Mumia Abu-Jamal

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Free Ella! - Klimaaktivistin im befristeten Hungerstreik

von Rote Hilfe e.V.

Presseverteiler buvo-presse@rote-hilfe.de

Seit dem 3. März 2022 ist die inhaftierte Klimaaktivistin Ella bis zum 8. März im befristeten Hungerstreik, um ihre Freiheit zu fordern. Ella wurde am 26. November 2020 bei der brutalen polizeilichen Räumung des Dannenröder Walds verhaftet und sitzt seitdem ununterbrochen im Gefängnis. Die überlange Dauer der Untersuchungshaft von inzwischen über 15 Monaten wird dabei mit angeblicher Fluchtgefahr begründet, weil Ella sich weigert, ihre Personalien anzugeben. Ihre Haftbedingungen sind zudem geprägt von regelmässigen Schikanen.

Vorgeworfen wurden ihr anfangs groteske Straftatbestände, die nach und nach heruntergeschraubt werden mussten, als die Beweislage immer dünner wurde. Als einziger konkreter Vorwurf übriggeblieben ist eine Beinbewegung in Richtung der Polizeibeamten, die in 15 Metern Höhe an ihren Beinen zerrten. Obwohl die Bewegung niemanden berührte, verurteilte das Amtsgericht Alsfeld sie am 23. Juni 2021 zu 27 Monaten Haft - wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs. In der zweiten Instanz, die seit 17. Januar 2022 vor dem Landgericht Giessen läuft, räumten angesichts der entlastenden Beweisvideos die damals beteiligten Polizeibeamten ein, in ihren Aussagen bisher gelogen zu haben. Dennoch weigerte sich der Richter in der Verhandlung am 1. März, einem Antrag auf Haftprüfung stattzugeben und Ella endlich freizulassen.

In dieser Situation greift die Klimaaktivistin zur Aktionsform des Hungerstreiks, den sie bis zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März fortsetzen will, und protestiert gegen ihre anhaltende Inhaftierung. "Wir stehen solidarisch an der Seite von Ella und unterstützen ihre Forderung nach sofortiger Freilassung. Wir fordern zusammen mit ihr die Einstellung dieser Justizfarce, die nur dazu dienen soll, die Klimabewegung zu kriminalisieren und einzuschüchtern", betonte Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand der Roten Hilfe e. V. "Unterstützt Ella durch Solidaritätsaktionen und schreibt ihr Briefe!" Abschliessend ergänzte Sommerfeld: "Die politische Verfolgung von Klimaaktivist*innen und besonders von Ella, an der der Staat ein Exempel statuieren will, muss endlich aufhören. Wir fordern die Freilassung von Ella und allen politischen Gefangenen!"

---   S c h a f f t   R o t e   Hi l f e   !!!   ---

Rote Hilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Postfach 3255
37022 Göttingen

Tel: (05 51) 7 70 80 08 Di.+Do. 15-20 Uhr
Fax: (05 51) 7 70 80 09
Mail: bundesvorstand@rote-hilfe.de
Web: https://www.rote-hilfe.de

Spenden- und Beitragskonto:
Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE

VR 201688 AG Göttingen
St.-Nr. 20/205/03160 FA Göttingen

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Bitte unterschreibt diese Online Petition via Change.org: Leonard Peltier has COVID, 46 years in prison! Hospitalize and free him now!

Bitte unterschreibt diese Online Petition via Change.org:
Leonard Peltier has COVID, 46 years in prison! Hospitalize and free him now!...

Hintergrund in deutsch:
(Freie Radios) (USA) Leonard Peltier: Indigener Aktivist - seit 46 Jahren in Haft - ist an Covid 19 erkrankt (30.01.2022)...

