrichtungsprotokollen der US Bundesstaaten vorgeschrieben. Es ist die erste der drei Chemikalien, welche bei der Hinrichtung mit der Giftspritze injiziert werden. Hospira geriet in Nöte, als seine in Italien ansässige Produktion kein Natrium Thiopental mehr an die USA liefern durfte, weil die EU eine Beteiligung europäischer Firmen an Hinrichtungen nicht billigt und nach der erfolgten Lieferung aus London inzwischen aktiv dagegen vorzugehen scheint. Das wird vielleicht in mehreren US Bundesstaaten, die Hinrichtungen mit der Giftspritze durchführen, zu neuen Anhörungen führen. Momentan ist eine wichtige Zeit für TodesstrafengegnerInnen, die Brutalität dieser Hinrichtungsmethode in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Gleichzeitig gilt es insbesondere in Europa zu beobachten, ob sich Pharma Firmen erneut über das EU Ausfuhrverbot hinweg setzten um doch die hinrichtenden Bundesstaaten in den USA beliefern (hier...). Laut "Berliner Umschau" prüfe die Bundesregierung gerade ein generelles Exportverbot für Thiopental: (hier...). weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Januar 2011Hallo, hier der neue Januar Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhältst diesen monatlichen Rundbrief, weil du auf der Notfall Liste für Mumia eingetragen bist. Falls du ihn nicht mehr bekommen möchtest, schreib einfach eine leere Mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" zurück, und wir werden nur noch im Alarmfall mailen. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches neues Jahr. In den vergangenen Wochen ist viel passiert. Rund um die gerichtliche Anhörung über die Todesstrafe gegen Mumia melden sich immer mehr UnterstützerInnen selbst zu Wort. In den "Berichten aus der Bewegung" gibt es diesmal Meldungen über die Anhörung, Veränderungen in Mumias Verteidigungsteam, die öffentliche Debatte in Philadelphia sowie mehrere Demonstrationsberichte. Auch außerhalb der USA gibt es Solidaritätsaktionen. Noch ist keine Entscheidung des 3. Bundesberufungsgerichtes bekannt geworden. Gleich in der kommenden Woche gibt es verschiedene Informationsveranstaltungen über Mumia Abu-Jamal im Einzugsgebiet dieses Rundbriefes (siehe "Termine"). Für alle Interessierten: falls es euch möglich ist, demonstriert am Sonntag, den 9. Januar gemeinsam mit uns auf der Luxemburg-Liebknecht Gedenkdemonstration in Berlin. Es wird im Anti-Kapitalistischen Block ein großes FREE MUMIA Transparent geben. Bringt auch eure eigenen Mumia Transparente/Schilder etc. mit. Wir greifen eine Anregung auf und verlinken ab jetzt häufiger Beiträge von Mumia Abu-Jamal selbst. Das Berliner Free Mumia Bündnis bedankt sich bei allen, die im vergangenen Monat die Berliner Demo für Mumia so hervorragend unterstützt haben. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Dezember 2010Hallo, hier der Dezember Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhälst diesen monatlichen Rundbrief, weil du auf der Notfall Liste für Mumia eingetragen bist. Falls du den Rundbrief nicht mehr bekommen möchtest, schreib einfach eine leere Mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" zurück, und wir werden dich nur noch im Alarmfall kontaktieren. Wenn du den Rundbrief selbst weiter verbreitest, hilft das sehr. Der vergangene Monat stand ganz im Zeichen der Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht. Diese fand am 9. November in Philadelphia statt. Wie in voran gegangenen Rundbriefen beschrieben, musste Mumia sich erneut gegen die Todesstrafe auf Antrag der Staatsanwaltschaft wehren. Für viele sicherlich überraschend entliess Mumia wenige Tage vorher seinen langjährigen Anwalt Robert R. Bryan. Dieser legte daraufhin sein Mandat nieder (http://mumialegal.org/ 1. Meldung vom 5. November 2010). Mumia liess sich von seiner Anwältin Judith Ritter vertreten. Sie hatte in der selben Frage bereits 2007 erfolgreich vor Gericht gegen die Todesstrafe argumentiert. Ritter arbeitet bereits seit Jahren in Mumias Verteidigungsteam, ebenso wie Christina Swarns, die am 9. November auch als Zuschauerin an der Anhörung teilnahm. Es gibt sehr viele Beschreibungen und Analysen der Vorgänge im Gericht und der begleitenden Proteste. Das allermeiste ist natürlich in englisch (siehe unten "Berichte aus der Bewegung"). Ein Audio Mitschnitt von der Gerichtsanhörung im 3. Bundesberufungsgericht ist hier frei verfügbar: hier... Der Verlauf der Anhörung am 9. November und auch die zahlreichen Solidaritäts-Proteste in Philadelphia vermittelten zunächst den Eindruck, dass es bestmöglich gelaufen sei. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Mumia juristisch eigentlich immer gute Argumente und Präzedenzfälle auf seiner Seite hatte, jedoch nie eine Chance bekam. Es ist klar, dass Mumia nicht aufgrund juristischer Formalien sondern lediglich aufgrund jahrzehntelanger praktischer Unterstützung noch lebt und nicht vom Staat ermordet wurde. Mit einer Entscheidung vom 3. Bundesberufungsgericht über das Leben von Mumia ist in den nächsten Monaten zu rechnen. Auf einem Treffen verschiedener Mumia-Solidaritätsgruppen wurde beschlossen, nun stärker öffentlich aufzutreten, um den US Behörden deutlich zu machen, dass sie die von ihnen beabsichtigte Ermordung eines kritischen Journalisten nicht durchziehen können. Wir bitten alle, bei der Mobilisierung für die FREE MUMIA Demonstration am Samstag, den 11. Dezember 2010 in Berlin mitzuhelfen. Neben Mumias wird dort auch die Freilassung von Leonard Peltier (siehe auch unten bei den Anti-Repressionsnachrichten) und den Cuban Five gefordert, die ebenfalls politische Gefangene in den USA sind. Ausserdem wollen wir uns lautstark für die generelle Abschaffung der Todesstrafe einsetzen - kein Staat hat das Recht, Gefangene zu ermorden. Im Internet stehen zahlreiche Materialien zur Verfügung. Kopiervorlagen, Internetbanner, Flyer und Poster Der Aufruftext steht auch als Tonaufnahme bereit. Plakate sind bundesweit in Infoläden und bei den Ortsgruppen der Roten Hilfe vorhanden. In Berlin natürlich bei uns (schreibt eine Mail) oder auch im Buchladen Schwarze Risse im Mehringhof. Für nächstes Jahr wird eine weitere überregionale Demonstration in einer anderen Stadt der Bundesrepublik ins Auge gefasst. Wir müssen die verbleibende Zeit nutzen, um daraus grosse Proteste zu machen. Kommt auf die Strasse! Sowohl in den USA, aber auch in Frankreich und England ist in den letzten Wochen ein sprunghafter Anstieg der Solidaritätsaktivitäten zu beobachten. Daher sind diesmal die meisten Berichte und Video Links aus der Bewegung in englisch. Auch in Mexico und Brasilien gingen in den letzten Wochen Menschen für das Leben und die Freiheit von Mumia auf die Strasse. Eine interessante Diskussion von Gefangenen aus den Todestrakten der USA selbst gelangt zusehends ins Bewusstsein der Bewegung: Lebenslänglich ohne Bewährung ist die "andere Todesstrafe". Der Bundesstaat Texas wurde gerade erneut überführt, einen Gefangenen, der unschuldig im Sinn des Tatvorwurfs war, hingerichtet zu haben. (mehr dazu siehe unten) weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom November 2010Hallo, hier der aktuelle Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal, den du erhälst, weil du auf der Alarm-Liste stehst. Wenn du den Rundbrief auch selbst weiterverbreiten kannst, hilft das. Er kann per E-mail auch wieder ab bestellt werden: einfach eine leere E-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück, und wir werden nur noch im Alarmfall anschreiben. In wenigen Tagen, am Dienstag, den 9. November 2010 findet eine Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht in Philadelphia statt. Das Gericht soll über das Strafmass von Mumia Abu-Jamal beratschlagen. So hat es der Oberste Gerichtshof der USA im Januar 2010 angeordnet. Zur Auswahl stehen nun entweder die Durchführung der Todesstrafe oder Lebenslänglich ohne Bewährung. Im günstigsten Fall könnte das zu einem Prozess über das Strafmass führen. Dann würde eine Jury einberufen, Mumia sässe mit selbst gewählter Verteidigung im Gerichtssaal und könnte vor der (weltweiten) Öffentlichkeit Anträge und Beweise einbringen, die ein völlig anderes Licht auf die Nacht des 9. Dezembers 1981 werfen würden, als es bei seiner Verurteilung geschehen ist. 1982 wurde Mumia keine Chance gegeben, sich in irgendeiner Weise zu verteidigen. Mit manipulierten und z.T. frei erfundenen Beweisen und Aussagen war er damals für einen untergeschobenen Polizistenmord zum Tod verurteilt worden. Natürlich ist auch eine völlig andere Entwicklung möglich: und zwar die Bestätigung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal. Nach jahrzehntelangen immer wieder blockierten Versuchen, ein komplett neues Verfahren über die Schuldfrage zu erhalten, ist eines deutlich geworden: die Justiz hat grosse Angst davor, dass Mumia Abu-Jamal jemals wieder vor einer Jury reden könnte. Das wollen sie mit aller Macht verhindern. Am 9. November wird die Staatsanwaltschaft versuchen, endgültig die Weichen auf Hinrichtung zu stellen. Mumias Verteidigung wird dort um sein Leben kämpfen (http://www.mumialegal.org/). Es ist davon auszugehen, dass auch viele Anhänger der politisch rechten Polizeibruderschaft FOP erscheinen, um den von ihnen seit Jahren geforderten Lynch Mord an Mumia weiter zu unterstützen. In Philadelphia findet am Vortag eine öffentliche Debatte von Mumia-GegnerInnen zusammen mit dem Staatsanwalt Seth Williams statt, mit der sie versuchen wollen, eine günstige Stimmung für die Ermordung von Mumia zu schaffen. An der Ostküste der USA mobilisieren UnterstützerInnen von Mumia für den 8. + 9. November nach Philadelphia ( http://freemumia.com/nov9.html ). Am 8. November werden viele voraussichtlich ihre Meinung gegenüber der Hetzveranstaltung mit Staatsanwalt Seth Williams zum Ausdruck bringen. Am frühen Morgen des 9. November gibt es eine Demo und Mumia-UnterstützerInnen werden danach versuchen, Sitze im Zuschauerraum des Gerichts zu bekommen. An der Westküste wird es am selben Tag eine Free Mumia Demo in Oakland geben. Auch in anderen Ländern sind Demos und Kundgebungen für 9. November angekündigt. In Frankreich vor US Konsulaten in folgenden Städten: Paris, Bordeaux, Lyon, Marseille, Nice, Rennes, Strasbourg und Toulouse. Aus London haben wir die Details der Demos unten in der Terminliste veröffentlicht. In diesem Zusammenhang ist es sehr erfreulich, dass das Europäische Parlament sich Anfang Oktober eindeutig für Mumia positioniert und auch angekündigt hat, im Januar 2011 eine Delegation für ihn und Troy Davis an Obama zu schicken, um ihre Fälle anzusprechen und sich für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA einzusetzen (http://www.freedom-now.de/news/artikel667.html). Mit einer Entscheidung des 3. Bundesberufungsgerichtes ist laut Verteidigung ab Dezember 2010 zu rechnen. Für den 11. Dezember 2010 mobilisert das Berliner Free Mumia Bündnis zu einer Demonstration ( http://mumia-hoerbuch.de/demonstration.htm#demo111210 ). Alle Leserinnen und Leser sind aufgerufen, sich selbst an der Mobilisierung für diese Demonstration zu beteiligen. Kopiervorlagen und weiteres Material für die Berliner Free Mumia Demo sind in wenigen Tagen hier... Die US-Gerichte haben fast alle Türen für Mumia zugeschlagen. Daher lasst uns in Mumias Haftjahrestagswoche (am 9. Dezember 2010 sitzt er 29 Jahre in Haft) auf die Strasse gehen und klarstellen, dass wir Rassismus, Sklaverei in Form der Gefängnisindustrie und vor allem staatlich sanktioniertes Ermorden von Gefangenen ganz klar ablehnen. Free Mumia! Vom Ausgang der juristischen Auseinandersetzung hängen auch weitere Planungen für Notfallproteste ab. Zwar gäbe es auch bei einer negativen Entscheidung gegen Mumia noch einige Wochen und Monate weiterer Schritte, aber eine Rücknahme der Todesstrafe wäre dann wohl kaum noch zu erwarten. Daher werden UnterstützerInnen von Mumia vor der erwartetetn Gerichtsentscheidung im Dezember klar machen, dass wir diesen möglichen Justizmord verhindern werden. Für den Fall, das ein gültiger Hinrichtungsbefehl herauskommt, sollten wir daher alle erneut die Notfallproteste im Auge behalten. Ob Mumia Abu-Jamal lebt oder stirbt, wird dann auch von uns allen abhängen. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Oktober 2010Hallo, hier der aktuelle Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Wenn du den Rundbrief auch selbst weiterverbreiten kannst, hilft das viel. Vor einigen Tagen kam die Ankündigung des 3. Bundesberufungsgerichtes: die erneute Anhörung über Mumias Leben und die Todesstrafe wird 9. November 2010 in Philadelphia stattfinden (siehe auch Presseberichte weiter unten). In einem Interview im August machte Mumias Verteidiger Robert R. Bryan die Bedeutung dieser juristischen Ebene noch einmal deutlich: "Sollte das 3. Bundesberufungsgericht gegen uns entscheiden, ist Mumia von der Hinrichtung bedroht." (Die genauen juristischen Details erklärte er hier... Für die Unterstützungsbewegung heisst es daher, die Forderung nach Mumias Freilassung öffentlich zu verstärken und gleichzeitig erneut über Notfallproteste nachzudenken. Es ist deutlich, dass der Staat von Pennsylvania wirklich so weit gehen und Mumia ermorden will. Glücklicherweise konnten in den USA innerhalb der letzten Wochen einige bedeutende Erfolge im Kampf um Mumias Leben errungen werden. So scheiterten (bisher jedenfalls) die Bemühungen der rechts-gerichteten Polizeibruderschaft FOP, mittels eines gross angekündigten Propaganda Filmes mediale Stimmung für Mumias Hinrichtung vorzubereiten. Es gelang einem Filmteam rund um die Produzentin Johanna Fernandez zeitgleich, einen neuen Film über Mumias Verfahren und die zahlreichen Rechtsbrüche seitens der Justiz gegen ihn fertigzustellen. Der Name des Films ist "JUSTICE ON TRIAL - The Case of Mumia Abu-Jamal" (Details hier...). Er findet seit seiner Premiere in zahlreichen Artikeln positive Erwähnung. Eine kleine Auswahl ist auch unter "Presse zu Mumia" weiter unten aufgelistet. Ein neuer ballistischer Test untermauert die Erkenntnis, dass die Anklage gegen Mumia auf Falschbehauptungen beruht (mehr dazu unter "Berichte aus der Bewegung"). Der US Free Mumia Bewegung ist es ausserdem gelungen, die durch das "Confidential Memorandum" ausgelösten Streitigkeiten in der Anti-Todesstrafenbewegung in Teilen zu überwinden (siehe auch September Rundbrief). Am 9. Oktober wird es gemeinsam mit diversen Anti-Todesstrafen Organisationen der USA eine Demo für Mumia und die Abschaffung der Todesstrafe gegen. Startpunkt: die us-weite Zentrale der FOP in Philadelphia... Weitere Meldungen aus der us-amerikanischen Unterstützungsarbeit für Mumia Abu-Jamal stehen auch in der im September erschienenen ABU-JAMAL-NEWS (AJN): Hier... In den letzten Wochen haben wir von neuen Mumia Initiativen in Gross-Britanien und Portugal gehört. Wir denken, dass es in Zukunft also auch in Europa noch mehr Unterstützung für Mumia geben wird. Der Kampf um das Leben und die Freiheit für Mumia Abu-Jamal geht (erneut) in eine sehr ernste Phase. Mumia sagte bei einem Haftbesuch im April: "Niemand darf unterschätzen, was schon wenige organisierte Menschen bewegen können. Mein Überleben hier ist der konkrete Beweis, wozu organisiertes Handeln fähig ist". (Hier...) Mumias Hinrichtung wurde bereits mehrfach verhindert. Gemeinsam können wir es wieder schaffen. An dieser Stelle eine Bitte an alle Leserinnen und Leser: bitte überlegt, was ihr persönlich in den nächsten Monaten tun wollt und könnt. Einige Anregungen dazu stehen hier... In Berlin ist bereits eine Demonstration am 11. Dezember 2010 angekündigt. Ausserdem gibt es mehrere Informationsveranstaltungen an anderen Orten (siehe "Termine"). weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom September 2010Hallo, hier der aktuelle September Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Er kann per E-mail auch wieder abbestellt werden: einfach eine leere E-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück, und wir werden nur noch im Alarmfall anschreiben. Mumias Verteidigung verbrachte die letzten Wochen mit Eingaben an das 3. Bundesberufungsgericht in Philadelphia. Dort