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Artikel vom/über das Berliner Bündnis für Mumia
Mumia Abu-Jamal: Vom "Wettlauf gegen den Tod" zum Rennen gegen die ReaktionSeit die ehrwürdige New York Times am 7. Dezember 2011 gemeldet hatte, dass Mumias Hinrichtung in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt war, tauchte Mumia kaum noch in Schlagzeilen auf: exakt 5 Nennungen finden sich im NYT-Archiv. Das wurde mit dem 24. August schlagartig anders. Da vermeldet die Zeitung seitenlang, dass die Brown-Universität Mumias Privatarchiv erworben hat. Und auch anderweitig ist Mumias Schicksal wieder Thema. Aber aus dem damaligen "Wettlauf gegen den Tod" als es galt, dem Henker in den Arm zu fallen, ist längst ein mühseliges und kostspieliges Rennen gegen die Reaktion geworden. Denn die US-Rechte ihrerseits ist mit der unbequemen Wahrheit konfrontiert, dass alle unter den Teppich gekehrten Einzelheiten, mit denen Abu-Jamal hereingelegt wurde (gekaufte Zeug*innen, unterschlagene Beweise und Nachweise von Verfahrensfehler) mit einem Federstrich auf einmal eine Rolle spielen könnten, wenn die zuständige Richterin der Strafkammer des Common Pleas Court, Lucretia Clemens, so entscheidet. Die Rechte schäumt vor Wut und kündigt strafrechtliche Konsequenzen an, weil Mumias Archiv aufgearbeitet wird... Dabei scheinen aber nicht alle Schwierigkeiten zu haben, die Wahrheit in den Tatsachen zu sehen: "Wir wissen, dass Mumia frei sein wird. Wir wollen Mumias Freilassung nur so lange wie möglich hinauszögern." so äussert sich Maureen Faulkner - Witwe von Faulkner (dem vorgeblich von Mumia erschossenen Polizisten) und ihrerseits Gallionsfigur der FOP-Kampagne gegen Mumia - auf einer Logensitzung der Fraternal Order of Police (FOP). So berichtet Prison Radio und urteilt: "Dies ist ein erschreckendes Eingeständnis. Sie wissen es eigentlich auch und wir wissen es sowieso: Mumia wird frei sein. Die Freiheit wird kommen, und es wird eine schnelle, erschütternde letzte Runde sein." Und diese letzte Runde wird immer mehr zum Showdown in einem Rennen gegen die Reaktion. Bereits seit 42 Jahren fordert Mumia ein neues Verfahren für die Erschiessung des Polizeibeamten Daniel Faulkner 1981 in Philadelphia. Die derzeitigen Verzögerungen sind eine Taktik, um Gerechtigkeit zu verhindern und die Rechenschaftspflicht hinauszuzögern. Am 19. Oktober 2022 wird das zuständige Gericht endlich eine Stellungnahme zu Mumias neuem Prozess abgeben. Dabei geht es um die leider immer noch üblichen rassistischen Rechtspraktiken, Afroamerikaner aus dem Geschworenenkreis zu entfernen, Zeug*innen zu bestechen und Beweise verschwinden zu lassen. Der Bezirksstaatsanwalt von Philadelphia, Larry Krasner, kämpft dafür, Mumia das Recht zu verweigern, seine Verurteilung anzufechten. Wenn er dafür kämpft, dass Mumia im Gefängnis bleibt, geht es darum, die Aufdeckung zu begrenzen. Es geht darum, die Fiktion aufrechtzuerhalten, dass die jahrzehntelange Masseninhaftierung (die vom ehemaligen Polizeichef und Bürgermeister von Philadelphia, Frank Rizzo, und dem ehemaligen Staatsanwalt, Bürgermeister und Gouverneur von Pennsylvania, Ed Rendell, verfolgt wurde) nicht durch polizeiliches und staatsanwaltschaftliches Fehlverhalten befleckt ist. Ihr Ziel ist es, zu verhindern, dass die lange und schmutzige rassistische Geschichte Philadelphias ins Rampenlicht gerückt wird. Jeder weiss, dass Mumias Richter, Albert "Ich werde ihnen helfen, den N***** zu braten"-Sabo, ein eiskalter Rassist ist. Die amtierende Richterin am Philadelphia Common Pleas Court, Barbara McDermott, sagte unlängst: "Sabo ist der rassistischste, sexistischste und homophobste Jurist, den ich je getroffen habe."Rendell (der Staatsanwalt zur Zeit von Mumias Prozess) und Bürgermeister Frank Rizzo verletzten Hand in Hand die verfassungsmässigen Rechte des Angeklagten auf Schritt und Tritt. Sie wussten, was die Bullen taten: Jeder wusste es. Jeder weiss es noch immer. Die unmittelbare Frage ist, ob das jetzige Gericht eine Beweisanhörung anordnen wird; eigentlich sollte es einfach ein neues Verfahren anordnen. Diesem Moment muss mit starken und strategischen Massnahmen begegnet werden. Die FOP hat versprochen, zu versuchen, zu intervenieren und jede neue Gerichtsverhandlung zu verzögern. Sie wurden durch den Obersten Gerichtshof von Pennsylvania ermutigt. In dieser erneuten Zuspitzung des Falles Mumia Abu-Jamal hat unser Netzwerk mithilfe der Roten Hilfe eine Broschüre erstellt, die als "Tatortbesichtigung" den Kriminalfall Mumias und damit sämtliche unterschlagenen Beweise ins Zentrum rückt. Die Broschüre ist gegen Spende > 1 Euro an Mumias Verteidigungsfonds beim Literaturvertrieb der Roten Hilfe (literaturvetrieb (at) rote-hilfe.de) erhältlich: Spendenkonto Die Broschüre ist auch auf englisch verfügbar: "Take a Walk at the Crime Scene" kann bei unserem Netzwerk bestellt werden.