Proteste in Deutschland und mehr:
leonardpeltier.de...

weitere Artikel aus den USA:

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Johanna Fernandez talks on recent court decision against Mumia Abu-Jamal, political repression and mass incarceration in the US

(YT video - All Politics R Local) Johanna Fernandez talks on recent court decision against Mumia Abu-Jamal, political repression and mass incarceration in the US (October 29, 2021)

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David Gilbert aus der Haft entlassen

Der politische Gefangene David Gilbert (77) wurde laut einem Bericht einer New Yorker Genossin am 4. Oktober 2021 nach knapp 40 Jahren aus der Haft entlassen. Er ist jetzt bei seinen Angehörigen.

David Gilbert war Mitbegründer des Weather Underground und spöter Unterstützer der Black Liberation Army, die vor allem in New York gegen rassistische Polizeigewalt aktiv war. 1981 wurde er im Zusammenhang mit einem Brinks Geldtransporter Überfall, bei dem 2 Polizisten, ein Wachmann und ein BLA Aktivist getötet wurden, zu 75 Jahren Haft verurteilt. Später in Gefangenschaft entwickelte er das erste AIDS Selbsthilfe Projekt für Gefangene und schrieb ein Buch über sein Leben und die Zeit im Weather Underground: "Love And Struggle".

Mehr hier...

"Gilbert adds heart and bone to the stuff of history."
- Mumia Abu-Jamal

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Russell Maroon Shoatz nach 49 Jahren Haft entlassen

Nach 49 Jahren Haft ist der Black Panther Russel Maroon Shoatz aus Pennsylvania freigelassen worden. Er hat Krebs im Endstadium und nur eine geringe Lebenserwartung, wie ärztliche Gutachten feststellen. Es folgt ein Video nach der gerichtlichen Anhörung, in der sein Sohn und andere Angehörige Maroons Freilassung erreichen konnten:
Hier zum youtube Video...

Free Them All!

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Outing Johannes Domhöver

+++ Triggerwarnung. Dies ist ein Outing mit dem Thema sexualisierte Gewalt +++ english below (to find when you follow the link)+++

Johannes Domhöver (auch "Jojo" oder „"Hannes" genannt) ist mein Ex-Freund. Er bewegt sich seit Jahren in der linken Szene. Es würde den Rahmen eines Outings sprengen, alles aufzuschreiben, was er mir angetan hat. Hier die Kurzfassung: Die Beziehung mit ihm war eine massive Gewaltbeziehung. Er war mir gegenüber sowohl sexualisiert als auch psychisch und körperlich gewalttätig. Er hat alles dafür getan, mich sozial zu isolieren. Er hat mich vergewaltigt und gedroht mich wieder zu vergewaltigen wenn ich keinen Sex mit ihm habe. Nach der Vergewaltigung hat er keine meiner Grenzen mehr gewahrt und war mir gegenüber fortlaufend sexualisiert gewalttätig. Ausserdem hat er mir immer wieder damit gedroht, Suizid zu begehen, wenn ich mich wegen der Gewalt von ihm trenne. Ein weiteres Mittel mir zu drohen war, eine Straftat zu begehen damit er in den Knast kommt.

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Statement Antifa Friedrichshain

Voller Hass haben wir das Outing über Johannes D. gelesen. Eine so lang anhaltende Serie sexualisierten und gewalttätigen Verhaltens macht uns sprachlos und wütend. Sprachlos wollen wir aber nicht bleiben! Wir solidarisieren uns mit der Betroffenen und mit allen Betroffenen patriarchaler Gewalt. Als Antifaschist*innen ist dies für uns eine Selbstverständlichkeit! Der Kampf gegen Sexismus macht nicht vor unserer eigenen Haustür halt - denn sonst wird ein Klima geschaffen, in dem Täter wie Johannes D. unenttarnt und ungehindert handeln können und weitere Täter ermutigt werden.

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Statement des Solidaritätsbündnis Antifa Ost

Erschüttert und voller Wut haben wir die Vorwürfe gegen Johannes Domhöver gelesen.

Als Solibündnis Antifa-Ost solidarisieren wir uns mit der Betroffenen!

Wir haben grossen Respekt vor der mutigen Entscheidung, die Vorwürfe öffentlich zu machen und wünschen den Personen, die hinter dem Outcall stehen, insbesondere der durch Johannes Domhöver betroffenen Person, viel Kraft.