muss nach Vorgabe des US Supreme Courts vom Januar diesen Jahres erneut über die Todesstrafe gegen Mumia entschieden werden. In einem Interview sagte Hauptverteidiger Bryan, dass zum Jahresende möglicherweise mit einer Entscheidung zu rechnen sei. Er wies erneut die grosse Gefahr hin, in der sich Mumia befinde. Gleichzeitig kündigte er eine neue private Untersuchung von Mumias Fall an, um die Manipulationen in seinem ursprünglichen Verfahren noch einmal deutlich herauszuarbeiten. Der Anwalt erwähnte die positive Wirkung, die die Postkarten an Mumia auf die Wahrnehmung der Behörden haben und rief dazu auf, unbedingt weiterhin viele Karten und Briefe an Mumia zu schicken. Das gesamte Interview steht weiter unten unter "Ressourcen/Materialien" zum Download bereit. In schriftlicher Form ist es unter den "Berichten aus der Bewegung" verlinkt. Im September wird der bereits im letzten Rundbrief erwähnte Hetzfilm gegen Mumia in Philadelphia Premiere haben. Filmautor Tigre Hill kündigt unter Mithilfe illustrer Schwergewichte wie dem rechtskonservativen Mumia Gegner Mike Smerconish, der FOP oder auch dem ehemaligen Staatsanwalt McGill an, einen "alternativen" Blick auf den Fall zu werfen. Kurz zusammengefasst behauptet er, Mumia habe aufgrund seiner früheren Black Panther Mitgliedschaft angeblich geplant, Polizisten zu erschiessen. Eventuell sei sogar sein Bruder Teil dieser Verschwörung gewesen, so die absurde Behauptung. Was an diesen bewussten Lügen neu sein soll, ist jedoch unverständlich. Smerconish selbst schrieb schon 2007 das Buch "Murdered by Mumia" und begleitete dessen Erscheinen damals mit einigen Radiosendungen, in denen er McGill genau dazu interviewte. Die allermeisten Behauptungen sind falsch, vieles daran ist schlichtweg gelogen - aber nichts daran ist neu. Da Smerconish jedoch US-weit wahrgenommen wird und offensichtlich auch gute Kontakte zu bundesdeutschen "Leitmedien" unterhält, ist es durchaus möglich, dass wir in naher Zukunft ähnliches auch hier sehen werden. Es könnte dann eine wichtige Aufgabe für UnterstützerInnen von Mumia Abu-Jamal und Todesstrafen GegnerInnen werden, dieser Desinformation mit allen Mitteln entgegen zu treten. Am 10. Oktober ist Internationaler Tag gegen die Todesstrafe. In Philadelphia findet ein landesweiter Kongress der US Anti-Todesstrafen Bewegung statt. Mehrere Organisationen werden gemeinsam mit der Free Mumia Bewegung bereits am 9. Oktober eine Demonstration vor dem US-Hauptquartier der Polizeibruderschaft Fraternal Order of Police (FOP) in Philadelphia durchführen (hier...) Die extrem rechte FOP ist die treibende Kraft, die Mumia und viele andere Gefangene, darunter z.B. auch Troy Davis, hinrichten lassen will. Anschliessend wollen sie sich auf dem Kongress dafür einsetzen, dass die Bewegung zur Abschaffung der Todesstrafe sich zu 100% für alle Todestrakthäftlinge einsetzt. Unter den aufrufenden Organisationen befinden sich die World Coalition Against The Death Penalty, das Texas Moratorium Network, die Texas Coalition to Abolish the Death Penalty, die Campaign to End the Death Penalty (CEDP), die Witness to Innocence (Philadelphia) oder auch entlassene ehemalige Todestrakthäftlinge. Vor dem Hintergrund der Vorfälle im Februar 2010 (http://www.jungewelt.de/2010/07-23/001.php) ist dies eine sehr positive Entwicklung. Schon in der nächsten Woche erscheint eine neue Ausgabe der US-weit publizierten "Abu-Jamal-News". Darin enthalten sind viele weitere Informationen zu den Entwicklungen rund um Mumias Fall in den USA http://www.abu-jamal-news.com/ Bei Betrachtung der Berichte und Medienartikel des vergangenen Monats lässt sich feststellen, dass Teile der Bewegung ähnlich wie im vergangenen Jahr auch 2010 "keine Sommerpause im Kampf um Mumias Freiheit" gemacht haben. Ganz deutlich wird das auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit. Im Europaparlament liegt derzeit ein Resolutionsantrag für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA und das Leben von Mumia Abu-Jamal aus. Wenn bis zum 11. Oktober 2010 über die Hälfte aller Europaabgeordneten unterschrieben haben, wird das automatisch eine EU-Resolution. Verschiedene InitiatorInnen aus grünen und sozialistischen Parteien weisen darauf hin, dass es helfen könnte, wenn im September alle Europaabgeordneten Post aus ihren Wahlkreisen bekommen, verbunden mit einer Nachfrage bzw. Aufforderung, diese Resolution zu unterschreiben. Alle bundesdeutschen Abgeordneten sind hier zu finden: hier... Nicht nur Mumia Abu-Jamals Kampf um sein Leben ist in einer sehr ernsten Phase. Auch den im Bundesstaat Georgia zum Tod verurteilte Troy Davis trennen nur noch wenige Schritte vor einer staatlichen Ermordung. In einem an offener Ignoranz kaum zu überbietenden Vorgang lehnte es Bundesrichter Moore am 23. August ab, Troy Davis' Unschuld anzuerkennen, nachdem zuvor bereits die Beweislast gegen den Angeklagten umgedreht worden war. Die Mumia-Hörbuchgruppe veröffentlichte einen Artikel dazu auf Indymedia. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom August 2010Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, am 28. Juli reichte Mumias Verteidigung einen Schriftsatz beim 3. Bundesberufungsgericht ein, an welches der Fall vom höchsten US Gericht im Januar 2010 zurückverwiesen wurde. Es geht nach wie vor um die Frage, ob das Gericht die Todesstrafe gegen Mumia bestätigt oder aber auf Lebenslänglich ohne Bewährung entscheidet. Die Verteidigung dazu: "Mumia ist in grosser Gefahr.". Vollständiger Brief der Verteidigung im Original. (deutsche Übersetzung) Vor kurzem erschienen deutschsprachige Übersetzungen über die Versuche einiger aus der US Anti-Todestrafen Bewegung, Mumia gegen die Sympathie der rechten Polizeibruderschaft F.O.P. einzutauschen (im letzten Rundbrief verschickten wir bereits die Links zu den amerikanischen Artikeln). Das IVK Bremen hat sich die Mühe gemacht, alle relevanten Artikel zu übersetzen. Weitere Reaktionen aus der Anti-Todesstrafen Bewegung wurden seit dem veröffentlicht (siehe dazu "weitere Artikel zur versuchten Einflussnahme der FOP"). Es gibt auch einen Offenen Brief aus der Bewegung an die Bewegung, der gerne von UnterstützerInnen unterschrieben werden kann. Hier... Während es in der Bundesrepublik nach einem ereignisreichen ersten Halbjahr in der Unterstützung für Mumia Abu-Jamal etwas ruhiger zugeht, nehmen die Aktivitäten in den USA in den letzten Monaten zu. Das spiegelt sich auch in den "Berichten aus der Bewegung" (siehe unten) wider. Auch in London, UK gab es nach Zeiten relativer Ruhe am 28. Juli eine Demo für die Freiheit von Mumia vor der US Botschaft am Grosvenor Square. Die Nürnberger Rote Hilfe weist in einem Artikel auf einen wichtigen Vorgang im Menschenrechtsausschuss des Bundestages hin: Die revanchistische CDU Politikerin Erika Steinbach hat dort eine fraktionsübergreifende Resolution gegen die Todesstrafe blockiert, weil darin die USA und vor allem Mumia Abu-Jamal erwähnt werden sollten. (Mehr hier...) Wir gehen davon aus, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen ist. Am Ende dieses Rundbriefes haben wir auch einige Informationen über die in stetig steigende Polizeigewalt zusammengestellt. Uns ist völlig klar, dass dies ein bundesweiter Trend ist und wir hätten auch viele andere Informationen sammeln können. Da wir aber selbst in Berlin leben, machen lokale Berichte über die Empörung an dem Mordes an Dennis J. durch die Berliner Polizei neben Berichten aus den USA hier den Schwerpunkt aus. weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juli 2010Hallo, hier der aktuelle Juli-Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Den erhälst du, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Solltest du diesen monatlichen Rundbrief nicht mehr lesen wollen, schicke einfach eine leere E- mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück, und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Noch gibt es keine Neuigkeiten, wann und wie das 3. Bundesberufungsgericht sich mit der Frage der Todesstrafe gegen Mumia auseinandersetzt. Allerdings läuft die Propaganda der rechten Polizeibruderschaft "Fraternal Order of Police" (FOP) in Mumias Geburtsstadt Philaldelphia bereits wieder an. Die FOP ist die massgebliche Kraft in den USA, die gegen Mumia eine staatliche Ermordung in Form der Giftspritzenhinrichtung fordert. In reisserischen Ankündigungen wird derzeit ein "Dokumentarfilm" des afroamerikanischen Filmemachers Tigre Hill beworben. Hill vertritt dort die abenteuerliche These, Mumia habe aus einer frei konstruierten Black Panther Ideologie heraus angeblich das Töten von Polizisten favorisiert. Zusammen mit seinem Bruder soll er laut Hill so eine Tat geplant und durchgeführt haben, so die Hetze. Als "Zeugen" dafür führt er ausgerechnet den Staatsanwalt cGill aus Mumias ursprünglichen Verfahren auf. McGills Rechtsbrüche gegen Mumia, seine bewusst herbeigeführten Falschaussagen und sein Bel Natürlich ist das ziemlicher Blödsinn, doch leider steckt bereits jetzt eine wahrnehmbare mediale Unterstützung dahinter. Philadelphias neo-konservativer Hofberichterstatter und aktiver Mumia-Gegner Mike Smerconish ist bereits jetzt voller Vorfreude auf diesen Film. Wir denken, dass diese neue Propagandawelle der politischen Rechten eine Stimmung erzeugen soll, in der die Justiz offener an der Hinrichtung Mumias arbeiten kann, als es z.B. im Januar 2010 möglich war. Sowohl in Philadelphia, in den USA und auch in vielen anderen Ländern war zuvor Mumias Fall als auch die Barberei der Todesstrafe verstärkt ins Bewusstsein gerückt. Es ist davon auszugehen, dass wir zumindest medial auch in der BRD sehr bald einen Widerhall dieser Anti-Mumia Kampagne erleben werden. Ob das Erfolg hat, wird nicht zuletzt von unser aller Entschlossenheit abhängen, dagegen zu intervenieren. Sei es durch LeserInnenbriefe, Aktionen oder Proteste. Wir alle haben 2009 bewirken können, dass die Forderung nach Mumias Freilassung auch nach 28 Jahren Todestrakt wieder öffentliches Gehör gefunden hat. Nun hoffen wir, dass die Bewegung an diesem Punkt weiter macht. Denn eines ist klar: Mumia muss endlich freigelassen werden. Auch das lebenslängliche Wegsperren, was einige innerhalb des Justizapperates zu favorisieren scheinen, ist völlig unakzeptabel. Wenn möglich, geh zu den Veranstaltungen im Juli (siehe Termine unten) oder setze dich mit einer der lokalen Mumia-Solidaritätsgruppen in Verbindung: (hier...) Als am vergangenen Mittwoch der Kandidat Wulff zum neuen Bundespräsident gewählt wurde, nutzten wir den Anlass, um an die Versprechungen der von ihm bisher geleiteten niedersächsischen Landesregierung zu erinnern. Diese hatte am 21.01.2010 erklärt, sich für die Abschaffung der Todesstrafe und für den Journalisten Mumia Abu-Jamal einzusetzen. Mehr unter... In den USA ist es zu einem Eklat innerhalb der Anti-Todesstrafenbewegung gekommen. Wie erst jetzt bekannt wurde, versuchen einige Vorstandsmitglieder verschiedener Abolotionistenvereinigungen erstaunlicherweise, mit der rechten Polizeibruderschaft "Fraternal Order of Police" (FOP - siehe oben) zusammen zu arbeiten. Deswegen setzten sie sich seit Ende 2009 dafür ein, Mumia Abu-Jamal und seiner Verteidigung kein Rederecht auf dem diesjährigen Weltkongress gegen die Todesstrafe zu geben. Glücklicherweise sind sie damit nicht erfolgreich gewesen. Mumia Abu-Jamal nahm im Februar 2010 per Telefon an der Abschlussveranstaltung des Weltkongesses in Genf teil und sprach über die mehr als 20.000 Gefangenen weltweit, die mit der Todesstrafe bedroht sind (http://www.mumialegal.org/). In den "Berichten aus der Bewegung" (siehe unten) sind zwei Artikel in deutsch und in englisch über diesen nun erst bekannt gewordenen Vorfall. Beide weiterzuverbreiten wäre bestimmt gut, um gewissen Funktionären zu zeigen, dass bei allen politischen Unterschieden innerhalb der Bewegung kein Gefanger oder Gefangene vergessen oder "eingehandelt" wird. In einem Verfahren gegen drei Berliner Polizisten, die in der Neujahrsnacht 2009 den Neuköllner Dennis J. umbrachten, werden am morgigen Samstag Urteile erwartet. Angehörige des Opfers und Anarchist Black Cross (ABC) gehen davon aus, dass der von Chorpsgeist und Verdunkelung gekennzeichnete Prozess keine Gerechtigkeit für die Familie und Freunde des Polizeiopfers bringen wird und rufen für den Fall einer Urteilsverkündung am selben Tag zu einer Spontan Demonstration um 18 Uhr am Berliner Hermannplatz auf. (Details hier... In eigener Sache: die Kommunikation im Internet überschreitet häufig unsere
Möglichkeiten. Trotzdem haben wir uns aus verschiedenen Gründen entschieden,
ab jetzt zusätzlich einige sog. "Social Networks" in der Kampagne für
Mumias Freiheit und gegen die Todesstrafe zu nutzen: Wer darüber mit uns in Kontakt treten oder uns verlinken möchte, ist herzlich eingeladen. Einigen wird in den letzten Monaten vielleicht aufgefallen sein, dass auf den
Visitenkarten des Berliner FREE MUMIA Bündnis eine e-mail Adresse mit neuer
Endung steht:
weitere Meldungen:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juni 2010Hallo, hier die Juni-Ausgabe des Rundbriefes für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Falls Du diesen Rundbrief selbst weiterverbreiten kannst, freut uns das. Derzeit erwarten wir mit Spannung, wann und wie das 3. Bundesberufungsgericht in Philadelphia sich mit dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach der Todesstrafe für Mumia Abu-Jamal befassen wird. Der U.S. Supreme Court hatte im Januar 2010 angeordnet, die Frage der Todesstrafe gegen Mumia neu zu behandeln. Dabei hatte das Höchste Gericht der USA eine Empfehlung für die Todesstrafe abgegeben und versucht, Mumias Fall mit dem eines anderen Gefangenen zu verknüpfen, der zuvor die Todesstrafe erhalten hatte. Dass die juristischen Grundlagen in beiden Fällen sehr unterschiedlich sind, schien die RichterInnen dabei nicht zu stören. Theoretisch sind nun unterschiedliche Vorgehensweisen möglich. Zwei FREE MUMIA Aktivisten sprachen mit Mumia selbst darüber im April. Ein ausführlicher Bericht steht kurz vor der Vollendung und wird in den nächsten Tagen auf dieser Webseite veröffentlicht werden. Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan hat ein neues "Legal Update" angekündigt, in dem er die juristische Ausgangslage erklären möchte. Dazu bestimmt bald mehr. Im vergangenen Monat gab es zahlreiche Artikel, in denen Mumia Abu-Jamal erwähnt wurde. Im Unterschied zu voran gangenen Monaten ging es dabei weniger um seinen konkreten Fall. Vielmehr fand er über kulturelle Bezüge Eingang in die Medien, sowohl in den USA als auch hier. Eine interessante Entwicklung, wie wir finden. (siehe dazu "Medien über Mumia Abu-Jamal") Gestern, am 31.05.2010 verabschiedete der Oldenburger Stadtrat eine Resolution gegen die Todesstrafe in den USA und für das Leben von Mumia Abu-Jamal. (hier...) und (hier...) sowie auch die Abstimmung (hier...) Wie regelmässige LeserInnen dieses Rundbriefes wissen, hat die FREE MUMIA Bewegung schon immer andere Gefangene unterstützt, die von der Hinrichtung bedroht waren. Einer dieser Gefangenen, dessen Hinrichtung bereits dreimal erfolgreich durch Proteste verhindert werden konnte, ist der im US-Bundesstaat Georgia seit 1990 inhaftierte Afro-Amerikaner Troy Davis (hier...). Troy Davis war genau wie Mumia beschuldigt worden, einen Polizisten erschossen zu haben und ohne stichhaltige Beweise dafür 1991 zum Tode verurteilt worden. Genau wie bei Mumia war er während der Verhandlung völlig chancenlos, sich angemessen zu verteidigen. Und als dritte Parallele tauchten in den letzten Jahren, die Troy im Todestrakt verbrachte, immer mehr Beweise für seine Unschuld auf. Nach der dritten verhinderten Hinrichtung verfügte der U.S. Supreme Court, dass diese Beweise nun doch juristisch gewürdigt werden müssen. Am 22. Juni wird nun zum ersten Mal ein Gericht die Beweise für Troy Davis' Unschuld hören. Die Anti-Todesstrafenbewegung ruft zu einem weltweiten Aktionstag für Troy Davis auf, um der US-Justiz noch einmal deutlich zu machen, wie stark sie unter Beobachtung steht. (Aufruf in englisch:...)
Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Mai 2010Hallo, hier die leicht verspätete Maiausgabe des Rundbriefes zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Den erhältst Du, weil Du auf der Notfallliste für Mumia stehst. Falls Du diesen Rundbrief nicht mehr bekommen willst, schreibe einfach eine leere E-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden Dich nur noch im Alarmfall kontaktieren. Am 29. April hatten zwei Unterstützer aus Berlin und Heidelberg die Gelegenheit, Mumia für knapp sechs Stunden im Todestrakt vom SCI Greene in Waynesburg zu besuchen. Sie werden in den kommenden Wochen Berichte und Artikel veröffentlichen. Hier nur einige erste Eindrücke: Mumia setzt im momentanen juristischen Abschnitt alles daran, vor eine Jury zu kommen. Natürlich ist ihm bewusst, dass das lediglich in einem begrenzten Verfahren um das Strafmass (Lebenslänglich oder Todesstrafe) möglich wäre. Trotzdem will er die Manipulationen und rassistischen Methoden aufdecken, mit denen er und Hunderttausende anderer Gefangener unschuldig zum Leben in Isolation oder Tod verurteilt wurden und werden. Mumia macht einen äusserst gesunden und starken Eindruck. Er zeigt grosses Interesse an globalen politischen Themen. Er bedankte sich mehrfach für die massiv spürbare Unterstützung aus Deutschland, besonders für die vielen Briefe und Postkarten. An seinem Geburtstag erhielt er über 50 allein aus der BRD, an jedem anderen Tag auch zwischen 5 - 10. Neuerdings erreichen ihn Postkarten auch fast ohne Zeitverzögerung. Er sagte, dass die Poststempel in der Regel nicht älter als fünf Tage seien. Starkes Interesse zeigt er an Informationen vom Übergang von Realsozialismus zum Kapitalismus in der ehemaligen DDR und am seitdem erstarkten Neo-Nazismus in der gesamten Bundesrepublik. Mumia erzählte ausführlich über das Gefängnis SCI Greene und gab sehr detaillierte Beschreibungen über den Todestrakt und den Umgang mit den WärterInnen ab. Er beschrieb die extreme Gewalt, die in dieser "Bright Shining Hell" (hell leuchtenden Hölle) vorherrscht. Eine ausführliche Schilderung seiner Zelle, Nahrung, Bekleidung, erlaubter Gebrauchsgegenstände, des Tagesablaufes sowie des Umgangs mit anderen Gefangenen werden in den zukünftigen Berichten enthalten sein. Auch über den Stand der Solidaritätsbewegung und die Frage, wie es von hier aus weitergeht, wurde bei dem Besuch geredet. Mumia hält sich mit Ratschlägen verständlicherweise zurück, hatte aber doch mehrere Anliegen. Er bittet alle, nach ihren Möglichkeiten die unterdrückten Fakten in seinem Verfahren zu verbreiten und den Charakter der rassistischen und politischen Justiz speziell in Philadelphia bekannt zu machen. Er riet UnterstützerInnen, sich nicht zu sehr mit juristischen Details und Widersprüchen der US-Verfassung und ihrer Rechtsauslegung durch Hohe Gerichte zu belasten. Schliesslich zeige sein Fall sowie der von Tausenden anderen, was diese Gesetze wert sind, wenn Beschuldigte arm sind und nicht der europäisch-stämmigen Bevölkerungsmehrheit entstammen - nichts. Er betonte wiederholt während des Gespräches, dass niemand die Kraft des organsierten gemeinsamen Handelns unterschätzen sollte. Dass er noch am Leben sei, zeige, zu was organsierte Menschen fähig sind. Auch wenn zahlenmässig kleine Gruppen dem momentan grössten Imperium der Welt dessen innere Widersprüche vorhalten, können sie etwas bewirken. Er sagte ausdrücklich, dass die Bewegung immer ihren eigenen Weg finden muss. Angesprochen auf die beiden derzeit parallel existierenden Petitionen an Obama und Justizminister Holder antwortete Mumia, dass es sehr vernünftig sei, beide zu unterstützen. Soweit einige erste Eindrücke. In der Auswertung des Gespräches sowie weiteren Unterhaltungen mit US-UnterstützerInnen sind auch einige neue Ideen entstanden. Im kommenden Juni Rundbrief, den nächsten Veranstaltungen und Radiosendungen (immer montags, siehe Termine) mehr dazu. Sehr gefreut hat uns, dass sich Anfang Mai viele Menschen an der Unterstützung von Romaine "Chip" Fitzgerald beteiligt haben. Der ehemalige Black Panther Aktivist ist seit über 40 Jahren inhaftiert. Ähnlich wie bei Mumia und vielen anderen politischen Gefangenen in den USA wurde er mit gefälschten Beweisen verurteilt. Er befand sich seit Ende April in einem unbefristeten Ungerstreik, um seine Rückverlegung von der über einjährigen Totalisolation in den "Normalvollzug" zu erkämpfen. Aufgrund zahlreicher Proteste - sowohl aus den USA aber auch aus anderen Ländern - gaben die Gefängnisbehörden nach ( http://mumia-hoerbuch.de/arn.htm#chiphungerstrikeend050510 ) und Chip konnte seinen Hungerstreik erfolgreich beenden. Um Mumias Geburtstag im April gab es in den USA, Frankreich, der BRD, Mexico und Kanada Veranstaltungen und Proteste. Wir haben einige Links zusammengestellt (siehe "Berichte aus der Bewegung"), konnten aber z.B. nicht von allen Veranstaltungen in Deutschland etwas finden.
Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom April 2010Hallo, Du erhältst diesen Rundbrief, weil Du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal stehst. Bitte leite diesen Rundbrief auch selbst weiter und veröffentliche ihn, falls es Dir möglich ist. Falls Du ihn nicht mehr erhalten möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden Dich dann nur noch im Alarmfall anschreiben. Am Tag der politischen Gefangenen - dem 18. März - kam es in der Bundesrepublik in einigen Städten zu Solidaritätsaktionen mit Mumia Abu-Jamal (siehe "Berichte aus der Bewegung"). 2010 gehen auch parlamentarische Beschlüsse für Mumia weiter. Bereits am 25. Februar hat der Stadtrat von Detmold einstimmig eine Resolution zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal beschlossen (Mehr hier...). Nach ähnlichen Beschlüssen in München, Fürth, Bremen, Nürnberg und dem niedersächsischen Landtag ist das nun die 6. parlamentarische Resolution in der BRD. Ähnliche Anträge laufen unseres Wissens nachhttp://www.salzekurier.de/Berichte_10/1003228_Demold_Mumia_Ratsbeschluss.html noch in einigen Städten und Gemeinden sowie im Bundestag und möglicherweise im EU Parlament. Der irische EU-Parlamentarier Joe Higgins veröffentlichte einen Bericht über eine gemeinsame Pressekonferenz mit Mumias Anwalt Robert R. Bryan, welche Anfang März im Brüsseler EU-Parlament stattfand (Mehr hier...). Die Tageszeitung Junge Welt berichtet: "Todesstrafe stoppen" (4.03.10) An alle BerlinerInnen in diesem Rundbrief: Kommt am Samstag, den 24. April zur Kundgebung auf den Heinrichplatz in Kreuzberg. Mumia hat an diesem Tag Geburtstag. Neben Redebeiträgen zu seiner Situation, der von anderen Gefangenen, der Todesstrafe, Gefängnisindustrie sowie politischer Repression gibt es auch Live Musik, Geburtstagskuchen und Kaffee + natürlich bestes Frühsommer Wetter (wurde schon bestätigt :-) Wer noch Plakate oder Flyer zur Mobilisierung haben möchte, melde sich bitte über diese E-Mail Adresse. Noch ein Wort in eigener Sache: wir bekommen oft erst sehr spät Ankündigungen zugeschickt. Zwar können wir die dann meist noch auf der Terminspalte unserer Webseiten posten, für diesen bundesweiten Rundbrief (derzeit knapp 4000 EmpfängerInnen) ist es häufig jedoch schon zu spät, da er im zu Monatsanfang erscheint. Bitte schickt uns Mumia-Unterstützungstermine so früh, wie es euch möglich ist. Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom März 2010Hallo, Du erhältst diesen Rundbrief, weil Du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal stehst. Bitte leite diesen Rundbrief auch selbst weiter und veröffentliche ihn, falls es Dir möglich ist. Falls Du ihn nicht mehr erhalten möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden Dich dann nur noch im Alarmfall (Gerichtsentscheidung USSC) anschreiben. Als der US Supreme Court am 19. Januar 2010 seine Entscheidung über Mumia traf, verstanden zwar viele sofort, dass es eine noch tiefer gehende Verschlechterung von Mumias Position bedeutete. Aber die Möglichkeit, den Fall für weitere Monate oder vielleicht sogar über ein Jahr erneut durch juristische Instanzen zu schicken, hat auch überrascht. Die inzwischen ja schon üblich gewordenen Falschmeldungen von Nachrichtenagenturen und Medien taten ein übriges, Interessierten zu suggerieren, ein nebulöses "Verfahren" könnte jetzt nach 28 Jahren von Manipulationen und Verfassungsbrüchen möglicherweise für Gerechtigkeit sorgen. Dazu lässt sich nur sagen: das ist nicht der Fall. Der Spruch des Höchsten Gerichtes besagt nichts anderes, als das sie es für berechtigt halten, trotz schwerer Missachtung der Verfahrensvorschriften bei der Entscheidung des Strafmasses die Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal zu verhängen. Die juristische Detailarbeit soll aber das nieder gelegene 3. Bundesberufungsgericht erledigen, was zumindest in dieser Frage 2008 eindeutig gegen eine Hinrichtung entschieden hatte. Trotz zahlreich dokumentierter Rechtsbrüche haben wir hier erneut die bereits sprichwörtliche "Mumia Exception" (Mumia Ausnahme) erlebt. Es liess sich im Januar jedoch auch feststellen, dass der weit über die USA hinaus spürbare Druck auf die Behörden Erfolg gehabt hat. Es erschien den RichterInnen in diesem politischen Verfahren nicht durchsetzbar, durch entsprechende Entscheidungen die Hinrichtung einzuleiten. Mumia Abu-Jamals Fall ist nach 28 Jahren Todestrakt noch bekannter als bei seiner Inhaftierung 1981. Säckeweise Postkarten aus aller Welt gingen an den Gefangenen, Demonstrationen und weitere Proteste fanden vor konsularischen Einrichtungen der USA quer über den Globus statt und auch auf parlamentarischer Ebene richteten sich viele Resolutionen und Protestnoten an die US-Regierung. Das öffentliche Interesse hat in dieser Phase erneut schlimmeres verhindert. In den USA verstärken sich jetzt die Aktivitäten der Solidaritätsbewegung (siehe dazu auch "Nachrichten aus der Bewegung" weiter unten). Der Druck auf US-Justizminister Eic Holder wird erhöht. Von ihm wird seit letztem Jahr gefordert, eine Bürgerrechtsuntersuchung in Mumias Fall einzuleiten, da dieser im Justizsystem systematisch um alle seine Rechte gebracht wurde. Rein formal ist der Justizminister dazu in der Lage und hat so was in dieser Amtszeit auch schon für einen ehemaligen Senatoren aus Illinois eingeleitet. (Dieser war früher ein Kollege Obamas gewesen.) Die begleitende Petition kann nach wie vor im Internet unterschrieben werden: Hier... Es gibt jetzt monatlich Anruftage ans Justizministerium sowie eine Demonstration vor dem Justizministerium in Washington am 26. April 2010, also zwei Tage nach Mumias Geburtstag. Hier... Eventuell muss der politische Druck aber auch erst eine Etage höher greifen. Obama selbst wird seit Januar 2010 aufgefordert, sich für Mumia und gegen die Todesstrafe generell einzusetzen. Eine von der Verteidigung initiierte Online Petition wuchs in den ersten Wochen in einem rapiden Tempo, verlangsamte sich aber leider in letzter Zeit. Eine wichtige Unterstützung wäre es, hier weiterhin für Verbreitung zu sorgen: Hier... Wer die Texte der Petitionen in deutsch lesen möchte, findet sie hier: Hier... In der Bundesrepublik konzentrieren sich jetzt bereits viele auf den 56. Geburtstag von Mumia Abu-Jamal. Samstag, den 24. April 2010 wird es mehreren Städten zu Aktionen, Demos oder Veranstaltungen kommen. Einige sind bereits unten in den Terminankündigungen aufgelistet. Zwischen dem 23. - 26. Februar fand in Genf der 4. Weltkongress gegen die Todesstrafe statt. Über 1000 Deligierte und Gäste aus mehreren Kontinenten diskutierten über Strategien zur Abschaffung der Todesstrafe. Spezielles Augenmerk lag diesmal auf den Bemühungen, die Todesstrafe endlich in den USA und Japan, aber auch in China und dem Iran einzudämmen. Auch Mumia Abu-Jamal nahm per Telefon daran teil - auf der Abschlussvernastaltung redete er vor ca. 1500 ZuhörerInnen über die ca. 3200 Todestraktgefangenen in den USA sowie alle ca. 20.000 Menschen weltweit, die mit einer Hinrichtung durch den Staat konfrontiert sind. Er betonte, wie wichtig die weltweite Unterstützung für alle Todestraktgefangenen ist. Der 4. Weltkongress gegen die Todesstrafe endete mit der Aufforderung an alle hinrichtenden Staaten, ein Moratorium für die nächsten 5 Jahre auszusprechen: Hier... Auch auf parlamentarischer Ebene setzt sich die Unterstützung für Mumia Abu-Jamal fort. Am 2.März 2010 veranstaltet die ParlamentarierInnengruppe der Linken Parteien im Europaparlament eine Pressekonferenz unter dem Titel "Free Mumia Abu-Jamal". Es wird dort neben dem skandalösen juristischen Verhalten in Mumias Fall "auch um die Todesstrafe in den USA und im Rest der Welt gehen," heisst es im Einhladungstext der Europabageordneten Sabine Lösing und Søren Bo Søndergaard. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf eine neue Initiative von Gefangenen in den USA hinweisen. Die Gefangenen Vereinigung "The Other Death Penalty Project" aus den USA startet in der kommenden Woche eine Schreibaktion. Sie wollen alle Anti-Todesstrafen Organisationen anschreiben und auffordern, endlich die Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe nicht mehr mit der Einführung von "Lebenslänglich ohne Bewährung" zu ersetzen. Seit Abschaffung der Todesstrafe in manchen US-Bundesstaaten lässt sich ein rapider Anstieg der sog. "langsamen Todesstrafe" beobachten, wie die Gefangenen sie nennen. Momentan sind in den USA über 40.000 Gefangene für den Rest ihres Lebens inhaftiert. Der Governeur des US-Bundesstaates New Mexicos, Bill Richardson bezeichnete diese Art der Bestrafung "schlimmer als den Tod". In seiner Amtsphase wurde die Todesstrafe in New Mexico 2009 abgeschafft. Er nimmt in den kommenden Tagen auch am 4. Weltkongress gegen die Todesstrafe in Genf teil. Die Gefangenen von "The Other Death Penalty Project" rufen die US-Anti-Todesstrafen Bewegung dazu auf, endlich die verlogene Formel von "Lebenslänglich ohne Bewährung" fallen zu lassen und sich statt dessen verstärkt für faire Verfahren, Abschaffung der Klassenjustiz sowie des institutionalisierten Rassismus einzusetzen. Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Februar 2010Hallo, Am 19. Januar 2010 fiel die langerwartete Entscheidung über den Todesstrafenantrag gegen Mumia am US Supreme Court. Wie so oft überschlugen sich Pressemeldungen mit allerlei Ungereimten bis hin zu absoluten Falschmeldungen. Vermutlich wird es die Free Mumia Bewegung Monate kosten, um die Interessierten in diesem Land über die reale Sachlage zu informieren: Es gibt KEIN neues Verfahren für Mumia Abu-Jamal! Im Gegenteil: dem Antrag der Staatsanwaltschaft wurde insofern entsprochen, als das die Umwandlung der Todesstrafe in Lebenslänglich (so entschieden 2001 und 2008 an Bundesgerichten) aufgehoben wurde. Formal wurde der Fall ans 3. Bundesberufungsgericht zurückverwiesen mit der eindeutigen Empfehlung, die Todesstrafe auszusprechen. Das bedeutet zweierlei: Zur Einschätzung der weiteren juristischen Abläufe lest bitte das verlinkte Interview mit Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan ("Presse"). Beide Petitionen an Obama und Justizminister Eric Holder sind weiterhin relevant. Bitte verbreitet sie nach wie vor weiter und unterschreibt sie, fall ihr es nicht ohnehin schon getan habt. Wer die Petitionstexte noch mal auf Deutsch lesen möchte, findet