Die Bezugsquelle ist dann (NY Times) Brown University Acquires the Papers of Mumia Abu-Jamal (Aug. 24, 2022) Redebeitrag von Free Mumia Berlin auf der Berliner Silvester zum Knast DemonstrationKnäste abschaffen - Kapitalismus durch befreite Gesellschaft ersetzen - Free Them All! Redebeitrag von Free Mumia Berlin auf der "Silvester zum Knast" Demonstration am 31.12.2021 Wir grüssen die diesjährige Silvester zum Knast Demo und wir grüssen alle Gefangenen in der JVA Lichtenberg. Trotz Corona und der überwiegend grässlichen Gesamtlage vergessen wir niemals diejenigen, denen die bürgerliche Gesellschaft ihre härteste Ignoranz und Gewalt zeigt - den Gefangenen. Gefängnisse dienen dazu, eine gesellschaftliche Ordnung aufrecht zu erhalten, auf die wir uns niemals freiwillig geeinigt haben. Die verständliche Wut über unsere Ausbeutung und die gewinnorientierte Zerstörung unserer sozialen und ökologischen Lebensgrundlagen bleiben auch den Konzernen und ihren ausführenden Regierungen nicht verborgen. Sie wissen, dass sie ihre Herrschaft permanent ausbauen und sichern müssen, denn sie ist - nicht nur in Berlin - auf Sand gebaut. Hunger, Wohnungs- und Obdachlosigkeit, fehlende Teilnahme und Vereinzelung sind logische Konsequenzen für die diejenigen, die in der patriarchal-kapitalistischen Konkurrenzordnung nicht mehr mithalten. Wir alle wissen, was die bürgerliche Gesellschaft für uns am Ende einer langen Sanktionskette bereit hält, wenn wir nicht mehr mitmachen wollen oder können: Gefängnis. Besonders hart trifft es alle, denen die bürgerliche Gesellschaft grundlegende Bürgerrecht verweigert und dazu mit Abschiebung bedroht. Während Waffenkonzerne und Immobilienspekulant*innen völlig legal Rekordumsätze einfahren, sog. Sicherheitskonzerne durch mediale Inszenierung aller möglichen Bedrohungsszenarien Grossaufträge für Überwachung und Bespitzelung vom Staat erhalten und rechte Mobs uns mit ihrem Unverständnis der Welt z.B. auf Coronademos angiften, gibt es aber auch viele, die sich dagegen stellen und laut und deutlich NEIN sagen. Und es gibt auch immer manche, die weiter gehen alles dafür geben, dass sich die Verhältnisse ändern. Repression und Knast ist die Antwort der Herrschenden darauf. Die befreite Gesellschaft, in der Privateigentum, Ausbeutung und patriarchale und rassistische Konkurrenz keine Rolle mehr spielen, beginnt immer dann, wenn wir uns über unsere eigene Rolle bewusst werden, unsere eigenen Privilegien hinterfragen und mit anderen gemeinsam überwinden. Vergessen wir dabei niemals diejenigen von uns, die es bereits erwischt hat. Stärken wir die Gefangenen und damit uns selbst. Halten wir Kontakt, verbreiten wir Bewusstsein über das Leben im Knast und unterstützen wir alle kämpfenden Gefangenen - ihr Kampf drinnen ist der gleiche wie draussen. Free Lina, Free Leonard Peltier, Free Mumia - Free Them All! Freiheit für alle Gefangenen! Gegen Klassenjustiz, Kriegstreiber, Grosskonzerne - Gerichtsprozess im RAZ RL radikal Verfahren endet - Solidarität mit Cem!Am Sonntag Nachmittag demonstrierten ca. 100 Menschen in Moabit, anlässlich des bevorstehenden Endes im Prozess gegen unseren Freund und Genossen Cem. Ihm wird vorgeworfen für Brandanschläge auf das "Haus der Wirtschaft", die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Amtsgericht Wedding mitverantwortlich zu sein. Bericht zur Demo am Sonntag, dem 28.11.2021 in BerlinOnline event to the Berline 2021: "Philly DA" and Mumia Abu-JamalHere to the Online Zoom event / Hier geht es zur Online Zoom Veranstaltung:
You have watched Philly D.A. and gotten an impression of the state of affairs in the crimi- nal justice system of Philadelphia. This in-depth look was possible only because Ted Pas- son and his team in part come themselves from Philly, have occupied themselves politically with the series of judicial scandals there and have themselves been part of the opposition against the insufferable situation. One scandalous case which is missing in this series for a variety of reasons is the one of the African American journalist Mumia Abu-Jamal. He has spent almost 40 years in jail for a murder that the facts show he cannot have committed, after a trial that according to Amnesty International was "in violation of minimum international standards that govern fair trial procedures." The striking contradiction: Even Larry Krasner’s District Attorney’s Office continues to fight against a new trial for Mumia Abu-Jamal. The question is: Why? What can be done? Can we influence events? Online event on June 13, 7 pm Berlin Time
FIND our EVENT and LINK on: www.freiheit-fuer-mumia.de FIND it on the social media sites of the Berlinale, find it on the web-site of the Berlinale! Thanks again, Berlinale, for the support. Online Verantaltung zur Berline 2021: "Philly DA" und Mumia Abu-Jamal
Die Serie Philly D.A. vermittelt einen starken Eindruck von den Verhältnissen in Philadelphias Rechtssystem. Dieser tiefe Einblick war nur möglich, weil Ted Passon und sein Team zum Teil selbst aus Philly stammen, sich selbst politisch mit den gehäuften Skandalen beschäftigt haben und selber Teil der Opposition gegen die unhaltbaren Zustände waren. Ein skandalöser Fall, der in dieser Serie aus vielen Gründen fehlt, ist der des afro-amerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal. Er sitzt seit fast 40 Jahren im Gefängnis für einen Mord, den er nicht begangen haben kann, nach einem Prozess, von dem Amnesty International sagte, er "verletzte die Mindeststandards für ein faires Verfahren". ABER: Krasners Staatsanwaltschaft wendet sich jetzt gegen ein neues Verfahren fär Mumia Abu-Jamal. Warum behandelt er Abu-Jamal anders als alle anderen? Was ist da los? Was können wir tun? Wir präsentieren online am 13. Juni um 19 Uhr: *WIR FRAGEN:*
FIND our EVENT and LINK on: www.freiheit-fuer-mumia.de FIND it on the social media sites of the Berlinale, find it on the web-site of the Berlinale! Thanks again, Berlinale, for the support. Pandemie in Haft - Schreibt Mumia Abu-Jamal!Corona wütet weltweit in den Gefängnissen. Allein in den USA sind über 300.000 Gefangene bisher daran erkrankt, viele, vor allem ältere daran gestorben Die Gefängnisse sind inzwischen zu Hotspots der Pandemie geworden. Da die allermeisten Gefangenen arm sind, werden sie besonders hart von Corona getroffen. Aufgrund der von der Gefängnisindustrie betriebenen Masseninhaftierung betrifft dieses Problem Millionen US-Bürger*innen. Im Bundesstaat Pennsylvania liegt die Zahl der infizierten Häftlinge regional unterschiedlich bei 33 bis 60 Prozent (Stand 23. März 2021). Inzwischen fordern viele Gefangene, Angehörige und Unterstützer*innen die Freilassung aller Gefangenen über 50, da sie unter den Lebensbedingungen in Haft zur Covid-19-Risikogruppe gehören. Dies fordert auch der seit 1981 inhaftierte Journalist Mumia Abu-Jamal, der Anfang März ebenfalls an Corona erkrankte. Nach einer mehrtägigen Protestanruf-/Fax- und E-Mail-Aktion wurde er in ein ziviles Krankenhaus verlegt, wo sich herausstellte, dass der 66-Jährige ausserdem an einer Herzinsuffizienz leidet. Altersbedingte Diabetes und starke Hautbeschwerden als Folge einer jahrelang vom Gefängnis nicht behandelten Hepatitis-C mit anschliessender Leberzirrhose greifen seine Gesundheit weiter an. Der Staat enthält Mumia und vielen anderen Gefangenen grundlegende