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Criminals for Freedom: Statement

Wir haben immer wieder zur Solidarität mit von Repression Betroffenen aufgerufen. Schon allein deswegen können und wollen wir zum Outing von Johannes D. nicht schweigen. Im Outing und im Statement der Antifa Friedrichshain wird deutlich gemacht, dass Johannes D. ebenfalls Repressionbetroffener ist - wobei es nun in der Verantwortung seiner Solidaritätsstrukturen und seines Umfeldes liegen würde zu benennen, welche Repression ihn betrifft. Da er aber vor 5 Tagen geoutet wurde und bis heute weder von Solistrukturen noch vom Umfeld etwas kam, werden wir diese Aufgabe nun übernehmen: Johannes D. ist Beschuldigter des in Dresden geführten § 129 Antifa-Ost Verfahren. Er ist kein Teil derer, die derzeitig auf der Anklagebank sitzen, allerdings kann das noch passieren.

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Der politische Gefange Ali Osman Köse muss sofort frei gelassen werden!

Die Krebserkrankung von Ali Osman Köse schreitet voran! - Freitaht für die kranken Gefangenen!

Der langjährige politische Gefangene in der Türkei, Ali Osman Köse, wurde am 31. Mai im Universitätskrankenhaus Trakya operiert, wobei seine gesamte linke Niere aufgrund von Krebs entfernt wurde. Die nach dieser Operation durchgeführten pathologischen Untersuchungen ergaben, dass seine Krebserkrankung das 2. bzw. 3. Stadium erreicht hat.

Obwohl Ali Osman Köse an verschiedenen Krankheiten leidet, begeht das Verfassungsgericht, das seinen Antrag auf Freilassung mit der Begründung abgelehnt hat, es bestehe "keine Lebensgefahr" und "die medizinische ersorgung sei gewährleistet", eindeutig ein Verbrechen.

Wir fragen uns:

  • Hat das Institut für Rechtsmedizin, das den Krebs, der bereits das 2. oder sogar 3. Stadium erreicht hat, nicht erkennt, obwohl er sich auf die gesamte linke Niere ausgebreitet hat und das Ali Osman Köse mitteilt, er könne "allein in der Zelle bleiben", den Zugang zu den Gesundheitsdiensten gewährleistet?
  • Gewährleistet das Universitätskrankenhaus Edirne Trakya den Zugang zu den Gesundheitsdiensten, indem es Ali Osman Köse mitteilt, dass er dringend operiert werden muss, und die Operation zwei Monate später durchführt, weil das Krankenhaus voll ist?
  • Hat das Tekirdag F-Typ-Gefängnis Nr. 1 Zugang zu Gesundheitsdiensten garantiert, wo es nicht einmal einen Arzt gibt, der den Verband anlegen kann, der bei einem Krebspatienten nach seiner verspäteten Operation gemacht werden musste?

Seine Anwälte haben erneut einen Antrag an das Institut für Rechtsmedizin gestellt, um seine Haftunfähigkeit zu bestätigen.

Wir fordern das gerichtsmedizinische Institut auf, dieses Mal einen wahrheitsgemässen Bericht zu erstellen.

Die ursprüngliche Entscheidung des Gerichtsmedizinischen Instituts war keine medizinische, sondern eine politische. Es hat getan, was ihm von der AKP-Regierung aufgetragen wurde.

Wir fordern das gerichtsmedizinische Institut auf, seine Arbeit zu machen und seinem Hippokratischen Eid gerecht zu werden.

Ali Osman Köse erkrankte an Krebs als Folge der schweren Folter, der er 1994 in der politischen Abteilung von Bursa ausgesetzt war, und der Bedingungen im F-Typ-Gefängnis (Isolationshaft), das gebaut wurde, um die Gefangenen von ihren Überzeugungen abzubringen, sie zu isolieren und sie zu brechen.

Seine Krankheit ist weiter fortgeschritten, da sie nicht frühzeitig diagnostiziert wurde.