die Obama Petition hier Vermutlich hoffen die Behörden darauf, dass die Proteste und das öffentliche Interesse um den Fall wieder abflauen. Sie wollen Mumia Abu-Jamal so oder so bis an sein Lebensende im Gefängnis halten. Die Solidaritätsbewegung lässt sich davon jedoch nicht täuschen. Sicherlich sind alle froh, dass wir nicht in einem der kältesten Winter seit Jahrzehnten Notfallproteste mit grossem Aufwand auf der Strasse organisieren müssen. Die Unterstützungsarbeit geht jedoch nach wie vor weiter. Es gab als direkte Reaktion auf die Entscheidung bereits öffentliche Demos und Aktionen in New York, Philaldelphia, Hannover, Bielefeld und vor wenigen Tagen in Heidelberg (siehe "Berichte aus der Bewegung"). Wir hörten auch von einer Kundgebung in Neuseeland. Resolutionsanträge zur Unterstützung von Mumia und für eine generelle Ablehnung der Todesstrafe laufen im Bundesgebiet weiter (siehe dazu auch "Berichte aus der Bewegung"). Am 28.01.10 verabschiedete die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung eine Resolution gegen die Todesstrafe und für die Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Dasselbe passierte einige Tage zuvor in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain/Kreuzberg in Berlin. Auch hier scheint sich niemand von der Vernebelungstaktik der US-Justiz sowie der Medien täuschen zu lassen. Auch weitere Filmvorführungen und anschliessende Diskussionen sind in verschiedenen bundesdeutschen Städten für den Februar angekündigt (siehe "Termine"). Sehr viele Menschen schreiben Mumia in den Todestrakt siehe hier... Mumia Abu-Jamal hat am 24. April 2010 seinen 56. Geburtstag, es wird sein 28. in Haft. Da die Postzensur ungefähr zwei Monate dauert, wäre es gut, wenn ihr eure Geburtstagsglückwünsche noch im Februar absendet. Adresse... In den nächsten Tagen wird es darüber hinaus auch Deligiertentreffen verschiedener Free Mumia Bündnisse und Gruppen geben, um darüber zu beraten, wie wir die Freiheit von Mumia und die Abschaffung der Todesstrafe unabhängig von den Justizpossen, die uns seit Jahrzehnten vorgeführt werden, verstärken können. Erste Überlegungen:
Ausserdem gibt es viele kleinere Projekte, die bereits laufen und aufgegriffen werden können. So wäre es möglich, mit der gerade neu erschienenen Solidaritäts-CD "Rage Against The Death Machine" und darauf vertretenen KünstlerInnen regional Konzerte/Parties zu veranstalten, um a) Öffentlichkeit über Mumia und den Kampf gegen die Todesstrafe herzustellen und b) auch Solidaritätsgelder für die laufende Kampagne einzuspielen. Interessierte können sich per E-Mail an mumia_soli_musik@riseup.net wenden. Einzelne sitzen auch gerade daran, Themenkomplexe wie den Widerstand gegen die Todesstrafe oder den gefängnisindustriellen Komplex zu vertiefen. Mumia Abu-Jamal arbeitet seit Jahrzehnten zu beiden Themen. Eventuell wird es in der zweiten Jahreshälfte die Möglichkeit geben, ReferentInnen darüber einzuladen. Im Bundesverband Freier Radios werden jetzt auch hin und wieder Beiträge unserer Radiogruppe zum freien Download veröffentlicht. Info... Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Januar 2010Hallo, Mumias Hauptverteidiger Robert R. Bryan gab am 14.12.09 bekannt, dass er vor dem 11. Januar 2010 nicht mehr mit einer Gerichtsentscheidung über den Todesstrafenantrag gegen Mumia rechne. Der US Supreme Court befindet sich bis dahin in den Winterferien. Während an vielen Orten weiterhin für die Mumia-Notfallproteste mobilisiert wird, fand rund um den 9. Dezember in vielen Städten ein Aktionstag für Mumia statt (siehe dazu "Berichte aus der Bewegung"). Im Bundestag wurde am 17.12.09 ein Entschliessungsantrag über Mumia Abu-Jamal eingebracht (hier...). Mit einer Abstimmung ist im Januar zu rechnen. Mumia selbst richtete sich in einem Schreiben direkt an die Abgeordneten, in dem er sie aufforderte, sich für alle Todestrakt Gefangenen einzusetzen und auf die Abschaffung der Todesstrafe zu drängen. In Kaiserslautern scheiterte eine ähnliche Initiative Mitte Dezember im Stadtrat (hier...), in Nürnberg wurde sie im zweiten Anlauf am 16.12.09 verabschiedet (hier...). Zuvor hatten schon Stadträte in München und Fürth sich für Mumia eingesetzt, ebenso wie die Bremer Bürgerschaft, ein Landesparlament. Für Januar sind in weiteren Städten ähnliche Anträge geplant. So begrüssenswert diese Entwicklung auch ist, dürfen wir eine wichtige Sache nicht aus den Augen verlieren: Es geht hier nicht nur darum, dass Mumia überlebt, es geht darum, dass er freigelassen wird! Natürlich ist unser momentanes Hauptinteresse, die alten Sklavenbarone und ihre gesellschaftliche Vertretung daran zu hindern, Mumia zu ermorden. Aber wir geben uns nicht mit einer lebenslangen Inhaftierung zufrieden, so wie es der juristische Rahmen als einzige Alternative anbietet. Mumia wurde nie des Mordes an Daniel Faulkner überführt und hätte keinen einzigen Tag im Gefängnis sitzen dürfen. Darüber hinaus hat kein Staat das Recht, Gefangene zu ermorden. Die Justiz erfüllt nicht nur in den USA vor allem die Aufgabe, die Fabriken der Knastindustrie mit armen Menschen zu füllen und soziale Proteste im Keim zu ersticken. Die sog. "Kriminalität" ist im grossen Massstab gesehen ein Mythos. Auch in der Bundesrepublik: in Berliner JVA Tegel z.B. sitzt ein Grossteil der Gefangenen, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr zahlen konnten. Gefängnisse werden zusehends zum "Sozialstaatsersatz". Diese Tatsachen immer wieder herauszustellen und in die Diskussion zu bringen , könnte unserer Meinung nach eine der Hauptaufgaben der FREE MUMIA Bewegung sein. Wir hoffen, dass es uns gemeinsam 2010 gelingen wird, Mumias Leben zu retten sowie einen neuen und realistischen Weg zu seiner Freilassung auf zu stossen. Die Bundesrepublik steht am Anfang der Gefängnisprivatisierung nach dem Modell der USA. Wir können von den Gefangenenkämpfen und Anti-Knast-Bewegungen dort eine Menge lernen. Die Unterstützung von Mumia Abu-Jamal ist in den letzten drei Monaten erfreulicherweise immens gestiegen. Wir können seit November nicht mehr auf alle Ereignisse in diesem Rundbrief eingehen. Daher verlinken wir die meisten Artikel nur noch, um einen Gesamtüberblick zu ermöglichen. Wer selbst Blogs oder Webseiten betreibt, kann jetzt auch an einer Online Demonstration für Mumia teilnehmen (hier...) Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Dezember 2009Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, hier der Rundbrief für den Dezember 2009. Bitte verbreite den auch weiter. Falls du ihn nicht mehr bekommen möchtest, schicke einfach eine leere e-mail an uns zurück mit Betreff: "Keinen Rundbrief mehr". Es ist nach wie vor keine Entscheidung über den Todesstrafen Antrag gegen Mumia gefallen. Die Vorbereitungen für die Notfallproteste intensivieren sich jedoch. Die Unterstützung für den Aufruf ist im letzten Monat auch noch angewachsen (hier...). Bitte sprecht weiterhin Gruppen und Organisationen dafür an. Auch Einzelpersonen können gerne unterschreiben. Der November war gekennzeichnet von so vielen FREE MUMIA Aktivitäten wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Mehr dazu in den Berichten aus der FREE MUMIA Bewegung weiter unten. Es sieht so aus, als ob sich dies auch im Dezember so fortsetzen wird, wie die uns bekannten Termine (siehe auch hier weiter unten) jetzt schon andeuten. Besonders möchten wir auf den neunen Solidaritäts-Sampler für Mumia hinweisen: "RAGE AGAINST THE DEATH MACHINE - 28 years of injustice - Free Mumia Now!" Die Doppel-CD wird ca. am 20. Dezember (kurz nach Mumias 28. Haftjahrestag - leider verspätet sich die Produktion) erscheinen und kostet 13 Euro. Alle Gewinne gehen an die Rote Hilfe e.V. zur weiteren Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Bestellen könnt ihr diese CD beim Bremer Schallplattenverlag Jump Up:
info@jumpup.de -
Erste Infos hier... Im Augenblick entstehen an vielen Orten neue FREE MUMIA Gruppen oder Bündnisse. Ein Überblick befindet sich hier. Diese Seite befindet sich noch im Aufbau und wird regelmässig aktualisiert. Allen BerlinerInnen in dieser Liste möchten wir auch besonders auf Mittwoch, den 9. Dezember 2009 aufmerksam machen. An Mumias 28. Haftjahrestag finden in vielen Städten Demos und Kundgebungen statt, sollten die geplanten Notfallproteste bis dahin noch nicht gestartet sein. Wir treffen uns mit Fahrrädern um 16 Uhr am Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain und demonstrieren per Rad zur US-Botschaft. Oder für alle, die lieber nicht durch den Dezember radeln: Kommt ab 17:30 zur Abschlusskundgebung auch zu Fuss direkt vor die US-Botschaft am Pariser Platz 2 (neben dem Brandenburger Tor) und macht eure Forderung nach Mumias Freiheit mit Transparenten und Sprechchören deutlich. Noch eine dringende Bitte für die Vorbereitung der bundesweiten Notfalldemo in Berlin, sollte die Todesstrafe gegen Mumia rechtskräftig werden: Wir brauchen Spenden! Trotz der starken Unterstützung durch die Rote Hilfe e.V. reichen die Mittel schon lange nicht mehr, um alle Arbeiten finanzieren zu können. Gerade für die Notfalldemo sollten wir in der Lage sein, schnell Geld für Öffentlichkeitsarbeit, laute Tonanlagen sowie ein geeignetes Fahrzeug zu haben. Aufgrund des unklaren Zeitpunktes gestaltet es sich enorm schwierig, definitive Zusagen aus den "Szene-Strukturen" zu erhalten. Daher bitten wir alle, denen es möglich ist, um eine Spende. Konto: Zum weiteren Inhalt - diesmal mit vielen Internet Links, da es aufgrund der vielen Aktivitäten und Veröffentlichungen nicht möglich ist, alle einzeln vorzustellen.
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom November 2009Hallo, hier der Novemberrundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhälst den, weil du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal stehst. Wenn du den weiterleiten/verbreiten möchtest, hilft das sehr. Wenn du diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief" mehr an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall informieren. Die Vorbereitungen zu Notfallprotesten für den von der Todesstrafe bedrohten afromaerikanischen Journalisten laufen auf Hochtouren. In zahlreichen Städten werden dezentrale Aktionskonzepte entwickelt. Einige sind weiter unten bereits aufgeführt. Auch der Aufruf der Roten Hilfe e.V. zu einer bundesweiten Demonstration im Falle eines Hinrichtungstermins (hier...) gewinnt immer mehr Unterstützung (hier...). Der Aufruf ist jetzt auch in einigen anderen Sprachen verfügbar (hier...). Nach wie vor können alle noch nach weiteren UnterstützerInnen für diesen Aufruf suchen. Zuschriften gerne an uns zurück. Veranstaltungen und Kundgebungen, die Mumias Leben und Freiheit thematisieren, finden seit Ende September wöchentlich überall in der BRD statt. Die Aktivitäten sind seit dem Sommer 2009 enorm angestiegen. Selbst in der bürgerlichen Öffentlichkeit beginnen neue Initiativen. So haben sich z.B. am 28.10.09 die Mehrheit der Münchner Stadträte mit Mumia solidarisiert (hier...). Auch in Berlin laufen die Vorbereitungen für die Notfallproteste auf Hochtouren: Sollte die Todesstrafe gegen Mumia bestätigt werden, wird am 3. Tag danach um 12 Uhr vor die US-amerikanische Botschaft am Pariser Platz mobilisiert. Dort soll lautstark dem Unmut über den angekündigten Justizmord Ausdruck verliehen werden. Ausserdem wird es am letzten Samstag vor einem angesetzten Hinrichtungstermin eine bundesweit mobilisierte Demonstration vom Kreuzberger Oranienplatz zur US-Botschaft geben. Beginn ist dann um 14 Uhr. Es gibt eine Datei, in der praktische Vorschläge zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal für Einzelpersonen und Gruppen zusammengestellt sind: (hier...). Bis heute. den 1. November 2009, ist noch keine Entscheidung am US Supreme Court über Mumias Leben gefallen. Mumias Anwalt Robert R.Bryan macht in seinem neuesten Legal Update jedoch erneut deutlich, wie ernst die Lage ist. Der Text im Original: http://mumia-hoerbuch.de/legalupdate.htm#legalupdate291009 Eine deutsche Übersetzung hat das Bremer IVK bereits angekündigt: (hier...). Im November wird ein neue Musik Solidaritäts-CD für die Free Mumia Kampagne erscheinen. Oldenburger Mumia UnterstützerInnen sind in intensiven Vorbereitungen. Die Doppel-CD wird 13€ kosten und über den Bremer Jump Up Verlag und den Rote Hilfe-Literaturvertrieb erhältlich sein. Darauf vertretene MusikerInnen sind z.B. Irié Revoltés, Spirit Child, Chaoze One, Tod Und Mordschlag, Zion Train, Müllsch, Kobayashi, Rebell Der Welt, Rantanplan, Holger Burner u.v.a. mehr. Ausserdem gibt es beim Rote Hilfe Literatur Vertrieb als auch beim Berliner FREE MUMIA Bündnis bald neue Plakate, Aufkleber, Postkarten, T-Shirts etc. zur Unterstützung für Mumia Abu-Jamal. Bitte bestellen und verteilen. Kontakt:
literaturvertrieb@rote-hilfe.de
und
Auf der Seite des Münchner FREE MUMIA-Bündnis können neue Anzeigenvorlagen für die Notfallproteste herunter geladen werden. Bitte verbreitet die weiter und stellt sie auf eure Webseiten. (hier...). und dann auf „Material-Download (Flugblätter, Radio-Jingles; Postkarten etc.)“ klicken. zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Oktober 2009Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, hier der monatliche Rundbrief über den Kampf um das leben und die freiheit von Mumia Abu-Jamal. Für uns überraschend, begann bereits vorgestern, am 29. September 2009 die nächste Sitzungsphase des US Supreme Courts. In naher Zukunft wird die Entscheidung erwartet, ob sie die Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal für verfassungsgerecht halten, wie es die Staatsanwaltschaft von Philadelphia fordert. Wie Mumias Verteidigung sagt, ist Mumia in der lebensbedrohtesten Lage seit seiner Festnahme 1981. In vielen Orten kündigen Mumia Unterstützer_innen jetzt praktische Schritte an, sollten die Behörden in den USA wirklich soweit gehen und diesen Justizmord durchziehen wollen. In der Bundesrepublik, Griechenland und Mexico laufen Vorbereitungen zu einem dezentralen Aktionstag, "Mumia 3+12". Die Rote Hilfe e.V. ruft zusammen mit dem VVN-BdA Bundessprecherkreis & VVN-BdA Bundesausschuss sowie vielen anderen Erstaufrufer_innen zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin für den Fall auf, dass ein Hinrichtungsdatum ausgesprochen wird: http://rote-hilfe.de/. Alle, die diesen Aufruf als Organisation, Gruppe oder Einzelperson unterstützen wollen, schreiben bitte an
In diesem letzten Jahresabschnitt wird es auf uns alle ankommen, Mumias Leben zu retten um später dann seine Freiheit zu erkämpfen. zum weiteren Inhalt:
Wegen der Dringlichkeit in Mumias Fall werden wir diesen Monat keine Beiträge zu anderen Themen in diesen Rundbrief aufnehmen, möchten aber auf 2 Sachen hinweisen:
In vielen Orten des aktuell laufenden 2. Teils der bundesweiten Mumia Infotour bilden sich genau wie bei der ersten Hälfte im Mai und Juli neue Mumia-Unterstützer_innengruppen. So z.B. in München. Dort kann ebenfalls der Demoaufruf der Roten Hilfe e.V. zu einer bundesweite Demonstration für Mumia heruntergeladen werden. Allein in diese Alarm- und Rundbriefliste haben sich bundesweit seit Mai 2009 ca. 1300 neue Mumia-Unterstützer_innen eingetragen. Diese Mumia Rundbriefe werden direkt von ca. 3000 Menschen in der Bundesrepublik gelesen, Viele weitere finden sie auf diversen Webseiten und Internetblogs. Am 5. September demonstrierten 50.000 Atomkraftgegener_innen in Berlin gegen die Weiternutzung dieser lebensfeindlichen Technologie. Auf Einladung der Organisator_innen nahm auch das Berliner Free Mumia-Bündnis an der Demo teil und konnte vor der US-Botschaft direkt bei der Abschlusskundgebung am 70 Meter entfernt gelegenen Brandeburger Tor sehr gut sichtbar für Mumia demonstrieren.