Menschenrechte wie z.B. das Recht auf medizinische Versorgung in Haft vor. Das Outsourcing von Gesundheitsdienstleistungen an Privatunternehmen ist ein weiterer Grund für die mangelhafte Gesundheitslage, denn dort geht es um Profit und nicht um - oft teure - medizinische Leistungen. Deshalb rufen wir alle solidarischen Menschen dazu auf, Mumia Abu-Jamal anlässlich seines 67. Geburtstages am 24. April 2021 zu schreiben. Schickt ihm Genesungswünsche, gratuliert ihm zum Geburtstag inmitten dieser lebensfeindlichen Umgebung und bringt eurem Verlangen auf baldige Freilassung zum Ausdruck: Smart Communications / PADOC Jeder Brief, jede Karte ist ein lebendiger Ausdruck der Unterstützung für Mumia und zeigt den Behörden, dass viele Menschen auf ihn achten und seine Freilassung als einzig akzeptable Lösung betrachten. Free Mumia - Free Them All! Bundweites Free Mumia Netzwerk Pressemitteilung am 04.03.2021Bundesweites Netzwerk gegen die Todesstrafe - Berlin - Heidelberg - Nürnberg - Frankfurt Kontakt: Annette Schiffmann - 0172-7740333 - anna.schiff@icloud.com MUMIA ABU-JAMAL im 40. Haftjahr an Covid-19 erkrankt - - - - 1. Test erst nach starken Beschwerden und intensiver Telefonkampagne: negativ - - - - 2. Test positiv - - - - Bewegung fordert Verlegung in ein Zivilkrankenhaus und Freilassung aller Gefangenen über 50 Auf einer Pressekonferenz vor dem Büro des Bezirksstaatanwalts in Philadelphia, USA, schlug am Mittwoch um 18 Uhr (MEZ) die Nachricht ein: der seit 1981 (!) inhaftierte Journalist Mumia Abu-Jamal, der im SCI Mahanoy Gefängnis nach Corona-typischen Beschwerden am Montag angeblich negativ auf Covid-19 getestet wurde, wurde nach Verschlechterung seiner Lage erneut getestet und das Ergebnis war positiv. Er ist definitiv an Covid19 erkrankt, wie auch viele seiner Mitgefangenen im gleichen Zellentrakt. Wie heute bekannt wurde, verstarb ein mit Abu-Jamal befreundeter Gefangener dort bereits letzte Woche. Die Gesamtzahl der mittlerweile an Covod-19 gestorbenen Häftlinge liegt mittlerweile allein in Pennsylvania bei über 100; in den gesamten USA dürften es mehrere Tausend sein. Umso dringlicher ist jetzt die bereits letzte Woche erhobene Forderung nach sofortiger Freilassung Abu-Jamals und seine Verlegung in ein Zivilkrankenhaus. Dieselbe Forderung wird zur Stunde in Philadelphia für alle an Covid-19 erkrankten Gefangenen erhoben - ebenso für alle Langzeitgefangenen und alle Gefangenen über 50 in Pennsylvania und im Rest der USA. Die Forderung wird zentraler Bestandteil des Global Virtual Street Meeting 4 Mumia sein, das am Samstag, den 6. März von 20:00 bis 22:00 MEZ stattfindet und auf dem über
weitere Schritte im Kampf um die Freilassung Mumia Abu-Jamals beraten werden wird: Weitere Informationen siehe hier. Kontakt: Annette Schiffmann · Heidelberg · 0172-7740333 · anna.schiff@icloud.com Kundgebung gegen Morde an Gefangenen - Redebeitrag von Free Mumia BerlinAm 23. Januar 2021 nahmen Free Mumia Berlin mit einem Redebeitrag an einer Kundgebung gegen die Ermordung durch unterlassene Hilfeleistung von Ferhat Mayouf vor der Berliner JVA Moabit teil. Darin gingen wir neben dem Mythos "Selbstmord im Knast" auch auf andere Themen ein: Knast als angeblicher "Schutz der Bevölkerung vor Gewalt", Arbeitszwang und Sklaverei im Gefängnis, Corona und Haft sowie Polizeigewalt und die notwendige Definanzierung steuerlich alimentierter Schläger*innentruppen: (Death In Custody) Redebeitrag (5/7) vom 23.01.21 - Free Mumia Berlin #EsGibtKeinenSelbstmordImKnast #FerhatMayouf #JVAMoabit #Polizeigewalt #DefundThePolice #Corona #AbolishPrisons #FreeMumia - #FreeThemAll! |
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