Ali Osman Köse muss unverzüglich freigelassen werden, damit seine Behandlung auf ordentliche Weise durchgeführt werden kann. Die Freilassung ist im Hinblick auf das Recht von Ali Osman Köse auf Leben sowie sein Recht auf Gesundheit und Behandlung zwingend erforderlich.

Wir rufen alle unsere Freundinnen und Freunde, demokratische und fortschrittliche Menschen und Institutionen auf, unsere Bemühungen zu unterstützen, die solange andauern werden, bis wir Ali Osman Köse aus den Isolationszellen befreien und sein Recht auf Gesundheit und Behandlung sicherstellen.

Fordern wir das Forensische Institut mit Briefen, Anrufen etc. auf, die medizinischen Prinzipien zu respektieren und die lebensnotwendige Freilassung des kranken Gefangenen Ali Osman Köse nicht weiter zu blockieren. Das Institut sollte nichts weiter tun, als seine Arbeit ordnungsgemäss zu erledigen.

Wir unterstützen auch voll und ganz die Forderung nach Freilassung und angemessener Behandlung aller schwerkranken Gefangenen, deren Zahl in der TürkE FREILASSUNG VON ALI OSMAN KÖSE!
FREIHEIT FÜR DIE KRANKEN GEFANGENEN!
FREIHEIT FÜR ALI OSMAN KÖSE!

Bei Fragen oder für weitere Unterstützung könnt ihr euch auch persönlich an die Genoss*innen wenden, welche in Berlin am Samstag, den 11. September 15-16 Uhr auf dem Oranienplatz in Berlin eine Kundgebung u.a. dazu machen.

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Coalition to Free Ruchell Magee

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Zum Todestag von Ferhat Mayouf: Laut, wütend und offensiv gegen Knäste!

English version... Versión en español... Arabische/Arabic version... Demobanner 23.07.2020

Für die Freiheit, für das Leben!

Am 23.07.20 wurde Ferhat Mayouf durch den Knast Moabit ermordet. Seine Zelle brannte, er schrie mehrere Minuten um Hilfe, doch die Schliesser*innen öffneten die Zellentür nicht. Ferhat kam aus Algerien, war 36 Jahre alt und Person of Color. Die Justiz spricht von Suizid - aber wir wissen, das war Mord!

People of Color, Migrant*innen, migrantisierte und Schwarze Menschen werden täglich durch die Justiz und den Staat rassistisch schikaniert, unterdrückt, misshandelt, gefoltert oder ermordet. Sei es durch die Grenzpolitik, durch Bullen oder staatliche Institutionen wie Knäste. Auch Ferhat Mayouf war dieser Gewalt ausgeliefert. Festgenommen wurde er in Neukölln am 29.06.20 mithilfe eines Diebstahlvorwurfes. Er wurde in U-Haft verschleppt, weil er keine deutsche Staatsangehörigkeit hatte. Weil er Person of Color war, wurde er bei seiner Festnahme von den Bullen so sehr verprügelt, dass seine Rippen brachen.

Im Knast Moabit am 01.07.20 angekommen, bat er sofort um medizinische Hilfe. Er hatte Wunden, die er zeigte und beklagte sich über Schmerzen durch die Gewalt der Cops. Er forderte ebenfalls psychologische Hilfe und betonte, dass es ihm nicht gut geht. Anstatt ihn in ein Krankenhaus zu fahren, anstatt ihn medizinisch zu versorgen, entschied sich der Knast, Ferhat die rassistische Gewalt des Staates weiterhin spüren zu lassen. Er wurde in Isoaltionshaft gesteckt, Foltermethoden wie 24 Stunden durchgängig Licht in der Zelle wurden eingesetzt. Er wurde von Schliesser*innen verprügelt, anschliessend wieder mit sich allein gelassen.

"Es gab einen Tag, da veränderte sich Ferhat vom Wesen her", sagen Mitgefangene. "Es war der Tag, an dem die Schliesser in seine Zelle gingen und raufhauten".