Fotos und Berichte hier... Auf der Demo am 13. August in Gedenken an Oury Jalloh in Magdeburg verabschiedeten die Organisator_innen eine Solidaritätsbotschaft für Mumia Abu-Jamal. Sie weisen darin auf die Ähnlichkeit im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt hin. Der vollständige Text steht hier... Im Heft 9/2009 der "Mitteilungen der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE" ist ein Beitrag "Free Mumia" abgedruckt. Die in diesem Artikel abgebildete Pinselzeichnung von Gerd Schulz aus Wildau soll sich kopiert als Grusspostkarte eignen. hier... In der Terminliste könnt ihr weitere laufende Aktivitäten sehen. Wie auf der Mumia Infotour momentan täglich berichtet, ist es derzeit sehr wichtig, dass viele Menschen an Mumia direkt in den Knast schreiben, um den Behörden zu zeigen, wie bekannt sein Fall auch nach über 27 Jahren ist und dass die Welt nach Pennsylvania schaut und Gerechtigkeit für Mumia erwartet. Details dazu findet ihr hier... In den USA ist vor kurzem eine neue Musik Doppel CD erschienen, um Mumias Situation deutlich zu machen und für seine Freiheit zu mobilisieren. Der Erlös der CD geht an die Solidaritätskampagne in den USA. Es heisst "On the Move – Sounds Inspired by Mumia Abu Jamal" Vertreten sind Künstler_inne wie Public Enemy, Maya Azucena und Living Colour, Abiodun Oyewole (Last Poets), Spiritchild, Stephanie Rice, Immortal Technique, Nana Soul und viele andere mehr wollen der Kampagne für Mumias Leben und Freiheit neue Kraft geben. Erschienen ist das Album bei A Black Waxx Nation, Inc. In Deutschland gibt es die Doppel CD für 15 Euro bei lea-joana@web.de zu bestellen. Im September war ein Referent der Mumia Infotour zu Gast in der Fernsehsendung T.O.P. TV und hatte hier ausführlich Gelegenheit, über Mumia Abu-Jamal, die Hintergründe seiner Verhaftung sowie die aktuelle Situation zu reden. Eine Aufzeichnung des ca. 23 minütigen Beitrages gibt es
A HREF="http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/7gQhHiH-Free-Mumia-01" target="link"> hier im Internet. Wir denken, dass es im Ernstfall - also einem rechtskräftigen Todesurteil gegen Mumia - vergleichseweise "einfach" sein wird, mediale Öffentlichkeit durch Proteste herzustellen. Wenn sich viele Unterstützer_innen jetzt darauf vorbereiten, könnte diese mediale Öffentlichkeit dann auch dafür benutzt werden, zu der geplanten bundesweiten Demonstration nach Berlin zu mobilisieren. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom September 2009Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, hier der neue Rundbrief für September 2009. Du erhälst den, weil du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal eingetragen bist. Wenn du den Rundbrief weiterverbreitest, hilft das sehr. Wenn du ihn nicht bekommen möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail zurück mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr". Wir werden dich dann nur noch im Falle der möglicherweise sehr bald neu eingesetzten Todesstrafe gegen Mumia anschreiben. Mumia Abu-Jamal befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981. Der U.S. Supreme Court wird in seiner im Oktober beginnenden Sitzungsphase über den Antrag der Staatsanwaltschaft nach Wiedereinsetzung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen. Daher geht es jetzt vor allem darum, starken politischen Druck zu erzeugen. Die US-Solidaritätsbewegung versucht seit Monaten, die Obama Regierung zu einer Stellungnahme für Mumia zu bewegen. Im Juli wurde eine Petition an US-Justizminister Eric Holder übergeben, worin eine Untersuchung über den Rassismus in der Justiz exemplarisch an Mumias Fall gefordert wird. Dieser Antrag fand während der letzten Wochen immer stärkere Unterstützung, z.B. von der NNACP Hauptversammlung in New York, dem Vorsitzenden des NAACP in Boston oder auch dem der New Yorker Anwaltskammer. In den nächsten Tagen wird auch eine weitere Petition von Mumias Verteidigung an Präsident Obama selbst erwartet. Sobald sie im Internet erschienen ist, werden wir hier informieren. Diverse Gruppen rufen inzwischen dazu auf, am 3. Tag nach einer möglichen Verkündung der Todesstrafe Blockaden und Aktionen vor diplomatischen Vertretungen der USA oder auch Firmen durchzuführen, die ihren Sitz entweder in den USA haben oder aber am gefängnisindustriellen Komplex dort verdienen. Demnächst wird ein Aufruftext veröffentlicht. An manchen Orten beginnen diese Aktionen um 12 Uhr mittags - daher heisst das Konzept "Mumia 3+12". Ankündigungen dazu erreichen uns bisher aus einigen Regionen der BRD, aus Griechenland und aus Mexico. Mumia Unterstützer_innen in den USA sind von dieser offen angekündigten, praktischen Solidarität beeindruckt und motiviert. Aber auch die Gegenseite, die Mumia ermorden lassen will, schläft nicht. Unter aktiver Mithilfe des rechten Journalisten Michael Smerconish veröffentlichte Der SPIEGEL am 24.08.2009 einen sehr hetzerischen Artikel "Mythen - Die Feuer der Hölle". Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan sagt dazu, dass zahlreiche Unwahrheiten in diesem Artikel über Mumia selbst als auch das US-amerikanische Rechtssystem geschrieben stehen. Ein "legal update" speziell dazu sei in Vorbereitung. Sobald es erschienen ist, wird es u.a. auch auf http://mumia-hoerbuch.de veröffentlicht werden. Schwerpunkt werden die im Artikel aufgestellten falschen Behauptungen über Spendengelder und Mumias Aussageverhalten sein. Generell ist dazu zu sagen, dass Der SPIEGEL einerseits schlecht recherchiert hat, andererseits sich aber klar der rechtsradikalen Polizeibruderschaft "Fraternal Order Of Police" (FOP) andient. Es scheint den Ordnungshütern dieses Landes und ihrem Staatsschutzverlautbarungsorgan nicht entgangen zu sein, dass momentan sehr viele Menschen momentan über Mumias Kampf um Leben und Freiheit nachdenken. Die Bewegung umfasst anders als in den meisten anderen aktuellen Anti-Repressionskampagnen sehr viele Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen. Der SPIEGEL versucht hier ganz klar, die Bewegung zu verunsichern und zu diffamieren, um weiteres Interesse zu verhindern. Das wird ihnen nicht gelingen! Wer sich über die Kritik an diesem Spiegelartikel genauer informieren möchte, kann uns um einen Mp3 Mitschnitt einer Radiosendung anschreiben, in der das vergangenen Montag ausführlich thermatisiert wurde. Wir alle sollten uns eines vor Augen halten: über Mumia Abu-Jamals Leben wird in den nächsten Wochen oder Monaten entschieden werden. Wenn wir jetzt nicht alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen, werden wir in Zukunft eventuell keine Möglichkeit mehr dazu haben. Die Zeit für Mumia ist jetzt! Schreibt Mumia in den Knast (Hier mehr Infos... ) , bereitet selbst Aktionen vor ("Mumia 3+12") und schafft Öffentlichkeit. Sollte es die Lynchjustiz wirklich wagen, die Todesstrafe gegen Mumia zu bestätigen, wird es am letzten möglichen Samstag vor einem Hinrichtungstermin eine grosse Protestdemonstration zur Berliner US-Botschaft geben. zum weiteren Inhalt:
Derzeit sind noch viele weitere Veranstaltungen im Rahmen der Mumia Infotour in Vorbereitung. Schaut bitte regelmässig auf http://mumia-hoerbuch.de/termine.htm Die Tour kommt durch die meisten bundesdeutschen Regionen. andere Termine Fr. 11.9.09 Frankfurt - 17:00 Uhr: Kundgebung zur Freilassung Leonard Peltiers U.S. – Generalkonsulat in Frankfurt am Main, Giessener Str. 30, 60435 Frankfurt am Main Bundesrepublik: Oury Jalloh & Dennis J. - das war Mord Am 11. August fand in Magdeburg eine Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh statt. Oury Jalloh war am 7. Januar 2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt. Niemand half ihm, viele gehen von bewusstem Mord durch die Polizeibeamten aus. Der anschliessende Prozess war eine Farce und Beleidigung für die Angehörigen von Oury Jalloh. Die Justiz hatte keinerlei Interesse an Aufklärung. Die Demo in Magdeburg zog nun zum Landtag und Innenministerium, um den Verantwortlichen nochmal deutlich zu machen, dass wir Aufklärung, Gerchtigkeit und Entschädigung erwarten. Ein detaillierter Bericht findet sich Hier... Dort wurde ebenfalls ein solidarischer Beitrag über Mumia Abu-Jamal gehalten. Der steht hier... Nur wenige Tage später fand aus ganz ähnlichem Grund eine Kundgebung in Berlin statt. Freunde, Angehörige und solidarische Unertstüzer_innen versammelten sich in der Karl-Marx-Str., um an die Erschiessung von Dennis J. durch einen Berliner Polizisten vom 31.12.2008 zu erinnern. Während sich die Berliner Presse und Polizei bis heute Mühe gibt, das Bild eines Schwerverbrechers von Dennis J. zu zeichnen, ist der Mörder in Uniform bis heute frei. Die Angehörigen fordern genau wie bei Oury Jalloh Aufklärung und Gerchtigkeit. Weitere Infos auf hier... oder hier... 12. September 2009 - weltweiter Aktionstag für die Cuban 5 Am 12. September jährt sich zum 11. mal die Verhaftung der Cuban 5 in den USA. Die internationale Solidaritätsbewegung für die Befreiung der Fünf ruft zu Aktionen auf. Werdet vor Ort selbst aktiv, jede Unterstützung in Form von Informationen, Kundgebung, Demo, Filmvorführung "Mission gegen den Terror" ist hilfreich. Näheres über eine geplante Veranstaltung am 12..09. in Berlin gibt es ab Anfang September USA: Neuigkeiten im Kampf für das Leben von Troy Davis Am Montag, dem 17. August entschied er US Supreme Court trotz Sommerpause, den Fall von Troy Davis erneut vor das im Bundesstaat Georgia ansässige Bezirksgericht zu verweisen. Das ist eine riesige Entwicklung, jedoch (wie so häufig) nicht völlig ohne Haken. Der SC hat sich selbst vor einer Entscheidung gedrückt und das Ganze zurückgeschickt, wo es angefangem hat. Positiv ist, dass er ausdrücklich sagt, das Bezirksgericht soll auch Beweise würdigen, die im ursprünglichen Verfahren nicht erhältlich waren. Aber das bedeutet jetzt nicht automatisch, dass diese auch für zutreffend eingestuft werden. Es ist jedoch ein grosser Etappensieg im Kampf umd as Leben von Troy Davis. Das ist der Verdienst seiner Familie und Unterstützer_innen sowie der weltweiten Anti-Todesstrafenbewegung. Jetzt gilt es, den Druck aufrecht zu erhalten - dann kann Troy Davis gewinnen. Eine US-Presseschau und erste Kommentare LINK 26. September: US-weiter Marsch auf Washington für Troy Davis Familie und Angehörige von Troy Davis, Amnesty International USA, die Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe ( CEDP) sowie viele andere Organisationen rufen in den gesamten USA dazu auf, vor dem Weissen Haus grundsätzlich gegen die Todesstrafe und für das Leben von Troy Davis zu protestieren. Sie nehmen dabei ausdrücklich auch Bezug auf die Demonstrationen für Mumia Abu-Jamal in den 90igern, die die aktuelle Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe in den USA ins Leben gerufen haben. USA: Begnadigung für Leonard Peltier abgelehnt - Proteste Die mit Spannung erwartete Begnadigung des politischen Gefangenen Leonard Peltier - ebenfalls im US-Bundesstaat Pennsylvania inhaftiert - ist abgelehnt worden. Zynischerweise haben die Behörden ihm eine erneute Anhörung im Jahr 2024 angeboten. Leonard Peltier wäre dann 79 Jahre alt. Er sitzt bereits 33 Jahre im Knast. Genau wie bei Mumia ist ihm ein Polizistenmord untergeschoben worden, sogar zweifach. Am 11. September wird es in Frankfurt a.M. um 17 Uhr vor dem US-Konsulat eine Kundgebung für die Freilassung von Leonard Peltier geben. Hier ist ein Aufruf der Leonard Peltier Solidaritätsgruppe Rhein Main (LPSG)... Bitte nehmt nach Möglichkeit daran Teil und verbreitet den Aufruf weiter. No Justice No Peace! Freiheit für Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal! Am 28. September fand vor der Berliner US-Botschaft bereits eine sehr kurzfristig mobilisierte Kundgebung mit der Forderung nach sofortiger Freilassung von Leonard Peltier statt. Ein kurzer indymedia-Bericht dazu befindet sich hier... Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom August 2009Hallo, hier die August Ausgabe des FREE MUMIA Rundbriefes aus Berlin. Du erhälst den, weil du auf der Notfall Liste für Mumia Abu-Jamal stehst. Wenn du diesen Rundbrief weiter verbeitest/veröffentlichst, hilft das sehr. Wenn du nur im Alarmfall benachrichtigt werden möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail an uns zurück mit dem Betreff: &qout;Keinen Rundbrief mehr&qout;. Während überall die Ferienphase eingetreten ist, sind etliche Mumia-Unterstützer_innen sehr aktiv, auf die im Herbst anstehende Entscheidung über Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia hinzuweisen. In mehr als 20 Infoveranstaltungen wurde seit Mai 2009 auf die lebensbedrohliche Lage von Mumia hingewiesen. Einige Hundert Besucher_innen haben bisher die Mumia-Infotour besucht, viele weitere Veranstaltungen werden momentan vorbereitet. In mehreren Orten sind neue Free Mumia Bündnisse oder Unterstützer_innenkreise entstanden, so z.B. in Hannover, Köln, Bielefeld, Bremen, Osnabrück oder Oldenburg. Ältere Mumia-Unterstützer_innen haben sich an manchen Orten wieder zusammengefunden, um gemeinsam mit neuen Interessierten den Kampf für Mumias Leben und Freiheit aufzunehmen. Die Infotour geht noch bis in den September hinein weiter. Neue Termine werden regelmässig in der Terminrubrik nachgetragen. Neben den gesellschaftlichen Hintergründen (Rassismus, Todesstrafe, Gefängnisindustrieller Komplex) wurde und wird viel über praktische Solidaritätsarbeit für Mumia nachgedacht. Drei Punkte werden dabei immer wieder hervor gestellt:
Zu diesen und bestimmt auch weiteren Punkten wird ab September bestimmt noch eine Menge veröffentlicht werden. Wir informieren auch in diesem Rundbrief über alle wichtigen Entwicklungen. Gerade in Berlin freut es uns riesig, dass nach einigen Jahren der relativen Stille nun wieder stärkere Unterstützungsarbeit für Mumia in diesem Land zu beobachten ist (siehe auch TERMINE). In Anbetracht der bedrohlichen Lage ist das motivierend und zeigt uns, dass wir den Kampf um Mumias Leben und Freiheit immer noch gewinnen können. Bauen wir alle gemeinsam die Bewegung auf! Freiheit für Mumia! Weg mit der Todesstrafe überall! zum weiteren Inhalt:
Mitte Juli verabschiedete die Bürgerrechtsorganisation NAACP eine Resolution an den Justizminister der USA, Eric Holder. Im Anschluss an eine Gastrede von president Obama forderte der Verband eine Untersuchung des Rassismus in der US-Justiz am Beispiel von Mumia Abu-Jamal und seiner über 27 Jahren währenden Unrechtsbehandlung. Ein sehr aufschlussreicher englischer Artikel darüber erschien am 31. Juli in der Philadelphia Tribune: Hier... Linn Washington Jr. (Professor für Journalistik, Phildadelphia) veröffentlichte einen umfangreichen Bericht in englischer Sprache: Hier... Hans Bennett (Journalists For Mumia) veröffentlichte folgenden Bericht, ebenfalls in englischer Sprache: Hier... Interessantes Video Interview mit dem Autor J. Patrick O'Connor (The Framing Of Mumia Abu-Jamal, Lawrence Hill Books (May 1, 2008) über die Begebenheiten der Nacht des 9. Dezember 1981, in der Mumia niedergeschossen und später des Mordes angeklagt wurde. Auch dieses leider nur in englischer Sprache. Todesstrafe im US-Bundesstaat Maryland Im US Bundesstaat Maryland wurden Schritte zur Wiederaufnahme von Hinrichtungen durch die Giftspritze eingeleitet. Die Hinrichtungen mittels Giftspritze wurden 2006 nach Protesten zahlreicher Menschenrechtsgruppen durch ein Moratorium gestoppt, da festgestellt wurde, dass die verabreichten Medikamente den Delinquenten möglicherweise unerträgliche Schmerzen verursachten. Durch den Bestandteil Pancuronium Bromid Ob und wann die anstehenden fünf Hinrichtungen letztlich durchgeführt werden, ist momentan unklar und hängt mit von der Mobilisierung und dem Protest der Gegner der Todesstrafe ab. Am 6. August meldete unterdessen die Nachrichtenagentur AP, dass der US Bundesstaat North Carolina mehrheitlich entschieden hat, statistische Beweisführungen in Prozessen zuzulassen, wo die Möglichkeit von rassistischen Manipulationen z.B. bei der Jury Auswahl gegeben erscheinen. Todesstrafenbefürworter waren über diese Entscheidung sehr aufgebracht, weil sie (zurecht) befürchten, dass es damit schwieriger wird, die legale Lynchjustiz weiter zu betreiben. In North Carolina ist bereits seit drei Jahren niemand mehr hingerichtet worden. Im Bundesstaat Georgia gibt es derzeit eine Unterstützungsaktion für den Gefangenen Troy Davis. Ebenso wie bei Mumia steht in seinem Fall die Entscheidung über die Todesstrafe im Herbst an. Während eine weltweite Solidaritätsbewegung bereits dreimal seine Hinrichtung verhinderte, scheint die US-Justiz durchaus Willens zu sein, ihn trotz massiver Unschuldshinweise hinrichten zu lassen. Der NAACP unterstützt Troy Davis genau wie Mumia. Mehr zu derzeitigen Arbeit hier... Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juli 2009Hallo, hier die Juli-Ausgabe des Rundbriefes über Mumia Abu-Jamal. Du erhälst dieses Schreiben, da du auf der bundesweiten Notfall Liste für Mumia Abu-Jamal eingetragen bist. Wenn du diesen Rundbrief weiterleiten und veröffentlichen möchtest, freuen wir uns über die Unterstützung. Solltest du ihn nicht mehr erhalten wollen, schreibe eine leere E-mail mit Betreff. "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden dich dann nur noch bei Bekanntgabe der Todesstrafe anschreiben. Am 30. Juni begannen am U.S. Supreme Court die Sommerferien. Der noch offene Antrag der Staatsanwaltschaft auf Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal ist vom Gericht nicht beantwortet worden. Mumias Anwalt Robert R. Bryan schrieb uns, dass er davon ausgeht, dass es erst nach dem 5. Oktober zu einer Entscheidung kommen wird. Dann nimmt der U.S. Supreme Court seine Arbeit wieder auf und verhandelt über einen (formal juristisch) ähnlich gelagerten Fall (Spisak). Nun haben wir also einige Monate Zeit gewonnen, einer drohenden Hinrichtung von Mumia entgegen zu arbeiten. Die ab Juli beginnende bundesweite Infotour von der Roten Hilfe und dem Berliner Mumia-Bündnis wird versuchen, genau in diese Richtung zu mobilisieren. Einige Termine sind in dieser e-mail aufgelistet, andere verlinkt. Schaut euch die Liste an und überlegt, wo ihr beim Mobilisieren für die Veranstaltungen helfen wollt. Kommt an den entsprechenden Abenden vorbei und diskutiert gemeinsam, wie es weitergeht. Vorschläge stehen im Raum: Infoarbeit, "Mumia 3+12"-Aktionstag, bundesweite Demo vor Berliner US-Botschaft bei Hinrichtungstermin etc. Am 30. Juni gab es ebenfalls keine Entscheidung über den Antrag von Troy Davis auf ein neues Verfahren. Es wird trotz gültigen Hinrichtungsbefehles davon ausgegangen, dass die Behörden im US-Bundesstaat Georgia abwarten, was der U.S. Supreme Court im Herbst dazu sagt. Damit öffnet sich auch hier die Möglichkeit, den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen. Wir werden im August Rundbrief genauer darauf eingehen. Bitte beachtet auch die wöchentliche Radiosendung im Berliner Offenen Kanal. Immer montags um 18 Uhr auf 97,2 UKW oder überall im Internet unter... zum weiteren Inhalt:
Nachdem seit Anfang Mai bereits einige Veranstaltungen zur Unterstützung für Mumia Abu-Jamal ausserhalb Berlins stattfanden, geht das Berliner Free Mumia-Bündnis gemeinsam mit der Roten Hilfe ab Juli auf Tour durch diverse Orte der BRD. Inhalt der Veranstaltungen sind zum einen die besonderen Umstände, in denen Mumia sich derzeit befindet. Sein Fall wird vor dem gesellschaftlichen Hintergrund in den USA dargestellt. So werden Kurzbeiträge über die Geschichte der Sklaverei, der sog. Gefängnisreformen, des gefängnisindustriellen Komplexes, der politischen Repression und der Todesstrafe gehalten, um die Bedeutung, die Mumia für den Kampf gegen Rassismus und eine befreite Gesellschaft in den USA einnimmt, deutlicher heraus zu stellen. In den anschliessenden Diskussionen besteht die Möglichkeit, sich über praktische Unterstützungsmöglichkeiten auszutauschen. Als Vorschläge stehen ein dezentraler Aktionstag bei Todesurteil ("Mumia 3+12") und eine gemeinsame, bundesweite Demonstration vor der US-Botschaft in Berlin vor einem möglichen Hinrichtungstermin im Raum. Überlegt euch auch, ob ihr bei der Bewerbung der Veranstaltungen helfen könnt, z.B. durch Kontakte vor Ort, Anzeigen, Webpostings etc. Es gibt auch ein Ankündigungstext, den ihr als PDF herunterladen und ausdrucken könnt. Auf dem freien Textfeld könntet ihr die jerweilige Veranstaltung reinschreiben, kopieren und verteilen Hier findet ihr den Text, die Text-Datei, die Flyer und Plakate zum Downloaden Während wir noch auf die angekündigte Petition von Mumias Verteidigung an Präsident Obama warten, möchten wir noch einmal auf die New Yorker Online Petition an den Justizminister der USA aufmerksam machen. Ziel dieser Petition ist es, eine offizielle Untersuchung von Rassismus und politischer Einflussnahme durch die US-Justiz in Mumia Abu-Jamals Fall zu erreichen. Der Justizminister Eric Holder wird auf den Geburtstagsfeiern der Bürgerechtsvereinigung NAACP reden und garantiert mit Mumias Fall konfrontiert werden. Der NAACP hatte sich gerade in jüngster Vergangenheit stark für Mumia als auch für Troy Davis (siehe unten) eingesetzt. Ausserdem unterstützt inzwischen auch ein Congress Abgeordneter und viele bekanntere Personen des öffentlichen Lebens diese Initiative. Sie soll Mitte September offiziell überreicht werden. Es gibt inzwischen auch eine deutsche Übersetzung des Textes mit weiterführenden Links zum unterschreiben: Auf der Webseite des New Yorker FREE MUMIA Bündnis stehen auch schon einige weltweite Unterstützer_innen für diese Petition: Englischsprachiger Bericht über eine öffentliche Geburtstagsfeier zu Mumias 55. Geburtstag in Oakland, Kalifornien. Die Feier fand am 24. April 2009 in der "Humanist Hall" im Zentrum von Oakland statt. Mehrere Hundert Gäste waren gekommen. Hans Bennett von den "Journalists for Mumia" veröffentlichte zahlreiche Videos, in denen diverse Sprecher_innen und Künstler_innen Kaliforniens ihre Unterstützung für Mumia ausdrücken und dazu aufrufen, jetzt verstärkt aktiv zu werden. Es gab Reden und Musik u.a. von Angela Y. Davis, Richard Brown (of the San Francisco Eight), Nina Serrano (host of the KPFA Radio show 'La Raza Chronicles'), JR Valrey (POCC Minister of Information), Franco (POCC Ambassador of International Affairs), Jack Bryson , Adimu Madyun (of Hairdoo), Tiny, aka Lisa Gray-Garcia (of Poor Magazine / Poor News Network), Kulwa (POCC), Tony Serra, Jay (POCC Coordinator), Lynne Stewart, Hans Bennett selbst sowie den Musiker_innen von Mistah F.A.B. und The Molotov Mouths. Jeden Beitrag gibt es einzeln hier zu sehen. Ähnliche Veranstaltungen rund um Mumias 55. Geburtstag sowie die Veröffentlichung seines neuen Buches "Jailhouse Lawyers," 2009, City Lights (www.citylights.com) (www.citylights.com) fanden auch hier statt: Philadelphia (im Rahmen einer revolutionären Veranstaltungswoche) Es geht jetzt darum, trotz zu erwartenden Sommerloches selbst aktiv zu werden. Vorbereitungen zur Unterstützung von Mumia sind jetzt besonders wichtig, da im schlimmsten Fall einer Bestätigung der Todesstrafe vermutlich nur wenig Zeit bis zu einem Hinrichtungsdatum bleiben wird. Daher werden wir jetzt wieder häufiger Material in die Download Rubrik auf unsere Webseite stellen, dass zur Öffentlichkeitsarbeit benutzt werden kann. Einfach ausdrucken, koperien und selbst verteilen. Text zur aktuellen Situation von Mumia (eine A4 Seite) USA: Maryland vor erneuten Hinrichtungen? Todesstrafengegner fordern zu Eilaktionen auf. Ab dem 3. Juli steht eine deutschsprachige Infoversion bereit. Bitte lest und verbreitet diesen übersetzten Aufruf der Kampagne gegen die Todesstrafe (CEDP) aus den USA: Hier... Auch in der Bundesrepublik häufen sich die Fälle von politischer Repression seitens des Staates. Wir haben an dieser Stelle schon oft über die Angeklagten im sog. "mg" Verfahren oder dem §129 b Verfahren in Stuttgart Stammheim berichtet. In letzterem werden fünf türkische Linke der Mitgliedschaft in einer Organisation angeklagt, die in diesem Land gar nicht aktiv ist. Einziger "Beweis" der BAW ist ein ehemaliger türkischer Geheimdienstmitarbeiter, der selbst unter Wahnvorstellungen leidet. Einer der Angeklagten, Mustafa Atalay, ist nach einer schweren Herzoperation vor über drei Jahren aus einer Reha-Klinkik heraus verhaftet worden und ist seitdem in Isolationshaft. Sein Gesundheitszustand hat sich lebensbedrohlich verschlimmert. Heute möchten wir jedoch auf einen anderen Artikel hinweisen Nicht erst seit dem 1. Mai 2009 oder den massiven Polizeiübegriffen beim Versuch der Besetzung des Flughafens Tempelhof gibt es politische Gefangene in Berlin. Der oben verlinkte Artikel beschreibt einige Beispiele. Genau wie bei Mumia Abu-Jamal gilt auch hier: lasst uns politische Gefangene in unsere Aktivitäten miteinbeziehen. So bleiben sie präsent und haben eine Chance, die vom Staat auferlegte Trennung in drinnen und draussen zu überwinden. Kein Knast steht ewig - für eine befreite Gesellschaft! Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juni 2009Hallo, hier die Juni-Ausgabe des Rundbriefes über Mumia Abu-Jamal. Du erhälst dieses Schreiben, da du auf der bundesweiten Notfallliste für Mumia Abu-Jamal eingetragen bist. Wenn du diesen Rundbrief weiterleiten und veröffentlichen möchtest, freuen wir uns über die Unterstützung. Solltest du ihn nicht mehr erhalten wollen, schreibe eine leere E-mail mit Betreff. "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden dich dann nur noch bei Bekanntgabe der Todesstrafe anschreiben. Wie bereits in den letzten beiden Rundbriefen berichtet, ist Mumia nun bereits zum dritten mal nach 19995 und 1999 von einem möglichen Hinrichtungsbefehl bedroht. Täglich kann eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA kommen, in dem über den Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden wird, die Todesstrafe gegen Mumia wieder in Kraft zu setzen. Im Augenblick gibt es überhaupt keine Anzeichen, wann diese Entscheidung bekannt gegeben wird. Klar ist nur, dass das Gericht die Möglichkeit der Todesstrafe ernsthaft in Erwägung zieht, und das trotz all der dokumentierten Rechtsbrüche gegen Mumia und der nie bewiesenen Schuld. Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan veröffentlichte vor wenigen Tagen ein neues legal update, in welchem er die Situation juristisch erklärt. Das englische Original steht hier... Eine deutsche Übersetzung befindet sich auf der Seite des Bremer IVK. Viele Unterstützer_innen fragen sich seit April, was bei einer Bestätigung der Todesstrafe passieren würde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass noch am selben Tag ein Hinrichtungsbefehl von Pennsylvanias Gouverneur Ed Rendell unterschrieben würde. Da in der Vergangenheit zweimal bereits angesetzte Hinrichtungen von Mumia durch starke weltweite Proteste verhindert werden konnten, besteht dieses Mal die Gefahr, dass die Frist bis zu einer möglichen Hinrichtung sehr kurz sein wird. Im Fall von Troy Davis (siehe Bericht weiter unten) haben wir schon mal beobachtet, dass zwischen Supreme Court Entscheidung und angesetztem Hinrichtungstag lediglich 4 Tage lagen. Seit Anfang Mai hat das Berliner FREE MUMIA Bündnis etliche kleine Veranstaltungen durchgeführt, auf denen viel über diese Frage diskutiert wurde. Aus Gesprächen in Berlin und anderen Städten hat sich bisher folgendes ergeben: Verschiedene Online Petitionen haben den Anfang gemacht. Es soll demnächst eine weitere in Abstimmung mit Mumia selbst an Obama gestartet werden. In Deutschland wird momentan das Konzept "Mumia 3+12" diskutiert. Es bedeutet, dass am 3. Tag nach einer möglichen Todesstrafenentscheidung um 12 Uhr Aktionen und Proteste vor US-amerikanische Einrichtungen getragen werden. Das können sowohl konsularische als auch wirtschaftliche Einrichtungen sein. Natürlich muss das nicht genau um 12 Uhr passieren. Wir gehen davon aus, dass aufgrund des starken Medieninteresses hier auch mit einfachen Mitteln grosse Öffentlichkeit hergestellt werden kann. In den verschiedenen Orten, wo diese Idee momentan vorbereitet wird, wird das auch öffentlich angekündigt, um so bereits jetzt laut und deutlich klar zu machen, dass ein Justizmord an Mumia Abu-Jamal nicht hingenommen werden wird und dass die Regierung der USA in der Pflicht steht, diese Hinrichtung zu stoppen. Auch in Berlin laufen Vorbereitungen verschiedener Gruppen. Achte bitte auf Ankündigungen und überlege, wo und wie du selbst an so einem Tag etwas machen wirst. Tausche dich bereits jetzt mit Freunden und Bekannten darüber aus und beginne mit Vorbereitungen. Darüber hinaus hat das Berliner FREE MUMIA Bündnis sich entschieden, am letzten Samstag vor einer möglichen Hinrichtung eine Demonstration zur US-Botschaft zu organisieren. Sie soll dann um 14 Uhr am Berliner Oranienplatz in Kreuzberg beginnen. Die Wegstrecke dauert ungefähr 50 Minuten. Bereits jetzt fahren Vertreter_innen von uns auch in andere Städte, um für diese Planung überregional zu mobilisieren. Es gibt bereits Zusagen, in so einem Fall nach Berlin zu mobilisieren. Sowohl 1995 als auch 1999 haben die Demonstrationen gegen Mumias geplante Hinrichtung viele Tausend Menschen in Berlin gemeinsam auf die Strasse und vor die Botschaft der USA gebracht. Die US-Regierung als auch die Öffentlichkeit nimmt sehr wohl wahr, wie kontinuierlich der Widerstand gegen den geplanten Mord an Mumia ist. Bitte überlege auch hier selbst, wie du diese Planung in deinem Umfeld bekannt machen kannst. Hilf mit, im Ernstfall viele Menschen auf die Demo in Berlin zu bringen. Wenn wir jetzt alle mit ernsthaften Vorbereitungen beginnen, können wir Mumias Leben auch 2009 retten. zum weiteren Inhalt:
Nachrichten für Berlin
An Mumias 55. Geburtstag fand in Philaldephia eine große Veranstaltung über ihn statt. In einer sehr beeindruckenden Rede beschrieb der Philadelphia Tribune Kolumnist Linn Washington Jr. in ca. 20 Minuten die komplette Absurdität der US-Justiz in ihrem Umgang mit Mumia. Für alle, die gerne in englisch zuhören, empfehlen wir den in drei Kurzvideos aufgeteilten Indymedia Bericht aus Philadelphia Auch wer schon geschrieben hat, kann das gerne wiederholen. Wir haben auch vorgedruckte Postkarten. Einfach per e-mail bei uns bestellen. an den US Supreme Court an den Generalstaatsanwalt der USA sowie die Kampagne zu seiner Freilassung organisieren hier... Freitag, 12. Juni 09, 19 Uhr, Berlin Kreuzberg: Die Zuckerröhren (A-Capella), Anke Rupp und Jean-Theo Jost (lesen aus den "Vagina Monologen"), LaMona und The Cat's Back (Music Comedy und Tanz) + Special Guest Surprise Moderation: Sierra Alle Gewinne des Abends gehen an Mumia Abu-Jamals Verteidigungsteam. Das Berliner FREE MUMIA-Bündnis wird dort am Infotisch ansprechbar sein. Bei Interesse im Anschluss der Film "In Prison My Whole Life".