Die "Veränderung des Wesens" war der Justiz offensichtlich nicht genug. Es hat nicht gereicht, seinen Körper zu schänden, ihn zu misshandeln, seine Psyche zu zerschlagen. Als am 23.07 kurz nach 23 Uhr Ferhat Mayoufs Zelle brannte, standen die Schliesser*innen "mehrere Minuten plaudernd vor der Tür". Während er immer wieder "Feuer Feuer, Hilfe Hilfe" schrie, während viele Gefangene riefen, dass es in einer Zelle brennt, währenddessen standen sie dort. Bis Ferhat an einer Rauchvergiftung starb.

Wäre Ferhat Mayouf weiss gewesen und hätte er eine deutsche Staatsangehörigkeit gehabt, wäre er nicht in U-Haft gelandet. Er wäre nicht von den Bullen verprügelt, nicht vom Knast misshandelt, gefoltert und ermordet worden. Seine Zellentür wäre geöffnet, er aus den Flammen befreit worden. Aber Ferhat Mayouf war eben nicht weiss und hatte keine deutsche Staatsangehörigkeit - in diesem Staat unwertes Leben, das vernichtet werden kann. Oder muss.

Morde wie diese sind keine Einzelfälle. Sie sind das Resultat eines rassistischen Staates, der seine Gewalt und Autorität auf der Strasse, in den Gerichten und in (Abschiebe-) Knästen zeigt. Somit sind auch rassistische Polizeikontrollen und Festnahmen, Inhaftierungen, Abschiebungen, Misshandlungen und Morde keine tragischen Phänomene, welche durch eine humanere Politik oder Justiz verhindert werden können. Das Staatskonstrukt hat eine faschistische Tradition, welche die Logik der Herrschaft nicht nur in in sich trägt, sondern auch stetig mit repressiven Mitteln versucht, durchzusetzen.

Repression ist dabei sehr viel grösser, als das, was Aktivist*innen zum Beispiel auf Demonstrationen erleben. Repression ist die permanente staatliche Gewalt, welche viele Menschen im Alltag erfahren müssen. Herrschenden Normen, welche niemals mit den Beherrschten frei vereinbart wurden, sollen aufgezwungen werden. Diese Normen haben kapitalistische, patriarchale und rassistische Komponenten.

Aus diesem Grund sind (Abschiebe)-Knäste auch nicht mit der Upper-Class gefüllt. Sie sind seit ihrer Existenz dafür da, um diejenigen, welche nicht in die herrschende Logik passen oder sich dieser widersetzen, mundtot zu machen. Dementsprechend sind sie ein repressives Mittel des Staates, um den Kapitalismus und die weisse Vormachstellung innerhalb der Gesellschaft zu zementieren.

Durch Isolation, Abschottung von der Aussenwelt und Ausbeutung sollen Menschen gebrochen und der Autorität gegenüber handzahm gemacht werden. Die Ausgrenzung aus der Gesellschaft ist vollkommen, wenn Gefangene einfach ermordet werden.

Diese Gewalt darf nicht unbeantwortet bleiben. Wenn sie uns zum schweigen bringen wollen, wenn sie misshandeln, foltern und morden, muss unsere Antwort laut und wütend sein! Lasst uns deswegen am 23.07.21 zu Ferhats Todestag gemeinsam auf die Strasse gehen und Ferhat Mayouf gedenken, indem wir weiterhin kämpfen. Lasst uns mit selbstbestimmten und offensiven Mitteln zeigen, was wir von ihrer Herrschaft und ihren Regeln, von denen nur wenige profitieren, halten!

Wir werden zunächst um 20 Uhr eine Gedenkkundgebung am U-Bahnhof Turmstrasse abhalten, um dann gegen 21 Uhr gemeinsam, entschlossen, wütend und offensiv zum Knast zu gehen. Dort werden wir so laut sein, wie wir nur können, um uns solidarisch mit den Gefangenen zu zeigen und unsere Wut auf die Strasse zu tragen. Bringt also Sachen mit, die ordentlich Krach machen und an welchen im besten Fall auch die Gefangenen eine Freude haben.

Bereitet euch auf den Tag vor, seid kreativ, wartet nicht darauf, dass andere ihre Wut zum Ausdruck bringen, sondern geht selbst in die Offensive und bringt widerständige Ideen mit. Über Vorfeldaktionen freuen sich die Gefangenen sicherlich auch.

Für eine Gesellschaft ohne Knäste!

Für eine offensive Antwort auf ihre Gewalt!

Bis alle frei sind!

Route: Kleiner Tiergarten am U-Bahnhof Turmstrasse - Turmstrasse - Stromstrasse - Perleberger Strasse - Birkenstrasse - Rathenower Strasse - Alt-Moabit - Alt-Moabit Höhe U-Bahnhof Turmstrasse

In memory of the murder of Ferhat Mayouf: Loud, angry and offensive against prisons!

Deutsche Version... Versión en español... Arabische/Arabic version... Demobanner 23.07.2020

For freedom, for life!

On the 23.07.20 Ferhat Mayouf was killed by Moabit prison guards. His cell was on fire. He screamed for help for several minutes. But the guards did not open the cell door. Ferhat was a Person of Color - born in Algeria. He died at 36 years old. The justice system claims it was a suicide, but we know it was a murder!

People of Color, migrants and Black people are racially harassed, oppressed, abused, tortured and murdered by the justice system and the State on a daily basis, at the hands of border policies, cops, or state institutions like jails. Ferhat Mayouf, too, was at the mercy of this violence. He was arrested on charges of theft on 29.06.20 in Neukolln. He was taken into custody because he did not have a German citizenship. After he was arrested, the cops brutally beat him to the point where his ribs ruptured.

Upon arriving in the Moabit prison on the 01.07.20, he immediately asked for medical aid. He showed the staff his wounds, and complained of pain from the cops' violence. He also asked for psychological help and stressed that he was not mentally well. Instead of driving him to a hospital to provide him with medical care, the jail decided to let Ferhat continue to be tortured under the racist violence of the State. He was put in solitary confinement where he was subject to torture methods--such as 24 hours continuous light exposure in the cell. He was beaten up by guards and then left alone with himself again.

"There was a day when Ferhat's character changed," say fellow inmates. "It was the day when the guards went into his cell and chopped him up."

But the "change of character" wasn't enough for the justice system. It was not enough to desecrate his body, to abuse him, to shatter his psyche. When Ferhat Mayouf's cell burned shortly after 11 p.m. on July 23, the guards "stood in front of the door chatting for several minutes". The guards chose to ignore the situation, as the prisoners shouted "Fire!" and "Help!" He, then, died of smoke intoxication.

If Ferhat Mayouf had been white and had German citizenship, he would not have been taken into police custody. He wouldn't have been beaten up by the cops. He wouldn't have been abused, tortured and murdered by the prison. His cell door would have been opened and he would have been freed from the flames. But Ferhat Mayouf was not white and did not have German citizenship. Under the State, unworthy life that can be destroyed. Or "must" be.

Murders like these are not isolated cases. They are the result of a racist State that displays its violence and authority on the streets, in the courts and in (deportation) jails. Therefore, racist police controls and arrests, detentions, deportations, abuses and murders are not a tragic phenomena that can be prevented by more humane policies or justice. The state construct has a fascist tradition, which not only carries the logic of domination within itself, but also constantly tries to enforce it with repressive means.

Repression is much greater than what activists experience, for example, at demonstrations. Repression is the permanent state violence that many people have to experience in everyday life. Dominant norms, which were never freely agreed upon with the dominant, are to be imposed. These norms are composed of capitalist, patriarchal and racist structures.

For this reason, (deportation) prisons are not filled with the upper class. They have been there since their existence to silence those who do not fit into or oppose the prevailing logic. Accordingly, they are a repressive means of the State to cement capitalism and white supremacy within society.

Through isolation and seclusion from the outside world, in addition to labor exploitation, people are being broken and made docile to authority. The exclusion from society is complete when prisoners are simply murdered.