Adresse: Jeden Montag um 18 Uhr im Radio (Berlin) und Internet (überall) die FREE MUMIA News. in Berlin auf 97,2 UKW Für Juli 2009 ist eine Info Rundreise durch verschiedene Städte geplant. Details im nächsten Rundbrief. 400 auf Kundgebung für Troy Davis in Heidelberg hier... Siehe hier auch die Ergänzungen über Berichte aus anderen Ländern Interview mit Heidelberger Anti-Todesstrafenaktivistin hier... Troy Davis ist ein afroamerikanischer Todestraktinsasse, dem ebenso wie Mumia ein Mord an einem weissen Polizisten unter geschoben wurde. Bereits dreimal konnte seine Hinrichtung von Unterstützer_innen und der weltweiten Anti-Todesstrafenbewegung verhindert werden. Nun ist sein Leben wieder in Gefahr. --- STOP DEPORTATION --- STOP DEPORTATION --- Am Montag, 8.Juni 2009 sollen mit einer AirBerlin Maschine, gechartert von der Bundespolizei, über 100 Menschen vom Flughafen Schönefeld nach Vietnam abgeschoben werden. Sie kommen aus Deutschland und Polen. Die Abschiebung wird von der Grenzschutzagentur FRONTEX koordiniert. Lasst uns diese Abschiebung verhindern!! Um 15:15 Uhr startet der Zubringerflug von Tegel nach Schönefeld und um 17:00 Uhr von Schönefeld nach Hanoi. Überlegt euch Aktionen! Stört den Flughafenbetrieb! Auch die Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg haben ab 15 Uhr eine Kundgebung am Flughafen Schönefeld angemeldet. Im Vorfeld könnt ihr euren Protest gegen die Massenabschiebung direkt bei AirBerlin zum Ausdruck bringen: Pressestelle: Zuständige Pressereferentin: Frau Dädelow ddaedelow@airberlin.com> Aufruf des Flüchtlingsrates Berlin und weiter Infos... Die erste der Kundgebungen fand bereits am vergangenen Freitag in Berlin statt. Einen Bericht gibt es hier... Am kommenden Freitag, den 12. Juni 09 findet die nächste vor der JVA Plötzensee statt. Beginn ist 17 Uhr. Details... Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Mai 2009Hallo, hier die Maiausgabe des FREE MUMIA Rundbriefes. Aus aktuellem Anlass erscheint sie wieder 2 Tage vor Monatsbeginn, da bereits am 1. Mai ein ganz wichtiges Datum zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal in dieser zugespitzten Lage ansteht. Wenn du diesen Rundbrief weiterleiten und veröffentlichen möchtest, freuen wir uns über die Unterstützung. Solltest du ihn nicht mehr erhalten wollen, schreibe eine leere E-mail mit Betreff. "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden dich dann nur noch im Notfall anschreiben. Seit dem 6. April 2009 ist deutlich, was die US-Justiz mit Mumia vorhat. In nicht mal einem Arbeitstag entschieden sie, ihm kein neues Verfahren zu geben und ihn bis an sein Lebensende im Knast behalten. Dafür gingen sie auch ohne weiteres über bestehendes Recht hinweg. Die quasi "monarchistischen" Richter_innen am US Supreme Court bestätigten sämtliche Verfassungsbrüche vorangegangener Institutionen. Mumia soll nach ihrem Willen nie wieder freikommen. Ihre juristische Begründung umfasste ganze zwei Worte: "Antrag abgelehnt". Zwar hat Mumias Verteidigungsteam die Möglichkeit eines Antrages auf nochmalige Anhörung, welchen sie dieser Tage einreichen werden. Diese Möglichkeit wird aber lediglich als Formalität betrachtet, welche die rechtliche Gültigkeit dieser Entscheidung lediglich etwas nach hinten verschiebt. Dass das höchste Gericht aber noch weitere Pläne mit Mumia hat, wurde im April ebenfalls deutlich. Am 20. März berieten sie bereits über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf sofortige Widereinsetzung des Todesurteils gegen Mumia. Da es sich bei diesem Antrag um eine sog. "Cross Petition" zu Mumias Antrag gehandelt hat, wäre das übliche Szenario gewesen, sie zusammen zu beantworten. Das tat das Gericht jedoch nicht. Mögliche Gründe haben wir bereits im letzten Rundbrief angedeutet. Eines ist jedoch völlig klar: sie ziehen die Ermordung von Mumia Abu-Jamal ernsthaft in Betracht. Wann die Entscheidung kommen wird, ist völlig unklar. Theoretisch kann sie jeden Tag erfolgen. Es gibt aber (zumindest unserer Kenntnis nach) keine Frist, bis wann es erfolgt sein muss.
Für Mumias Unterstützungsbewegung ergeben sich daraus folgende Schlüsse: Erste Mobilisierungen laufen bereits, dazu unter Termine mehr für den deutschsprachigen Raum. Es gibt aber auch Fragen, die alle sich selbst stellen können. Wie weit möchten sich die vielen Tausend Interessierten an dem Fall selbst einbringen? Es gibt eine Reihe von Vorschlägen, wie Mumia individuell geholfen werden kann. Dazu später mehr. Aber wir brauchen gemeinsame, starke und sichtbare Proteste, sollte die rassistische US-Justiz es wagen, die Todesstrafe gegen Mumia erneut in Kraft zu setzen. In Berlin kreist bereits seit längerem der Vorschlag, in so einem Fall die politische Vertretung der USA, also die Botschaft zu blockieren und deren Arbeitsalltag unmöglich zu machen. Wir können uns vorstellen, dass so etwas grosse Öffentlichkeit erregen und den Todesstrafengegner_innen in den USA starke Unterstützung gewähren könnte. Nur wissen wir, dass so eine Aktion die Unterstützung und Beteiligung von vielen tausend Menschen benötigt. Wenn so ein Schritt ernsthaft gewollt ist, müssen die Vorbereitungen jetzt beginnen. Aber es sollte auch über alle möglichen anderen Aktionsformen nachgedacht werden. In der Vielzahl und Unterschiedlichkeit lag auch 1995 sowie 1999 die Kraft, die damals Mumias Hinrichtung verhinderte. Wir beobachten seit Anfang April ein gestiegenes Interesse sowohl bei Unterstützer_innen als auch bei der Presse. Vielen ist deutlich, wie ernst Mumias Situation ist. Es gilt jetzt, den juristisch und politisch Verantwortlichen in den USA klar zu machen, dass dieser geplante Justizmord nicht hingenommen werden wird. Wir möchten alle Empfängerinnen und Empfänger dieses Rundbriefes auffordern, sich Gedanken über die Lage zu machen und sich ernsthaft zu fragen, was jede und jeder einzelne jetzt für Mumia zu tun gedenkt. zum weiteren Inhalt:
Demos/Kundgebungen/Veranstaltungen 1. Mai 2009 Berlin: 5. Mai 2009 Berlin: 7. Mai 2009 Hamburg: 8. Mai 2009, 18 Uhr 12. Mai 2009, 21.00 27. Mai 2009 20:00, Wendland 12. Juni 2009, 19:00 Online-Proteste Individuelle Proteste Interview mit Mumia Abu-Jamal am Abend nach der Bekanntgabe der SC-Ablehnung. Das Audio kann dort direkt angehört werden. Im text steht dann die deutsche Übersetzung. Hier... Interview mit Mumia Abu-Jamal auf dem unabhängigen Fernsehsender "Democracy Now" "Without Struggle, There Is Nothing" Mumia beschreibt, wie er weiter für seine Freiheit kämpfen will. Hier... Interview mit Mumias Anwalt Robert R. Bryan nach der Ablehnung eines neuen Verfahrens durch den Supreme Court Hier... Im ND erschien an Mumias 55. Geburtstag vor wenigen Tagen ein ganzseitiger Artikel, welcher die Geschichte und Hintergründe sehr gut zusammenfasst: Hier... Ebenfalls am 24. April, dem Geburtstag von Mumia, veröffentlichte die Mumia-Hörbuchgruppe einen Artikel über die Haftbedingungen im Todestrakt von Pennsylvania Hier... Mumias Anwalt besuchte Berlin Ende März (vor der SC-Ablehnung). Als Mumias Hauptanwalt Ende März in Berlin zu Besuch war, um an einer Mumia-Solidaritätsveranstaltung in der Akademie der Künste teilzunehmen, nutzten wir die Gelegenheit, ihn nach den juristischen Details vor dem Supreme Court zu befragen. Das komplette Interview wurde in den "FREE MUMIA News" ausgestrahlt. Eine auf das wesentliche verkürzte Fassung erschien am 5. April auf indymedia Hier... Ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung der Akademie der Künste "Grechtigkeit für Mumia Abu-Jamal" ebenfalls auf indymedia: Hier... TOP TV hat dort gefilmt und einen Bericht veröffentlicht Hier... Darüber hinaus hat es rund um die Veranstaltung ca. 25 Medienberichte, teilweise auch in grösseren Tageszeitungen gegeben. Bei Interesse senden wir gerne eine Linkliste zu. Wir haben in diesem Rundbrief auch schon oft über den Todestrakthäftling Troy Davis aus dem US-Bundesstaat Georgia berichtet. Durch massive internationale Unterstützung ist Troy bereits dreimal vor der Hinrichtung gerettet worden. Mitte April lehnte das 11. Bundesberufungsgericht ab, Troy ein neues Verfahren zu geben, obwohl juristisch sehr viel dafür spricht, dass er unschuldig ist. Annette Schiffmann berichtet in diesem Indymedia-Artikel über den aktuellen Stand Hier...Bitte beachtet auch die Ergänzungen. Für den 19. Mai ist zu einem weltweiten Aktionstag für Troy Davis aufgerufen. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom April 2009Hallo, hier kommt die verfrühte April Ausgabe unseres Rundbriefes zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Wer den weiterleiten oder veröffentlichen möchte, unterstützt die Solidaritätsarbeit damit sehr. Falls jemand ihn nicht mehr bekommen möchte, reicht eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" und wir werden nur noch noch im Notfall schreiben. Es gibt einen erfreulichen Grund, warum wir bereits eine Woche vor dem normalen Erscheinen diesen Rundbrief verfassen. Mumia Abu-Jamals Hauptanwalt kommt auf Einladung der Berliner Akademie der Künste am kommenden Sonntag nach Berlin, um an einer interessanten Veranstaltung teil zu nehmen. (mehr siehe 1.) Bisher ist vor dem US Supreme Court noch keine Entscheidung über Mumias Antrag gefallen, aber die Unterstützung für Mumia wächst (siehe 2.) Auch die Mumia-Petition (siehe 4.) an das Gericht hat jetzt deutlich angezogen. Bitte verbreitet diese nach wie vor weiter. Der erste Brief mit 1200 Unterschriften ist bereits an den US Supreme Court abgeschickt worden. Jeweils nach weiteren 500 Unterschriften geht erneut ein Brief damit an das Gericht. Die Themen dieses Rundbriefes:
Wir möchten euch auf eine interessante Veranstaltung zur Unterstützung von Mumia hinweisen und gleichzeitig bitten, diese auch weiterzuverbreiten. Sie findet am kommenden Sonntag, den 29. März in der Berliner Akademie der Künste statt. Die Akademie der Künste lädt ein: Johano Strasser (Schriftsteller, Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland) im Gespräch mit Gerhart Rudolf Baum (Rechtsanwalt, Bundesminister a.D.), Robert R. Bryan (Hauptanwalt von Mumia Abu-Jamal, San Francisco), Danielle Mitterrand (Paris), Günter Wallraff (Schriftsteller) und Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste) In Zusammenarbeit mit dem P.E.N.-Zentrum Deutschland Sonntag, 29. März 2009, 11 Uhr, Pariser Platz 4, Plenarsaal, 10117 Berlin-Mitte S-Bahn Unter den Linden, Bus 100, 200, TXL Akademie der Künste Grafik zum herunterladen und weiterverbreiten Ankündigungstext auf der Webseite der Akademie der Künste Die US-Bürgergerichtsorganisation National Association for the Advancement of Coloured People (NAACP) hat Anfang März eine Petition an den U.S. Suprme Court eingereicht. Damit soll die Beschwerde von Mumia Abu-Jamal untermauert werden, die Anklage habe in seinem ursprünglichen Verfahren 1982 gezielt versucht, Schwarze von der Jury auszuschliessen.