This violence must not go unanswered. If they want to silence us, if they abuse, torture and murder, our response must be loud and angry! Therefore, on 23.07.21, on the anniversary of Ferhat's death, let us take to the streets together and commemorate Ferhat Mayouf by continuing to fight. Let us show with self-determined and offensive means what we think of their domination and their rules, from which only a few benefit!

We will first hold a commemorative rally at the Turmstrasse subway station at 8 p.m., and then around 9 p.m. we will walk to the prison together, determined, angry and offensive. There we will be as loud as we can be to show solidarity with the prisoners and to take our anger to the streets. So bring objects with you that make a lot of noise and which, in the best case, the prisoners will also enjoy.

Prepare for the day. Be creative. Don't wait for others to express their anger, but go on the offense yourself and express resistant ideas. The prisoners are certainly also happy about preliminary actions.

For a society without prisons!

For an offensive response to their violence!

Until everyone is free!

Route: Kleiner Tiergarten on U-Bahnhof Turmstrasse - Turmstrasse -  Stromstrasse - Perleberger Strasse - Birkenstrasse - Rathenower Strasse - Alt-Moabit - Alt-Moabit Höhe U-Bahnhof Turmstrasse

Por el día de la muerte de FERHAT MAYOUF: ruidos@s, furios@s y ofensiv@s contra el sistema de prisiones!

Deutsche Version... English version... Arabische/Arabic version... Demobanner 23.07.2020

¡Por la libertad, por la vida!

El 23 de julio 2020, Ferhat Mayouf fue asesinado por el sistema judicial en la cárcel Moabit. Mientras su celda estaba en llamas, Ferhat gritó por ayuda durante varios minutos, pero los oficiales de justicia no abrieron la celda. Ferhat fue de Argelia, tenía 36 años y era persona de color. El poder judicial habla de suicidio, ¡pero sabemos que fue asesinato!

Diariamente las personas de color, inmigrantes y personas negras están suprimidas, abusadas, torturadas y asesinadas por el sistema judicial racista y el estado racista. Ya sea a través de los leyes de inmigración, por los policías o por instituciones estatales como los prisiones. Ferhat Mayouf también sufrió de esta violencia. Acusado de robo, fue arrestado en Neukölln el 29 de junio 2020. Fue llevado a detención preventiva porque no tenía ciudadanía alemana. Debido a que era persona de color, los policías lo golpearon tanto que sus costillas se rompieron.

En el 01 de julio 2020, Ferhat llegó a la cárcel en Moabit y pidió ayuda medicinal. Tenía heridas y se quejaba de dolor que la policía causó. También exigió ayuda psicológica y insistió en que no se sentía bien. En lugar de llevarlo a un hospital, en lugar de atenderlo con medicamentos, los oficiales de la cárcel decidieron dejarlo sufrir aún más. Lo llevaron a detención aislada y utilizaron métodos de tortura, como por ejemplo dejar prendida la luz en la celda por 24 horas. Fue golpeado por los oficiales de justicia y luego dejado solo de nuevo.

"Había un día en el que Ferhat cambió." dicen su compañeros de prisión. "Fue el día en que los oficiales de justicia entraron a su celda y lo pegaron".

El "cambio de ser" obviamente no era suficiente para el poder judicial. No era suficiente maltratar su cuerpo y romper su psique. El 23 de julio 2020, pocos minutos después de las 11 pm, la celda de Ferhat estaba en llamas. Mientras tanto los oficiales de justicia estaban "conversando frente la puerta por varios minutos ". Mientras seguía gritando "fuego, ayuda, ayuda", mientras que muchos prisioneros gritaban que se esta quemando una celda, mientras tanto, los oficiales estaban allí. Hasta que Ferhat murió de intoxicación por humo.

Si Ferhat Mayouf hubiera sido blanco y si hubiera tenido una nacionalidad alemana, no habría estado en detención preventiva. No habría sido golpeado, maltratado, torturado y asesinado por los policías y los oficiales de justicia. La puerta de su celda se habría abierta y a Ferhat se habría salvado de las llamas. Pero Ferhat Mayouf no era blanco y no tenía ciudadanía alemana- En este estado racista, una vida indigna que puede ser destruida.

Asesinatos como este no son casos individuales. Son el resultado de un estado racista, que muestra su violencia y autoridad en la calle, en los tribunales y en los prisiones (de deportación). Por lo tanto, los controles racistas de la policía, los arrestos, las deportaciones, los abusos y los asesinatos no son fenómenos trágicos, que pueden ser evitados con una política o justicia más humana. El constructo estado tiene una tradición fascista, que no solamente contiene a la lógica de la dominación en sí mismo, sino que también trata de hacerlo cumplir con medios represivos.

La represión estatal es mucho más grande de lo que las activistas experimentan, por ejemplo, en una manifestación. La represión es la violencia estatal permanente, que muchas personas experimentan en la vida cotidiana. Las normas imperantes, que nunca han sido acordados libremente con los oprimidos, serán impositivas. Estas normas tienen componentes capitalistas, patriarcales y racistas.

Por esta razón las prisiones (de deportación) no están llenos de personas de la clase alta. Siempre han estado allí para callar a aquellos que no encajan en la lógica imperante o que se oponen a esta. En consecuencia, son un remedio represivo del estado para estabilizar el capitalismo y la hegemonía blanca dentro de la sociedad.

A través de aislamiento del mundo exterior y con la ayuda de la explotación, las personas debían ser rotos y obediente a la autoridad. La exclusión social es perfecta si los presos estarán simplemente asesinados.

Esta violencia no debe permanecer sin respuesta. ¡Si nos quieren hacer callar, si siguen con el maltrato, la tortura y el asesinato, nuestra respuesta será ruidosa y enojada! Juntos tomaremos la calle a conmemorar a Ferhat Mayouf en el día de su muerte, el 23 de julio 2021, mientras seguimos luchando. Vamos a mostrar con medidas autodeterminadas y ofensivas, que es lo que opinamos del gobierno y sus reglas, de los cuales solo poca gente beneficia.

Al principio, a las 8 pm, tendremos una conmemoración en la estación de metro Turmstraße y luego a las 9 pm seguimos con una manifestación ofensiva hasta la cárcel. Allí estaremos ruidosos y mostramos solidaridad con los prisioneros mientras llevamos nuestra rabia a la calle. ¡Traigamos cosas que hacen mucho ruido y de los que los prisioneros tienen un placer también!

¡Preparen el día, sean creativos, no esperen a que otros expresen su rabia, sino entren en la ofensiva y traigan ideas para la resistencia! Los prisioneros ciertamente estarán felices de acciones avanzadas.

¡Para una sociedad sin prisiones!

¡Para una respuesta ofensiva a su violencia!

¡Hasta que tod@s sean libres!

Ruta: Kleiner Tiergarten am U-Bahnhof Turmstrasse - Turmstrasse - Stromstrasse - Perleberger Strasse - Birkenstrasse - Rathenower Strasse - Alt-Moabit - Alt-Moabit Höhe U-Bahnhof Turmstrasse

Zum Todestag von Ferhat Mayouf / In memory of the murder of Ferhat Mayou (Arabische/Arabic version)

Deutsche Version... English version... Versión en español... Demobanner 23.07.2020

Hier/here pdf...

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Pennsylvania, USA: Langzeitgefangener Russell Maroon Shoatz braucht medizinische Behandlung gegen Krebs

Russell Maroon Shoatz ist ein weiterer politischer Langzeitgefangener und ehemaliger Black Panther im US Bundesstaat Pennsylvania . Er hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium und erhält seit einigen Tagen keine Medikamente mehr.

In den Bildern sind alle Kontaktdaten der zuständigen Behörden, um seine medizinische Versorgung einzufordern - bitte vor jeder US Nummer die internationale Vorwahl 001 wählen.

FreeThemAll!

weitere Infos...

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(Workers World) Leonard Peltier Defense Committee urgently needs support (February 17, 2021)

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