Ein ausführlicher Artikel darüber erschien am 10. März 09 in der Tageszeitung Junge Welt. Das ist sowohl vom Timing als auch Gewicht eine erfreuliche Unterstützungsaktion. Den englischen Originaltext gibt es hier quot;Jailhouse Lawyers Prisoners Defending Prisoners v. the U.S.A."
280 Seiten, br. 2009, ca. 16.95 $ - ISBN-13: 978-0-87286-469-6
Artikel über eine Buchveröffentlichungsveranstaltung in Philadelphia, PENN, USA am 24. April 2009 "Journalists For Mumia" aus Philadelphia über Mumias neues Buch. weitere Mumia- Bücher- und Filmliste auf unserer Webseite. Hier hat die Mumia-Hörbuchgruppe eine ausführliche Liste von Mumias eigenen Büchern im Original sowie in deutscher Sprache angelegt. Darüber hinaus sind einige Bücher und auch Filme über ihn zu finden, die unserer Meinung nach wichtig und interessant sind. Einen der Filme gibt es sogar zum freien Download, andere zur freien Ansicht im Internet. Wir entschuldigen die Verspätung, aber es gab einige Probleme bei der Umsetzung der Online-Petition für Mumia. Diese sind nun zum Glück beseitigt. Seit wenigen Tagen ist auch eine deutsche Übersetzung der Petition im Internet. Von dort wird auch direkt auf die Petition weiter verlinkt. Alternativ geht es natürlich auch über den direkten Weg. Im März bereiste der Sohn der beiden 1953 in den USA hingerichteten politischen Gefangenen Rosenberg das Land, um über sein Buch "Als die Regierung entschied, meine Eltern umzubringen" sowie die aktuelle politische Repression in den USA zu erzählen. Ein ausführliches Interview zu seinen persönlichen Motivationen sendete das Deutschlandradio am 11.03.09. Ein Transkript des Interviews befindet sich hier http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/932537/ Ein Veranstaltungsbericht des Berliner Teil der Rundreise steht hier im Netz Hier noch einige Meldungen, die zwar nicht unmittelbar mit Mumia Abu-jamal zu tun haben, unserer meinung nach aber wichtig sind: In Stuttgart Stammheim läuft seit Frühjahr 2008 ein Prozess gegen fünf türkische Linke. Der allein auf zweifelhaften Angaben türkischer Geheimdienste basierende Terrorismusvorwurf versucht, eine neue Form des Gesinnungsparagraphen, den § 129b in der BRD zu testen. Angriffspunkt ist eine Organisation, von denen der bundesdeutsche Staatsschutz annimmt, dass es hier wenig Widerstand und Solidarität geben wird. Zitate aus einem Redebeitrag des Stuttgarter Komitees gegen die §§129: “( …) Mit dem Prozess wird die Etablierung des Paragraphen 129b angestrebt, der eben dazu dienen soll, internationalistische und in erster Linie migrantische Strukturen zu kriminalisieren (…) die deutsche Antwort auf die internationale repressive Entwicklung (…) Das Verfahren dient als Präzedenzfall, dessen Ausgang auch für die Kriminalisierung weiterer linker Strukturen ausschlaggebend sein wird." Weitere Infos: no129.info oder kontakt@no129.info Zusammen gegen den Bundesparteitag der NPD! Sehr geehrte Damen und Herren, nachdem es der neonazistischen NPD bis jetzt nicht gelungen ist, Räume für ihren geplanten Bundesparteitag zu finden, will sie es jetzt am 04.04.2009 bzw. 11.04.2009 in Berlin-Reinickendorf versuchen. Zur Zeit ist es sehr wahrscheinlich, dass der Parteitag am 04.04.2009 im "Fontane-Haus" im "Märkischen Zentrum" stattfinden soll. Um gegen dieses Vorhaben zu protestieren und den NPD-Parteitag zu verhindern, hat sich ein Bündnis gegründet, das auch schon eine Demonstration gegen den Bundesparteitag der NPD angemeldet hat. Wir wünschen uns, dass viele Menschen unterschiedlicher sozialer und politischer Herkunft zu einer gemeinsamen Aktion zivilen Ungehorsams zusammenfinden und den Neonazis der NPD zeigen, dass sie auch in Berlin unerwünscht sind. Wir bitten Sie/Euch deshalb, unseren Aufruf zu unterstützen. Zusammen! Gegen die NPD! Kontakt: zusammen-gegen-npd@riseup.net oder berlin@vvn-bda.org Alles muss man selber machen. Anfang April wird die neonazistische NPD ihren Bundesparteitag abhalten, um ihren Vorstand neu zu wählen. Streit um die Parteifinanzen und den rechten politischen Weg lähmen die Partei seit einiger Zeit. Auf ihrem Sonderparteitag wollen die Neonazis diesen Streit klären, um gestärkt in das Superwahljahr 2009 zu starten. Denn für die NPD steht in diesem Jahr viel auf dem Spiel. Gelingt ihr der Einzug in verschiedene Landesparlamente oder verliert sie ihre Parlamentssitze in Sachsen mitsamt Mitarbeiterstellen und Zuschüssen? Wird die Partei durch die Europa- und Bundestagswahlen finanziell und politisch gestärkt oder geschwächt? Berlin: Sitz der NPD Parteizentrale Seit Ende Februar ist klar, dass Berlin-Reinickendorf ein möglicher Ort für den Bundesparteitag der NPD am 4. April 2009 sein wird. Der Bezirk Reinickendorf bestätigte, dass eine Anfrage der Neonazis für das Fontane-Haus im Märkischen Viertel und das Rathaus Reinickendorf für dieses Datum vorliegt. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom März 2009Hallo, hier kommt die Märzausgabe unseres Rundbriefes zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Wer den weiterleiten oder veröffentlichen möchte, unterstützt die Solidaritätsarbeit damit sehr. Falls jemand ihn nicht mehr bekommen möchte, reicht eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" und wir werden nur noch noch im Notfall schreiben. Noch ist keine Entscheidung vom U.S. Supreme Court über Mumias Antrag auf ein neues Verfahren oder den der Staatsanwaltschaft auf sofortige Hinrichtung gekommen. Laut Mumias Hauptverteidiger Robert R. Bryan ist das theoretisch ab Ende der "Briefings-Phase" möglich. Diese endet in wenigen Tagen. Es kann aber selbstverständlich auch länger dauern. Wir schreiben diesmal kein langes Vorwort, sondern steigen direkt in konkrete Unterstützungsmöglichkeiten ein. Erinnern möchten wir hier noch mal, dass es jetzt viele neue Aufkleber und Postkarten zur Unterstützung gibt. Interessierte können uns einfach anschreiben. Zum weiteren Inhalt:
Mumias neues Buch "Jailhouse Lawyers Prisoners Defending Prisoners v. the U.S.A." erscheint zu seinem Geburtstag am 24. April 2009 in den USA. Der Verlag heisst City Lights. Mehr Infos, einige Kurzkritiken sowie das Deckblatt sind bereits hier zu finden... Bereits im Februar veröffentlichte das Z-Mag online ein Interview mit Mumia Abu-Jamal in englisch über sein neuestes Buch: hier klicken... Darin spricht Mumia über Kämpfe von Gefangenen innerhalb des Privatindustriellen Gefängniskomplexes sowie über die wichtige Rolle sozialer Bewegungen. Er beleuchtet die Rolle sozialer Bewegungen und von Anti-Knastkämpfen sowohl historisch als auch aktuell. Besonders die Arbeit von Gefangenen, die angesichts mangelnden juristischen Beistands für sich selbst und Mitgefangene juristisch aktiv werden, beschreibt Mumia aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung. Er verbindet damit auch die Hoffnung, dass mehr Kontakte zwischen Aktivist_innen und Gefangenen entstehen und eine breite Öffentlichkeit über den häufig ausgeblendetetn Alltag der 2,3 Millionen US-Gefangenen erfährt. Angela Davis, selbst jahrzehntelange Anti-Knast-Aktivistin und ehemalige politische Gefangene, schrieb das Vorwort. Die Mumia-Hörbuchgruppe hat einen kurzen Artikel darüber in deutsch verfasst Hans Bennett von den "Jounalists For Mumia" aus Philadelphia hat drei weitere Bücher zum Thema besprochen: The Real Cost of Prisons Comix, herausgegeben von Lois Ahrens, PM Press, 2008 Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Januar 2009Hallo, hier der Januar Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Mumias Abu-Jamals Hauptanwalt Robert R. Bryan reichte am 19. Dezember 08 den letzten möglichen Antrag für ein neues Verfahren ein. Das ist Mumias letzte Initiative, noch jemals auf juristischem Wege frei zukommen. Im Januar wird das höchste Gericht der USA, der Supreme Court, darüber nachdenken, ob sie mehr zu Mumias Antrag hören wollen und/oder ihm ein neues Verfahren geben. Das Gericht ist nicht verpflichtet, den Antrag zu hören. Mit einer öffentlichen Bekanntgabe ist laut Bryan im Februar 2009 zu rechnen. Gleichzeitig befindet das Gericht über einen Antrag von Philadelphias Bezirkstaatsanwältin Lynn Abraham. Die als "Deadliest DA" bekannte Staatsanwältin fordert die sofortige Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia. Sie möchte anscheinend weder ein neues Verfahren noch die ihr vom 3. Bundesberufungsgericht eingeräumte Möglichkeit nutzen, einen abgetrennten Jury-Prozess alleine um das Strafmass zu führen. Bei letzterer Variante hätte sie jedoch noch etwas Zeit, einen entsprechenden Antrag einzureichen. Robert R. Bryan sagte auf einer Podiumsveranstaltung am 3. November 2008 in Berlin: "Sollten wir unseren Antrag vor dem Supreme Court verlieren und gleichzeitig die Staatsanwaltschaft sich durchsetzen, wird Mumia in nicht mal einem Jahr hingerichtet." In einem "legal update" Mitte Dezember 2008 fasste Bryan die Situation so zusammen: "Mumia Abu-Jamal befindet sich in der lebensbedrohtesten Lage seit seiner Festnahme 1981." (Original in englisch) Im Dezember 2008 gab es eine weltweite Aktionswoche für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Verlinkte Berichte zu einzelnen Ereignissen befinden sich weiter unten. Neben vielen Informations- und Kulturveranstaltungen kam es u.a. in Philadephia, Detroit, Mexico City, Caracas, Berlin, Hamburg, Bern, Wien und Barcelona zu Protesten vor Vertretungen der US-Regierung. Alle Berichte gleichen sich auf mehrfache Art: Die jeweiligen Proteste waren laut und von guter Stimmung der Beteiligten getragen, übertrafen aber nie eine Teilnehmer_innenzahl von maximal 500, oft deutlich darunter. Mediale Wahrnehmung ist ausserhalb der Unabhängigen Medien selten erreicht worden. So wichtig die Aktionswoche bestimmt innerhalb der jeweiligen Linken war, um Mumia Abu-Jamal wieder ins Bewusstsein von Aktivist_innen zu bringen, hat sie die im Augenblick notwendige öffentliche Wirkung unserer Meinung nach verfehlt. Es liegt jetzt wirklich an uns allen, vor einer (vermutlich im Februar 09 stattfindenden) Entscheidung des U.S. Supreme Courts eine unüberhörbare Unterstützung für Mumia aufzubauen. Das einfachste Mittel im Augenblick ist, Mumia zu schreiben. Wir haben darauf mehrfach hingewiesen. Da die gesamte Post durch die Zensur läuft, bekommen die Verantwortlichen dadurch mit, wie stark das öffentliche Interesse an dem Fall ist. Wir verschicken in kleinen Stückzahlen gerne vorgedruckte Postkarten mit Mumias Adresse und Bildern von FREE MUMIA Demos vorne drauf. Wendet euch bei Bedarf entweder per Post oder e-mail ans Berliner Mumia-Bündnis (Adresse siehe unten). Eine kleine Hilfe beim Verfassen von Briefen an Gefangene biette dieser Artikel. Darüber hinaus ist es jetzt an der Zeit, grössere Öffentlichkeit über Mumias Fall zu schaffen. Dabei könnt ihr alle mithelfen. Organisiert z.B. Filmvorführungen von "In Prison My Whole Life" (UK 2007, OmU). Ihr könnt den Film über Annette Schiffmann vom Heidelberger Netzwerk gegen die Todesstrafe beziehen. Ihre e-mail lautet anna.schiff@t-online.de In wenigen Wochen werden wir hoffentlich in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe. neue Aufkleber, Plakate etc. produzieren. Auch die könnt ihr in geringeren Stückzahlen umsonst bei uns bestellen. Bei grösseren Mengen wäre eine Portospende hilfreich. Mumias Verteidigung braucht Geld. Zwar arbeiten alle Beteiligten ohne Honorar, aber alleine durch Gerichtsgebühren für eingereichte Anträge sind in den vergangenen Monaten bis zu $ 75.000 Kosten entstanden. Es fällt leicht zu sehen, warum nur Arme in den Todeszellen der USA sitzen. Einen detaillierten Spendenaufruf mit allen Details findet ihr
hier... Ausserdem ist es dringend erforderlich, eine grössere Vernetzung von Mumias Unterstützer_innen zu verwirklichen. Bitte sprecht in eurem Bekanntenkreis darüber. Überlegt, was ihr vor Ort tun könnt. Wir würden uns auch über Vorschläge freuen, die wir vielleicht bis jetzt übersehen oder alleine nicht umsetzen konnten. Eine weiter Idee ist, dass ihr verstärkt andere ansprecht, sich in diese e-mail Liste einzutragen. Sobald wir von Mumias Verteidigung irgendwelche entscheidenden Neuigkeiten erfahren, werden wir die sofort hierüber verbreiten. Klar ist, dass Mumia momentan in grosser Gefahr ist, ein neues Todesurteil zu erhalten. 1995 und 1999 haben dagegen u.a auch Tausende in Berlin vor der damaligen US-Botschaft demonstriert. Damals kamen viele aus der gesamten BRD dafür nach Berlin. Wir haben die Hoffnung, dass in dem schlimmsten anzunehmenden Fall sich auch 2009 viele Menschen dazu entschliessen werden. Auch hierüber könnte ein frühzeitiger Austausch hilfreich sein. In den kommenden Wochen fällt die juristische Entscheidung über Mumias weiteres Schicksal. Dieser Fall war von Tag eins ein politisches Verfahren. Daher ist es auch möglich, politisch einzugreifen, wenn wir alle den Willen dazu entwickeln. Zum weiteren Inhalt:
FREE MUMIA Demo am 13. Dezember in Berlin: FREE MUMIA Demo am 13.Dezember in Hamburg: Auch in Bern in der Schweiz gab eine FREE MUMIA Demo mit 400 Teilnehmer_innen. Leider ist der entsprechende Artikel auf indymedia-Schweiz nicht mehr aufrufbar. Jetzt zu einem anderen Thema, welches wir für sehr wichtig halten: den gewaltsamen Tode von Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam 2005. Zuerst
möchten wir auf die Webseite seiner ehemaligen Weggefährten und Unterstützer_innen verweisen
http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/ Während das zuständige Gericht sich über zwei Jahre Zeit nahm, um die dringend Tatverdächtigen Polizisten von jedem Vorwurf rein zuwaschen, liess auch medial das Interesse an dem brutalen Tod des westafrikanischen Migranten Oury Jalloh nach. Er war 2005 an Händen und Füssen gefesselt in einer Polizeizelle bei lebendigem Leib verbrannt. Obwohl ein Polizist nachweislich den Alarm mehrfach ausschaltete und ein anderer entgegen den angaben seiner Kollegen noch mit einer Branddecke in seine Zelle gelangen konnte, geht die offizielle Version von einem Selbstmord aus. Anfang Dezember wurden alle Beamten "aus Mangel an Beweisen" freigesprochen. Mehr dazu hier... Oury Jallos Unterstützer_innen und Freunde sind über dieses Urteil masslos wütend. Nächste Woche Mittwoch, den 7. Januar 08, ist der vierte Todestag von Oury Jalloh. Gerüchteweise soll es auch an diesem Tag zu Protesten kommen, wir haben bisher jedoch noch keine genaue Daten finden können. Bitte besucht die angegebenen Webseiten und fahrt eventuell am 7.01.09 nach Dessau. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom |
|
|